Balaka

Region

Balaka ist eine Stadt im Süden von Malawi. Sie liegt 600 Meter über dem Meeresspiegel und ist ein rasch wachsendes Wirtschaftszentrum mit 14.298 Einwohnern (Stand 1998). Balaka ist Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes, der eine Fläche von 2193 km² und 253.098 Einwohner aufweist. Balaka liegt verkehrsgünstig an den asphaltierten Straßen Blantyre-Zomba-Dedza-Lilongwe und Zomba-Chipoka-Salima sowie an der Eisenbahnstrecke Blantyre-Chipoka-Lilongwe

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. 12 Kilometer südlich befindet sich der Abzweig Nkaya zum mosambikanischen Hafen Nacala. Die Züge dafür werden auf dem Rangier- und Güterbahnhof bei Balaka zusammengestellt und teilweise auch ent- und beladen.

Der Balaka-Distrikt besteht aus 82 Dörfern, die fünf Ballungsräume bilden. Einer davon ist die Stadt Balaka. Sie ist von traditionellen Häusern geprägt.

Balaka hat eine 1000 m lange Flugpiste, Grund- und Sekundarschulen und ein Krankenhaus, die zumeist nach dem Jahr 2000 entstanden.

Eduardo Paes

Eduardo Paes (eˈdwaʁdu dɐ ˈkɔstɐ pɐjs, * 14. November 1969 in Rio de Janeiro) ist ein brasilianischer Politiker. Er ist seit 2008 Bürgermeister seiner Heimatstadt.

Paes studierte Jura an der Katholischen Universität von Rio de Janeiro und war schon mit 23 Jahren stellvertretender Bürgermeister im Stadtteil Barra da Tijuca. Er war Mitglied verschiedener politischer Parteien und ist seit 2007 Mitglied des Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB). 1997 bis 1999 war er Stadtverordneter in Rio, danach während zweier Legislaturperioden Abgeordneter seines Heimatstaates in der Abgeordnetenkammer Brasiliens. Er wurde Tourismusminister im Bundesstaat Rio.

Paes übernahm in Rio das Amt des Bürgermeisters von Fernando Gabeira, den er in den Kommunalwahlen 2008 besiegte.

Seine Amtszeit wurde durch die Vorbereitung auf die Olympiade 2016 bestimmt: 2009 fiel die Entscheidung für Rio und am 12. August 2012 übernahm er aus der Hand des IOC-Präsidenten Jacques Rogge die olympische Flagge. Seine Amtszeit wird 2017 aus wahlrechtlichen Gründen auslaufen

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Paes ist Vorsitzender der C40 Cities Climate Leadership Group im Rahmen der Global Commission on the Economy and Climate der The New Global Climate Economy.

Paola Severino

Paola Severino (* 22

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. Oktober 1948 in Neapel) ist eine italienische Juristin, Hochschullehrerin und Rechtsanwältin. Sie war von November 2011 bis April 2013 italienische Justizministerin

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Severino studierte Rechtswissenschaft an der Universität La Sapienza in Rom und machte dort 1971 ihren Abschluss. Anschließend schlug sie eine Laufbahn als Hochschullehrerin im Bereich Strafrecht ein und war daneben seit 1977 auch als Anwältin tätig. Von 1997 bis 2001 war sie stellvertretende Vorsitzende des Selbstverwaltungsorganes der italienischen Militärjustiz (Consiglio della Magistratura Militare). Von 2002 bis 2007 stand sie der juristischen Fakultät der Elitehochschule LUISS in Rom vor, deren stellvertretende Rektorin sie bis 2011 war. Darüber hinaus hatte sie auch den Lehrstuhl für Strafrecht an der Offizierfachschule der Carabinieri in Rom inne. Sie war auch Beraterin verschiedener Kreditinstitute.

Am 16. November 2011 wurde Paola Severino in der aus parteilosen Fachleuten bestehenden Regierung von Mario Monti zur Justizministerin ernannt

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Evangelische Kirche Banfe

Die evangelische Kirche Banfe ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Banfe, einem Ortsteil von Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen).

Eine Kirche wurde erstmals 1492 urkundlich erwähnt. Sie wurde auf einem Bergrücken zwischen den Bachläufen von Banfe und Godelsbach errichtet. Aufgrund dieser Lage kann davon ausgegangen werden, dass sie ein größeres Alter aufweist. In dem Dachreiter befanden sich zwei Glocken. In einem Gutachten aus dem Jahr 1852 wies der Baumeister Grupe auf den schlechten baulichen Zustand des Gebäudes hin. Der Feudinger Pfarrer schrieb 1864 schließlich, dass die Kapelle irreparabel sei und schlug einen Neubau vor. Aufgrund fehlender Mittel scheiterte dieses Vorhaben. In Folge dessen ist Ostern 1872 ein Teil der Kirche eingestürzt. An den hauptsächlich mit Lehmmörtel hergestellten und überzogenen, dann schwach getünchten Mauerwänden zeigten sich beim Abbruch unter der oberen Tünche Wandmalereien, die dem Abriss zum Opfer fielen.

1876 wurde mit dem Bau der aktuellen Kirche begonnen. Nach einem Jahr Bauzeit wurde die Kirche fertiggestellt und am 18. Dezember 1877 geweiht. Im Jahr 2006 wurde die Kirche mit einem Anbau versehen, der als Sakristei und Toilette dient.

Die Kirche ist in Ost-West-Richtung angelegt. Der Baustil ist romanisch aus Naturstein gemauert und das Dach sowie die Türme geschiefert

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. Diese beiden Türme an der westlichen Gebäudeseite haben eine Höhe von 20,05 m. Die Kirche wurde als Naturstein-Mauerwerksbau mit Rundbogenfenstern realisiert

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Im Kirchenkreis Wittgenstein hat sie als einzige Kirche zwei Türme. Aus diesem Grund lautet ihr Spitzname „Banfer Dom“.

Die beiden Glocken des Vorgängerbaus wurden in der aktuellen Kirche übernommen. Im Jahre 1882 wurde eine weitere Glocke gekauft, die für das Schulläuten genutzt wurde. Zwei Glocken mussten während des Ersten Weltkrieges abgegeben werden, die dritte Glocke erhielt die Schule Herbertshausen. Die Kirchengemeinde gab 1922 zwei neue Stahl-Glocken in Auftrag, welche 1924 beim Bochumer Verein gegossen wurden. Diese wurden im Jahre 1972 durch zwei Bronze-Glocken ersetzt, die beiden Stahl-Glocken sind im Heimatmuseum Banfetal zu besichtigen.

1899 wurde eine pneumatische zweimanualige Orgel von Albin Hickmann angeschafft. Diese ersetzte das Harmonium der Kirche. Umbauten an der Orgel erfolgten in den Jahren 1930, 1950 und 1975.

Koordinaten:

Soraya Homam

Soraya Homam (* 11. Dezember 1961 in St

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. Ingbert; † 21. August 2011) war eine professionelle deutsch-iranische Pokerspielerin. Sie war die Schwester des Hamburger Promi-Visagisten Reza Homam. Ihr Spitzname in der Pokerszene lautete Bibidel (persisch بى بى دل, in deutsch: Herzdame).

Homam wuchs im Westerwald auf und erlernte dort den Beruf einer Hebamme. Ihre Begeisterung für Spiele mit einem strategischen Hintergrund entdeckte sie mit 13 Jahren, als sie in die Schach-Arbeitsgemeinschaft ihrer Schule eintrat und später einige Schachturniere gewinnen konnte. Sie war anschließend auch als Schachtrainerin tätig.

Anfang der 1990er Jahre hatte sie die erste Begegnung mit dem Pokerspiel; die Parallele zum Schachspiel waren für sie einer der Beweggründe eine professionelle Karriere als Pokerspielerin anzustreben.

Ihr erster großer Erfolg war der Gewinn der European Holdem Championship 2000 in Baden-Baden (51.615 DM) im Juni 2000.

Im Jahre 2007 gewann sie die European Holdem Championships im Pot Limit Hold’em. Mit dem dritten Platz bei der Party Poker German Open im November 2007 konnte sie im gleichen Jahr einen weiteren Erfolg erringen (Gewinn: 20.000 Englische Pfund, 41.337 US-Dollar). Ihr größter Erfolg war der Gewinn der Partypoker Women’s World Open II in London im Oktober 2008. Für ihren Sieg vor Stefanie Bergener und Maria Maceiras im Feld der 32 Spielerinnen erhielt sie 50.000 US-Dollar.

Thubten Gyatsho

Thubten Gyatsho (27. Mai 1876 – 17. Dezember 1933) war der 13. Dalai Lama.

Thubten Gyatsho (häufig auch: Thubten Gyatso) wurde als Sohn einer Bauernfamilie in dem Ort Perchode, 160 km südöstlich von Lhasa, geboren. Seine Eltern hießen Gunka Rinchen und Lobsang Dolma. Am 14. Februar 1878 wurde das Kind nach Lhasa gebracht und auf Wunsch der kaiserlichen Regierung vom 8. Panchen Lama Tenpai Wangchuk als 13. Dalai Lama anerkannt. Dieser inthronisierte den Jungen am 1. August 1879 im Potala-Palast. Er erhielt nun den Namen „Ngawang Lobsang Thupten Gyatso Jigdral Chokley Namgyal“. Zeitgenössischen Quellen zufolge war der 13. Dalai Lama ein herrisch auftretender, „kräftiger Mann mit martialischem Gesicht und ebensolcher Erscheinung“ (so der französische Offizier Henri d’Ollone, der ihn 1908 im chinesischen Wu T’ai-chan traf) Die französische Forscherin David-Néel schreibt über ihn: „Man bezeichnet ihn als grausam, und er sieht wirklich danach aus.“ Zudem sei alles „gekünstelt an ihm“, und er kenne „weder Herzlichkeit noch Freundlichkeit“.

Von vielen, etwa von Charles Alfred Bell, von seinem Nachfolger Tenzin Gyatso oder von Heinrich Harrer, wurde der 13. Dalai Lama als großer Reformer, Modernisierer und Staatsmann gelobt. Seine innenpolitischen Reformversuche, die er auf britisches Betreiben hin unternahm, scheiterten aber weitgehend. Auch sein Ziel einer dauerhaften territorialen Ausbreitung Tibets nach Osten erreichte er nicht, und sein Staat wurde weder zu seinen Lebzeiten noch danach international anerkannt

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Gelobt wird oft seine starke Persönlichkeit. Andererseits räumen auch westliche Historiker ein, dass der „Respekt“, den er seiner Umgebung „anfangs eingeflößt“ habe, „nach und nach der Furcht und der Intrige“ gewichen sei, und sogar der befreundete Charles Bell fand, er sei ein „absoluter Diktator“ gewesen. Der französische Tibet-Historiker Deshayes zieht folgende Bilanz seiner Herrschaft: Drei „ungenutzte Autos, ein embryonales Stromnetz und eine Münzanstalt“ seien 1933 „die letzten Überbleibsel“ der Reformversuche. „Das alte Tibet hat standgehalten.“

Thubten Gyatso übernahm 1895, als er die Großjährigkeit erreichte, die politische Macht in Lhasa. Schon bald beseitigte er seinen wichtigsten Konkurrenten und dessen Anhänger: In der sogenannten Affäre der „verzauberten Stiefel“ wurden der bisherige Regent Demo Rinpoche und dessen Bruder Norbu Tsering, damals Premierminister, verhaftet, gefoltert und schließlich umgebracht – wegen eines angeblichen Mordversuchs mittels schwarzer Magie. Ihre näheren Verwandten sowie ihre Bediensteten und Anhänger erlitten ein ähnliches Schicksal; auch 16 Bön-Priester wurden hingerichtet. In die ersten Jahre der Herrschaft Thubten Gyatsos fiel auch die Babu Sarat Chandra Das-Affäre: Ein Bengale dieses Namens war mit Hilfe eines befreundeten hohen Lamas aus Tashilhumpo für ein paar Tage illegal nach Lhasa gelangt. Als dies ruchbar wurde, wurde der tibetische Würdenträger, der die Einreise eines Fremden ermöglicht hatte, „aus seinem hohen Amt zu jener heiligen Stadt geschleift, täglich auf dem öffentlichen Markt ausgepeitscht und nachher schändlich ermordet.“ Auch in diesem Fall wurden die Angehörigen und Untergebenen mit bestraft. Der Gouverneur von Gyantse (Phala Dahpön) und seine Frau (Lha-cham) wurden enteignet und zu lebenslangem Kerker verurteilt, mehrere ihrer Bediensteten „auf barbarische Weise verstümmelt, ihre Hände und Füße wurden abgehackt und ihre Augen ausgestochen, und man ließ sie eines langsamen, qualvollen Todes sterben.“

In die Regierungszeit des 13. Dalai Lamas fallen Versuche Russlands und vor allem des Britischen Imperiums, in Tibet Fuß zu fassen. 1904 erreichte ein britisches Expeditionskorpsunter dem Befehl von Francis Younghusband die Hauptstadt Lhasa, nachdem es in mehreren Schlachten die waffentechnisch weit unterlegenen tibetischen Truppen vernichtet hatte. Tibetische Vertreter – der Dalai Lama war unter Zurücklassung seiner Amtssiegel in die Mongolei und anschließend nach Peking geflohen und wurde deshalb von Peking für abgesetzt erklärt – mussten ein Abkommen („Lhasa-Convention“) unterschreiben, das die britische Herrschaft über Sikkim bestätigte und Tibet selbst zu Handelsbeziehungen mit den Briten verpflichtete. Fortan sollte es nur mit britischer Zustimmung Beziehungen zu ausländischen Mächten aufnehmen dürfen. Außerdem musste es Reparationszahlungen leisten, die schließlich von China bezahlt wurden. Erst dann verließen die britischen Truppen die von ihnen als Faustpfand besetzte Gegend von Yatung. Um China zu besänftigen, erklärte Großbritannien, dieses falle nicht unter den Begriff „ausländische Macht“, und erkannte die „Oberhoheit“ („Suzeränität“) Chinas über Tibet vertraglich an. Dennoch gehörte das Land fortan zur „Einflusssphäre Großbritanniens“, was sich etwa in der (von China nicht anerkannten) Abtretung von Gebieten im östlichen Himalayaraum (siehe NEFA) und in sogenannten britischen Handelsniederlassungen („trade agencies“) in Gyantse, Yatung, Gartok und Lhasa ausdrückte. Die dortigen britischen „Handelsagenten“ glichen den britischen „Residenten in den indischen Fürstentümern“: Sie standen „unter der direkten Befehlsgewalt des Politischen Offiziers in Sikkim“ und sollten „die lokalen Behörden zur Verfolgung einer Politik“ bewegen, „die britischen Interessen dienlich war.“

Der britische Einfluss in Tibet nahm noch einmal stark zu, nachdem er von Thubten Gyatso selbst entscheidend gefördert wurde. Dieser geriet nämlich nach seiner Rückkehr aus Peking 1909 in Konflikt mit dem kaiserlichen Amban. Während seiner fünfjährigen Abwesenheit hatten sich in Tibet Reformen angebahnt: Die dortige Regierung sollte säkularisiert und modernisiert werden. 1907 öffnete eine chinesische Schule in Lhasa ihre Tore, 1908 eine Militärakademie. Es gab Pläne, Soldaten für eine größere Armee auszubilden sowie Straßen und Telegraphenlinien zu bauen. Die kaiserliche Regierung entsandte Truppen, die von Sichuan aus nach Tibet marschieren und dort an den Grenzen postiert werden sollten, um die Briten von weiteren Vorstößen abzuhalten. So erreichten im Februar 1910 über zweitausend chinesische Soldaten Lhasa und wurden „sogar von manchen Tibetern willkommen geheißen.“ In dieser Situation beschloss der Dalai Lama, alles auf die britische Karte zu setzen. Am 12. Februar 1910 floh er, begleitet von einigen Getreuen, in Richtung Britisch-Indien. Die kaiserliche Regierung enthob ihn deshalb erneut seiner Ämter. Im indischen Exil schloss er Freundschaft mit dem hohen Kolonialbeamten Sir Charles Bell, der ihn beim britischen Vizekönig einführte. Er lernte „die Effizienz der britischen Kolonialverwaltung“ zu schätzen und wurde zum Bewunderer des britischen Militärs. Währenddessen blieb der Panchen Lama, der eine „pro-chinesische Haltung“ bewahrte, in Tibet und übernahm in Lhasa, auf Einladung des Ambans, die rituellen und repräsentativen Aufgaben des Geflohenen.

1911 wurde in China die Qing-Dynastie gestürzt und die chinesische Republik ausgerufen. Im März 1912 meuterten auch in Lhasa die chinesischen Soldaten und stürmten die Residenz des kaiserlichen Hochkommissars. Thubten Gyatsho nutzte die Gunst der Stunde. Von Sikkim aus wies er seine Anhänger in Lhasa an, einen Aufstand zu organisieren. Insbesondere die Mönchssoldaten von Sera kämpften gegen die chinesische Garnison, während die Mönche von Drepung und die des Tengyeling-Klosters ebenso wie die von Tashilhumpo die chinesische Präsenz unterstützten. Im April wurden die chinesischen Soldaten zur Aufgabe und schließlich zum Abzug über die indische Grenze gezwungen. Dafür, dass die neue Führung Chinas keine Verstärkung schickte, hatte Jordan, der britische Botschafter in Peking, mit der Drohung gesorgt, andernfalls die chinesische Republik nicht anzuerkennen. Im Zuge der bewaffneten Auseinandersetzungen wurde das Kloster Tengyeling von den Anhängern Thubten Gyatshos dem Erdboden gleichgemacht; seine Lamas wurden streng bestraft. Vier China treue Minister der Lhasa-Regierung wurden getötet, darunter Tsarong Shape, der zusammen mit seinem Sohn umgebracht wurde. Ein Günstling des 13. Dalai Lamas durfte sich Namen, Besitz und „das gesamte tote und lebende Inventar“ des Getöteten aneignen, einschließlich „dessen Frauen und Töchter.“ Anfang 1913 kehrte Thubten Gyatso nach Lhasa zurück und stellte sogleich klar, dass er die zurückgewonnene Macht mit niemand zu teilen gewillt war. Drei Wochen nach seiner Ankunft ließ er eine Erklärung verbreiten, die häufig als „tibetische Unabhängigkeitserklärung“ gewertet wird, die vor allem aber Anspruch auf die eigene, ungeteilte Herrschaft erhebt. Sie beginnt mit den Worten: „Ich, der Dalai Lama, höchst allwissender Besitzer der buddhistischen Lehre, dessen Titel auf Befehl unseres Herrn Buddha aus dem glorreichen Land Indien verliehen wurde, spricht zu euch wie folgt“. Weiter heißt es dann, indem Thubten Gyatsho die Nachfolge der Könige der Frühzeit beansprucht und seine persönliche Herrschaft religiös begründet: „Unser Herr Buddha aus dem glorreichen Land Indien prophezeite, dass sich die Reinkarnationen Avalokiteshvaras in Gestalt aufeinanderfolgender Herrscher, von den frühen religiösen Königen bis zum heutigen Tag, um das Wohlergehen Tibets kümmern werden.“

Auf Anregung von Sir Charles Bell, der 1921 etwa ein Jahr lang selbst in Lhasa weilte, bemühte sich Thubten Gyatsho, Tibet mit Attributen einer eigenen Staatlichkeit auszustatten und in einigen Bereichen eine Modernisierung nach britischem Vorbild einzuleiten. So durfte 1924 ein britischer Schulinspektor namens Ludlow eine von ein paar Dutzend Adelssprösslingen besuchte Schule errichten. Sie musste aber bereits nach vier Jahren schließen

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. Ein Münzamt prägte tibetische Münzen aus importiertem britischem Kupfer, und sogar Banknoten wurden einzeln und von Hand gedruckt. Letztere galten allerdings nur „als Kuriosität“, und Ernst Schäfer bemerkte Ende der 1930er Jahre nicht einmal mehr die Existenz einer eigenen tibetischen Währung, da „die allmächtige indische Rupie“ das „Feld längst erobert“ hatte, was er als untrügliches Zeichen für „den Einfluss Britanniens auf Tibet“ wertete. Auch wurden „durchaus ungültige Briefmarken“ gedruckt und „mit einem ebenfalls ungültigen Stempel“ versehen. Tibet gehörte nicht dem Weltpostverein an. Das Hauptaugenmerk des 13. Dalai Lamas galt dem Aufbau einer modernen Armee, die er sich viel kosten ließ, was zu einer drastischen Erhöhung der erhobenen Steuern und Abgaben führte. Ihre Offiziere wurden in Britisch-Indien ausgebildet und ihre Waffen und Uniformen dort gekauft. Die tibetische Militärkapelle trug Tropenhelme und spielte Melodien wie „God Save the King“ oder „It’s a Long Way to Tipperary“, auf Dudelsäcken. Diese Armee und eine neu geschaffene Polizeitruppe unter dem Befehl des Sikkimesen Laden-la, der sich zuvor in Darjeeling bei der Unterdrückung der „Gandhi-Bewegung“ bewährt hatte, sollten Thubten Gyatso als Machtbasis gegenüber den verbliebenen politischen Gegnern dienen, etwa gegenüber den Äbten des mächtigen Drepung-Klosters. Drei Äbte dieses größten aller tibetischen Klöster ließ er 1921 zunächst nicht näher bestimmter Verbrechen beschuldigen, auspeitschen und verbannen. Gegen die dann revoltierenden Mönche setzte er seine Armee ein. Nach längerer Belagerung durch 3000 aus ganz Tibet zusammengezogene Soldaten wurden sechzig Lamas von Drepung festgenommen, ausgepeitscht und in Kangs und eisernen Fußfesseln durch Lhasa geführt. Am 26. Dezember 1923 sah sich auch Chökyi Nyima, der 9. Panchen Lama, gezwungen, aus seinem Kloster Tashilhumpo über die Mongolei nach China zu fliehen, weil er um sein Leben fürchtete. Ein weiterer Zweck der modernen Armee war die erstrebte Ausdehnung des von Lhasa kontrollierten Territoriums nach Osten. Hier gab es immer wieder Gefechte mit chinesischen Truppen und einen wechselnden Grenzverlauf. Die dort lebenden Khampas kämpften teils auf Seiten der tibetischen Truppen, teils auf der Gegenseite. Unterstützung erfuhr die Armee des Dalai Lamas auch hier durch die Briten

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, sogar während des 1. Weltkriegs, als China eigentlich ein Verbündeter Großbritanniens war. 1924 entwickelte sich das Militär jedoch plötzlich zu einer Bedrohung für Thubten Gyatso selbst. Nach einer vom Oberbefehlshaber Tsarong befohlenen Verstümmelung zweier Soldaten solidarisierten sich die Offiziere mit ihrem nun seinerseits von Strafe bedrohten Vorgesetzten. Sie erwogen einen Putsch zur Entmachtung des Dalai Lamas. Obwohl die Konfrontation glimpflich verlief, war Thubten Gyatso nunmehr darauf bedacht, das Militär zu schwächen. Einen hohen Offizier nach dem anderen ließ er mit meist fadenscheinigen Begründungen degradieren oder auch töten. Surkhang wurde so wegen einer außerehelichen Beziehung, die Kommandeure Dingja, Sambo und Tsögaw wegen ihres europäischen Haarschnitts abgesetzt; Pedma Chandra, der nach seiner Entlassung die Flucht ergriff, wurde getötet und sein Kopf in Lhasa öffentlich ausgestellt. Tsarong wurde zwar verschont, verlor jedoch seine Macht und wurde 1930 auch als Shape entlassen. Gleichzeitig suchte Thubten Gyatso wieder die Gunst der konservativsten Mönchskreise. So wurde zum Beispiel das Tragen westlicher Kleidung und sogar von Brillen verboten.

Fünf Tage, nachdem er an einem zunächst für banal gehaltenen Leiden erkrankt war, starb der 13. Dalai Lama am Abend des 17. Dezember 1933 im Alter von 58 Jahren. Einen Nachfolger hatte er nicht bestimmt. Sein Tod kam überraschend, so dass geargwöhnt wurde, es sei Gift im Spiel gewesen. Die Suche nach einem Schuldigen wurde zum Auftakt eines erbitterten Kampfes um die Nachfolge.

(1.) Gendün Drub | (2.) Gendün Gyatsho | 3. Sönam Gyatsho | 4. Yönten Gyatsho | 5. Ngawang Lobsang Gyatsho | 6. Tshangyang Gyatsho | 7. Kelsang Gyatsho | 8. Jampel Gyatsho | 9. Lungtog Gyatsho | 10. Tshülthrim Gyatsho | 11. Khedrub Gyatsho | 12. Thrinle Gyatsho | 13. Thubten Gyatsho | 14. Tenzin Gyatso

Wolkenpiraten

Wolkenpiraten ist ein Buch des kanadischen Schriftstellers Kenneth Oppel, in den es um den jungen Luftschiffer Matt Cruse geht. Der Roman erschien bei Beltz & Gelberg und paraphrasiert den Roman 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne. Das Werk ist der zweite Teil einer Trilogie, deren erster Band Wolkenpanther und dritter Teil Sternenjäger heißen.

Der 16-jährige Student an der Luftfahrtakademie Matt Cruse fliegt als Praktikant auf dem Luftschiff Treibgut durch Die Faust des Teufels, einen fast immer währenden Taifun über dem Indischen Ozean

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. Der Mann im Ausguck entdeckt dabei den seit Jahren verschollen Zeppelin Hyperion

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. Dieser gehört dem reichen Erfinder und Sammler Theodore Grunel und soll Gold und seltene Präparate ausgestorbener Tiere beherbergen. Mit seiner Freundin Kate de Vries und dem Piloten Hal Slater plant er die Bergung der Hyperion. Da er der einzige ist der die Koordinaten im Kopf hat, geraten sie in Konkurrenz zu dem Luftpiraten John Rath.

Hamburger Leichtathletik-Verband

Der Hamburger Leichtathletikverband e.V. (kurz: HLV oder HHLV) ist einer der 20 Landesverbände im DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) und für das Bundesland Hamburg und einige Umlandgemeinden zuständig.

Das Gebiet des HLV ist nicht, wie bei den meisten anderen DLV-Landesverbänden, in Bezirke und Kreise aufgeteilt. Daher sind die einzigen durchgeführten Meisterschaften Landesmeisterschaften. Regional nehmen Hamburger Verbandsathleten zusätzlich an Norddeutschen Meisterschaften teil. Der HLV organisiert bis 2007 einschließlich u. a. den Hamburg-Marathon, dessen Veranstaltungsorganisator („Race Director“) Wolfram Götz bis August 2007 zugleich den Posten des Geschäftsführers der Geschäftsstelle des HLV innehatte. Für 2008–2012 hat der HLV die Veranstaltungsrechte an die Agentur act agency GmbH vergeben.

Zum 31. Oktober 2009 waren 64 Vereine mit einer Leichtathletiksparte Mitglied im HLV und indirekt damit 6091 Vereinsmitglieder (2007: 6381). Darin inbegriffen sind die 562 Leichtathleten der LG Wedel-Pinneberg, die zum Jahreswechsel 2007 vom Schleswig-Holsteinischen in den Hamburger Leichtathletikverband gewechselt waren

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Der Jahresetat des Verbandes lag 2003 nach Verbandsangaben bei ca. 2 Mio. Euro für den Hamburg-Marathon. Für die sonstigen Aktivitäten waren 2006 180.000 und 2007 230.000 Euro Budget veranschlagt. Für 2008 bis 2012 wurde mit den Rechten auch das Budget des Hamburg-Marathons an die Eventagentur Act Agency GmbH vergeben

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, die dafür mit einer jährlichen Lizenzzahlung in Höhe von 250.000 Euro das Verbandsbudget auf ca. 450.000 Euro/Jahr aufstocken wird.

Der Hamburger Leichtathletik-Verband wurde 1911 als Hamburger Verband für Leichtathletik (H.V.f.L.) gegründet (Eintragung ins Vereinsregister am 12. Januar 1967). Stärker als andere Landesverbände ist der Hamburger Leichtathletikverband seit den 1980er Jahren von einem Rückgang der Mitgliederzahlen in der organisierten Vereinsleichtathletik und von der Abwanderung von Spitzenathleten (z. B. Ingo Schultz) betroffen. Der seit Ende der 1950er Jahre geplante Bau einer Hamburger Leichtathletikhalle stellte, da trotz mehrerer Grundsteinlegungen (zuletzt 2003) erst 2005 tatsächlich begonnen, über Jahrzehnte ein Kuriosum der Hamburger Sportpolitik dar. Die Leichtathletikhalle wurde am 29. November 2006 eingeweiht.

Baden (BLV) | Bayern (BLV) | Berlin (BLV) | Brandenburg (LVB) | Bremen (BLV) | Hamburg (HHLV) | Hessen (HLV) | Mecklenburg-Vorpommern (LVMV) | Niedersachsen (NLV) | Nordrhein (LVN) | Pfalz (LVP) | Rheinhessen (LVR) | Rheinland (LVR) | Saarland (SLB) | Sachsen (LVS) | Sachsen-Anhalt (LVSA) | Schleswig-Holstein (SHLV) | Thüringen (TLV) | Westfalen (FLVW) | Württemberg (WLV)

Selbstorganisierte Kritikalität

Selbstorganisierte Kritikalität, auch bekannt als self-organized criticality (SOC), ist ein Phänomen, das bei dynamischen Systemen auftreten kann. Ein dynamisches System befindet sich in einem kritischen Zustand, wenn die Parameter des Systems einem Phasenübergang entsprechen

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. Bei einem selbstorganisiert kritischen System nähern sich die Parameter des Systems mit der Zeit von selbst dem kritischen Punkt (der kritische Punkt ist in diesem Fall ein Attraktor). Daraus folgt die Besonderheit solcher Systeme, dass sie weitgehend unabhängig von der Wahl der Anfangsparameter die typischen Eigenschaften eines kritischen Zustandes zeigen.

Typische Eigenschaften kritischer Systeme wie Skaleninvarianz und 1/f-Rauschen können in vielen Bereichen beobachtet werden. Beispiele sind die Stärke von Erdbeben (Gutenberg-Richter-Gesetz), die Größe von Lawinen oder die Häufigkeit von Wörtern (Zipfsches Gesetz). Es scheint unwahrscheinlich, dass die Parameter solcher Systeme rein zufällig an einem kritischen Punkt sind. Hier bietet sich die selbstorganisierte Kritikalität als Erklärungsmodell für das häufige Auftreten kritischer Eigenschaften an, weil es dabei keiner äußeren Steuerung der Parameter bedarf. Komplexe Strukturen entstehen spontan allein aufgrund der Interaktion einzelner Elemente des Systems.

Obwohl bereits viele Modelle bekannt sind, die selbstorganisierte Kritikalität aufweisen, ist bisher keine allgemeine Bedingung bekannt, aus der selbstorganisierte Kritikalität folgt.

Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608

Nicolaiberg 6

Das Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 ist das älteste Gymnasium in Gera. Der Unterricht erfolgt für die Oberstufe am traditionsreichen Standort am Johannisplatz mcm taschen sale, für die unteren Jahrgänge in der ehemaligen Gesamtschule auf dem Nicolaiberg.

Die Schule geht auf die Geraer Ratsschule zurück, die seit dem 15. Jahrhundert bestand. 1602 beschloss der damalige Landesherr Heinrich Posthumus Reuß die Gründung des Gymnasium Rutheneum (der Name basiert auf der Latinisierung des Namens Reuß), das von 1605 bis 1608 erbaut und am 6. Mai 1608 eröffnet wurde. Bis ins 19. Jahrhundert vereinte es Trivialschul- und Gymnasialbildung unter einem Dach. Im 17. Jahrhundert war u. a. der Barockdichter Johann Sebastian Mitternacht Rektor des Rutheneums. 1683, 1782 und 1887 wurde das jeweilige Schulgebäude durch einen Neubau ersetzt.

1864 wurde die städtische Volksschule aus dem Gymnasium ausgegliedert und mit der Geraer Mädchenschule zur Gesamtstadtschule vereinigt, für die ein neues Gebäude auf dem Nicolaiberg errichtet wurde (Architekt: Landbaumeister Adolph Krug). Dieses gehört heute ebenfalls zum Goethe-Gymnasium.

1884 wurde das alte Schulgebäude auf dem Johannisplatz mit dem benachbarten Badertor abgerissen und durch den bis heute vorhandenen Neubau des Landbaumeisters Emil Weiß ersetzt.

1949 wurde die Schule anlässlich des 200. Geburtstages des Dichters in Goethe-Schule umbenannt und war ab 1964 eine Erweiterte Oberschule. Nach der Wiedervereinigung wurde sie wieder in ein Gymnasium umgewandelt und trägt seit 1993 den Doppelnamen. Das bisher als Berufsschule genutzte Nicolaiberg-Gebäude wurde der Schule angegliedert.

1989 wurden die Spezialklassen für Musik am Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera mit dem Ziel gegründet, den Mangel an Musiklehrern in der DDR durch die gezielte Ausbildung und Förderung musischen Nachwuchses zu beheben. So mussten sich in den Anfangsjahren die Absolventen der Spezialklassen noch zu einem Lehramtsstudium für Musik verpflichten. 1993/94 war das Fortbestehen der Spezialklassen für Musik kurzzeitig in Gefahr geraten. Doch u.a. die steigenden Bewerberzahlen in den Folgejahren retteten die Ausbildung und damit auch einen der wertvollsten Bestandteile des Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608.

Mit einer Festwoche wurde im Jahr 2008 das 400-jährige Schuljubiläum begangen. Am 26. September fand im Konzertsaal des Geraer Theater ein Festakt u.a. mit dem damaligen Ministerpräsidenten Dieter Althaus und dem ehemaligen Kultusminister Bernward Müller statt. Das Stadtmuseum Gera widmete der Schulgeschichte eine Sonderausstellung, die am 6. Mai 2008 (dem 400. Gründungstag) eröffnet wurde und am 5. Oktober endete.

Das Goethe-Gymnasium/Rutheneum ist ein Gymnasium mit sprachlich-musischer Ausrichtung. Ab der 9. Klasse werden die Schüler, die nicht den Spezialklassen für Musik angehören, in fünf Wochenstunden in einer dritten Fremdsprache unterrichtet.

Seit nunmehr 20 Jahren bilden die Spezialklassen für Musik mit ihren Ensembles und Veranstaltungen auch einen kulturellen Fixpunkt in Ostthüringen. Die Ausbildung dient dazu, musisch begabten Schülern eine intensive Betreuung auf den verschiedensten Gebieten der Musik zu geben. Das Stundenkontingent der 3. Fremdsprache wird im Spezialzweig für den Musikunterricht genutzt. So erhalten die Schüler in ihrer Spezialausbildung, die in der 9. Klasse beginnt, in 5 Wochenstunden Unterricht in den Fächern Musikgeschichte, Gehörbildung in kleinen Gruppen, Musiktheorie in kleinen Gruppen, Gesang (Gruppen- oder Einzelunterricht)

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, Instrumentalmusik und Chor.

Verschiedene Ensembles der Schule, wie zum Beispiel das gemeinsame Orchester des „Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608“ und der Kunst- und Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera, Schulbands und Vokalensembles bieten den Schülern verschiedene Möglichkeiten zur musikalischen Betätigung in der Freizeit.

Das Kurssystem der Thüringer Oberstufe bezieht sich auch auf den Musikunterricht. Im Jahr 2003 wurde aufgrund der hohen Belastung der Musikspezialschüler für sie ein 13. Schuljahr eingeführt, welches in Form einer eingeschobenen 11. Klasse ohne Kurssystem den Unterrichtsstoff streckt und die Wochenstunden verringert. Außerdem ist das Seminarfach mit der Verteidigung in der 12. Klasse bereits vor dem Abitur abgeschlossen.

Schüler ab der 9. Klasse und Schülerinnen ab der 11. Klasse sowie besonders begabte jüngere Sängerinnen besuchen den Konzertchor des Goethegymnasiums/Rutheneum Gera. Unter der Leitung von Christian Frank agiert dieser als Repräsentant des Niveaus der Musikausbildung am Goethe-Gymnasium und vertritt die Schule, die Stadt Gera, Thüringen und Deutschland bei zahlreichen Wettbewerben im In- und Ausland.

Eine kleinere Auswahlbesetzung des Konzertchores kommt immer dann zum Einsatz, wenn für die Gesamtbesetzung des Konzertchores von 75 Sängern keine Möglichkeit besteht.

Nach der fünfjährigen Spezialausbildung erhalten die Schüler ein vollwertiges Abitur sowie ein Zertifikat über ihre musischen Fähigkeiten. Die Abiturprüfung im Leistungsfach Musik umfasst die Teilbereiche Musikgeschichte, Theorie und Gehörbildung sowie fachpraktische Prüfungen in Gesang und/oder Instrument.

Für Schüler, die außerhalb Geras wohnen, stehen Internatsplätze zur Verfügung

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. Die Unterbringung erfolgt in Ein- und Zweibettzimmern. Übungsräume mit Klavier sind im Internat vorhanden.

Der Förderverein des Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 Gera unterstützt vor allem Vorhaben der Musikspezialklassen wie Konzertreisen.

Heinrich Posthumus d. J. Reuß (1572–1635, reg. seit 1595) bestimmte 1608, aus der städtischen Kirchenbibliothek eine Gymnasialbibliothek zu bilden, die über die drei Jahrhunderte weiter ausgebaut wurde. 1920 kam der überwiegende Teil der Fürstlichen Gymnasial- und Landesbibliothek Gera als Teil der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz – Stiftung der Älteren Linie des Hauses Reuß in das Greizer Sommerpalais, wo sie sich bis heute befinden.