Thubten Gyatsho

Thubten Gyatsho (27. Mai 1876 – 17. Dezember 1933) war der 13. Dalai Lama.

Thubten Gyatsho (häufig auch: Thubten Gyatso) wurde als Sohn einer Bauernfamilie in dem Ort Perchode, 160 km südöstlich von Lhasa, geboren. Seine Eltern hießen Gunka Rinchen und Lobsang Dolma. Am 14. Februar 1878 wurde das Kind nach Lhasa gebracht und auf Wunsch der kaiserlichen Regierung vom 8. Panchen Lama Tenpai Wangchuk als 13. Dalai Lama anerkannt. Dieser inthronisierte den Jungen am 1. August 1879 im Potala-Palast. Er erhielt nun den Namen „Ngawang Lobsang Thupten Gyatso Jigdral Chokley Namgyal“. Zeitgenössischen Quellen zufolge war der 13. Dalai Lama ein herrisch auftretender, „kräftiger Mann mit martialischem Gesicht und ebensolcher Erscheinung“ (so der französische Offizier Henri d’Ollone, der ihn 1908 im chinesischen Wu T’ai-chan traf) Die französische Forscherin David-Néel schreibt über ihn: „Man bezeichnet ihn als grausam, und er sieht wirklich danach aus.“ Zudem sei alles „gekünstelt an ihm“, und er kenne „weder Herzlichkeit noch Freundlichkeit“.

Von vielen, etwa von Charles Alfred Bell, von seinem Nachfolger Tenzin Gyatso oder von Heinrich Harrer, wurde der 13. Dalai Lama als großer Reformer, Modernisierer und Staatsmann gelobt. Seine innenpolitischen Reformversuche, die er auf britisches Betreiben hin unternahm, scheiterten aber weitgehend. Auch sein Ziel einer dauerhaften territorialen Ausbreitung Tibets nach Osten erreichte er nicht, und sein Staat wurde weder zu seinen Lebzeiten noch danach international anerkannt

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Gelobt wird oft seine starke Persönlichkeit. Andererseits räumen auch westliche Historiker ein, dass der „Respekt“, den er seiner Umgebung „anfangs eingeflößt“ habe, „nach und nach der Furcht und der Intrige“ gewichen sei, und sogar der befreundete Charles Bell fand, er sei ein „absoluter Diktator“ gewesen. Der französische Tibet-Historiker Deshayes zieht folgende Bilanz seiner Herrschaft: Drei „ungenutzte Autos, ein embryonales Stromnetz und eine Münzanstalt“ seien 1933 „die letzten Überbleibsel“ der Reformversuche. „Das alte Tibet hat standgehalten.“

Thubten Gyatso übernahm 1895, als er die Großjährigkeit erreichte, die politische Macht in Lhasa. Schon bald beseitigte er seinen wichtigsten Konkurrenten und dessen Anhänger: In der sogenannten Affäre der „verzauberten Stiefel“ wurden der bisherige Regent Demo Rinpoche und dessen Bruder Norbu Tsering, damals Premierminister, verhaftet, gefoltert und schließlich umgebracht – wegen eines angeblichen Mordversuchs mittels schwarzer Magie. Ihre näheren Verwandten sowie ihre Bediensteten und Anhänger erlitten ein ähnliches Schicksal; auch 16 Bön-Priester wurden hingerichtet. In die ersten Jahre der Herrschaft Thubten Gyatsos fiel auch die Babu Sarat Chandra Das-Affäre: Ein Bengale dieses Namens war mit Hilfe eines befreundeten hohen Lamas aus Tashilhumpo für ein paar Tage illegal nach Lhasa gelangt. Als dies ruchbar wurde, wurde der tibetische Würdenträger, der die Einreise eines Fremden ermöglicht hatte, „aus seinem hohen Amt zu jener heiligen Stadt geschleift, täglich auf dem öffentlichen Markt ausgepeitscht und nachher schändlich ermordet.“ Auch in diesem Fall wurden die Angehörigen und Untergebenen mit bestraft. Der Gouverneur von Gyantse (Phala Dahpön) und seine Frau (Lha-cham) wurden enteignet und zu lebenslangem Kerker verurteilt, mehrere ihrer Bediensteten „auf barbarische Weise verstümmelt, ihre Hände und Füße wurden abgehackt und ihre Augen ausgestochen, und man ließ sie eines langsamen, qualvollen Todes sterben.“

In die Regierungszeit des 13. Dalai Lamas fallen Versuche Russlands und vor allem des Britischen Imperiums, in Tibet Fuß zu fassen. 1904 erreichte ein britisches Expeditionskorpsunter dem Befehl von Francis Younghusband die Hauptstadt Lhasa, nachdem es in mehreren Schlachten die waffentechnisch weit unterlegenen tibetischen Truppen vernichtet hatte. Tibetische Vertreter – der Dalai Lama war unter Zurücklassung seiner Amtssiegel in die Mongolei und anschließend nach Peking geflohen und wurde deshalb von Peking für abgesetzt erklärt – mussten ein Abkommen („Lhasa-Convention“) unterschreiben, das die britische Herrschaft über Sikkim bestätigte und Tibet selbst zu Handelsbeziehungen mit den Briten verpflichtete. Fortan sollte es nur mit britischer Zustimmung Beziehungen zu ausländischen Mächten aufnehmen dürfen. Außerdem musste es Reparationszahlungen leisten, die schließlich von China bezahlt wurden. Erst dann verließen die britischen Truppen die von ihnen als Faustpfand besetzte Gegend von Yatung. Um China zu besänftigen, erklärte Großbritannien, dieses falle nicht unter den Begriff „ausländische Macht“, und erkannte die „Oberhoheit“ („Suzeränität“) Chinas über Tibet vertraglich an. Dennoch gehörte das Land fortan zur „Einflusssphäre Großbritanniens“, was sich etwa in der (von China nicht anerkannten) Abtretung von Gebieten im östlichen Himalayaraum (siehe NEFA) und in sogenannten britischen Handelsniederlassungen („trade agencies“) in Gyantse, Yatung, Gartok und Lhasa ausdrückte. Die dortigen britischen „Handelsagenten“ glichen den britischen „Residenten in den indischen Fürstentümern“: Sie standen „unter der direkten Befehlsgewalt des Politischen Offiziers in Sikkim“ und sollten „die lokalen Behörden zur Verfolgung einer Politik“ bewegen, „die britischen Interessen dienlich war.“

Der britische Einfluss in Tibet nahm noch einmal stark zu, nachdem er von Thubten Gyatso selbst entscheidend gefördert wurde. Dieser geriet nämlich nach seiner Rückkehr aus Peking 1909 in Konflikt mit dem kaiserlichen Amban. Während seiner fünfjährigen Abwesenheit hatten sich in Tibet Reformen angebahnt: Die dortige Regierung sollte säkularisiert und modernisiert werden. 1907 öffnete eine chinesische Schule in Lhasa ihre Tore, 1908 eine Militärakademie. Es gab Pläne, Soldaten für eine größere Armee auszubilden sowie Straßen und Telegraphenlinien zu bauen. Die kaiserliche Regierung entsandte Truppen, die von Sichuan aus nach Tibet marschieren und dort an den Grenzen postiert werden sollten, um die Briten von weiteren Vorstößen abzuhalten. So erreichten im Februar 1910 über zweitausend chinesische Soldaten Lhasa und wurden „sogar von manchen Tibetern willkommen geheißen.“ In dieser Situation beschloss der Dalai Lama, alles auf die britische Karte zu setzen. Am 12. Februar 1910 floh er, begleitet von einigen Getreuen, in Richtung Britisch-Indien. Die kaiserliche Regierung enthob ihn deshalb erneut seiner Ämter. Im indischen Exil schloss er Freundschaft mit dem hohen Kolonialbeamten Sir Charles Bell, der ihn beim britischen Vizekönig einführte. Er lernte „die Effizienz der britischen Kolonialverwaltung“ zu schätzen und wurde zum Bewunderer des britischen Militärs. Währenddessen blieb der Panchen Lama, der eine „pro-chinesische Haltung“ bewahrte, in Tibet und übernahm in Lhasa, auf Einladung des Ambans, die rituellen und repräsentativen Aufgaben des Geflohenen.

1911 wurde in China die Qing-Dynastie gestürzt und die chinesische Republik ausgerufen. Im März 1912 meuterten auch in Lhasa die chinesischen Soldaten und stürmten die Residenz des kaiserlichen Hochkommissars. Thubten Gyatsho nutzte die Gunst der Stunde. Von Sikkim aus wies er seine Anhänger in Lhasa an, einen Aufstand zu organisieren. Insbesondere die Mönchssoldaten von Sera kämpften gegen die chinesische Garnison, während die Mönche von Drepung und die des Tengyeling-Klosters ebenso wie die von Tashilhumpo die chinesische Präsenz unterstützten. Im April wurden die chinesischen Soldaten zur Aufgabe und schließlich zum Abzug über die indische Grenze gezwungen. Dafür, dass die neue Führung Chinas keine Verstärkung schickte, hatte Jordan, der britische Botschafter in Peking, mit der Drohung gesorgt, andernfalls die chinesische Republik nicht anzuerkennen. Im Zuge der bewaffneten Auseinandersetzungen wurde das Kloster Tengyeling von den Anhängern Thubten Gyatshos dem Erdboden gleichgemacht; seine Lamas wurden streng bestraft. Vier China treue Minister der Lhasa-Regierung wurden getötet, darunter Tsarong Shape, der zusammen mit seinem Sohn umgebracht wurde. Ein Günstling des 13. Dalai Lamas durfte sich Namen, Besitz und „das gesamte tote und lebende Inventar“ des Getöteten aneignen, einschließlich „dessen Frauen und Töchter.“ Anfang 1913 kehrte Thubten Gyatso nach Lhasa zurück und stellte sogleich klar, dass er die zurückgewonnene Macht mit niemand zu teilen gewillt war. Drei Wochen nach seiner Ankunft ließ er eine Erklärung verbreiten, die häufig als „tibetische Unabhängigkeitserklärung“ gewertet wird, die vor allem aber Anspruch auf die eigene, ungeteilte Herrschaft erhebt. Sie beginnt mit den Worten: „Ich, der Dalai Lama, höchst allwissender Besitzer der buddhistischen Lehre, dessen Titel auf Befehl unseres Herrn Buddha aus dem glorreichen Land Indien verliehen wurde, spricht zu euch wie folgt“. Weiter heißt es dann, indem Thubten Gyatsho die Nachfolge der Könige der Frühzeit beansprucht und seine persönliche Herrschaft religiös begründet: „Unser Herr Buddha aus dem glorreichen Land Indien prophezeite, dass sich die Reinkarnationen Avalokiteshvaras in Gestalt aufeinanderfolgender Herrscher, von den frühen religiösen Königen bis zum heutigen Tag, um das Wohlergehen Tibets kümmern werden.“

Auf Anregung von Sir Charles Bell, der 1921 etwa ein Jahr lang selbst in Lhasa weilte, bemühte sich Thubten Gyatsho, Tibet mit Attributen einer eigenen Staatlichkeit auszustatten und in einigen Bereichen eine Modernisierung nach britischem Vorbild einzuleiten. So durfte 1924 ein britischer Schulinspektor namens Ludlow eine von ein paar Dutzend Adelssprösslingen besuchte Schule errichten. Sie musste aber bereits nach vier Jahren schließen

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. Ein Münzamt prägte tibetische Münzen aus importiertem britischem Kupfer, und sogar Banknoten wurden einzeln und von Hand gedruckt. Letztere galten allerdings nur „als Kuriosität“, und Ernst Schäfer bemerkte Ende der 1930er Jahre nicht einmal mehr die Existenz einer eigenen tibetischen Währung, da „die allmächtige indische Rupie“ das „Feld längst erobert“ hatte, was er als untrügliches Zeichen für „den Einfluss Britanniens auf Tibet“ wertete. Auch wurden „durchaus ungültige Briefmarken“ gedruckt und „mit einem ebenfalls ungültigen Stempel“ versehen. Tibet gehörte nicht dem Weltpostverein an. Das Hauptaugenmerk des 13. Dalai Lamas galt dem Aufbau einer modernen Armee, die er sich viel kosten ließ, was zu einer drastischen Erhöhung der erhobenen Steuern und Abgaben führte. Ihre Offiziere wurden in Britisch-Indien ausgebildet und ihre Waffen und Uniformen dort gekauft. Die tibetische Militärkapelle trug Tropenhelme und spielte Melodien wie „God Save the King“ oder „It’s a Long Way to Tipperary“, auf Dudelsäcken. Diese Armee und eine neu geschaffene Polizeitruppe unter dem Befehl des Sikkimesen Laden-la, der sich zuvor in Darjeeling bei der Unterdrückung der „Gandhi-Bewegung“ bewährt hatte, sollten Thubten Gyatso als Machtbasis gegenüber den verbliebenen politischen Gegnern dienen, etwa gegenüber den Äbten des mächtigen Drepung-Klosters. Drei Äbte dieses größten aller tibetischen Klöster ließ er 1921 zunächst nicht näher bestimmter Verbrechen beschuldigen, auspeitschen und verbannen. Gegen die dann revoltierenden Mönche setzte er seine Armee ein. Nach längerer Belagerung durch 3000 aus ganz Tibet zusammengezogene Soldaten wurden sechzig Lamas von Drepung festgenommen, ausgepeitscht und in Kangs und eisernen Fußfesseln durch Lhasa geführt. Am 26. Dezember 1923 sah sich auch Chökyi Nyima, der 9. Panchen Lama, gezwungen, aus seinem Kloster Tashilhumpo über die Mongolei nach China zu fliehen, weil er um sein Leben fürchtete. Ein weiterer Zweck der modernen Armee war die erstrebte Ausdehnung des von Lhasa kontrollierten Territoriums nach Osten. Hier gab es immer wieder Gefechte mit chinesischen Truppen und einen wechselnden Grenzverlauf. Die dort lebenden Khampas kämpften teils auf Seiten der tibetischen Truppen, teils auf der Gegenseite. Unterstützung erfuhr die Armee des Dalai Lamas auch hier durch die Briten

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, sogar während des 1. Weltkriegs, als China eigentlich ein Verbündeter Großbritanniens war. 1924 entwickelte sich das Militär jedoch plötzlich zu einer Bedrohung für Thubten Gyatso selbst. Nach einer vom Oberbefehlshaber Tsarong befohlenen Verstümmelung zweier Soldaten solidarisierten sich die Offiziere mit ihrem nun seinerseits von Strafe bedrohten Vorgesetzten. Sie erwogen einen Putsch zur Entmachtung des Dalai Lamas. Obwohl die Konfrontation glimpflich verlief, war Thubten Gyatso nunmehr darauf bedacht, das Militär zu schwächen. Einen hohen Offizier nach dem anderen ließ er mit meist fadenscheinigen Begründungen degradieren oder auch töten. Surkhang wurde so wegen einer außerehelichen Beziehung, die Kommandeure Dingja, Sambo und Tsögaw wegen ihres europäischen Haarschnitts abgesetzt; Pedma Chandra, der nach seiner Entlassung die Flucht ergriff, wurde getötet und sein Kopf in Lhasa öffentlich ausgestellt. Tsarong wurde zwar verschont, verlor jedoch seine Macht und wurde 1930 auch als Shape entlassen. Gleichzeitig suchte Thubten Gyatso wieder die Gunst der konservativsten Mönchskreise. So wurde zum Beispiel das Tragen westlicher Kleidung und sogar von Brillen verboten.

Fünf Tage, nachdem er an einem zunächst für banal gehaltenen Leiden erkrankt war, starb der 13. Dalai Lama am Abend des 17. Dezember 1933 im Alter von 58 Jahren. Einen Nachfolger hatte er nicht bestimmt. Sein Tod kam überraschend, so dass geargwöhnt wurde, es sei Gift im Spiel gewesen. Die Suche nach einem Schuldigen wurde zum Auftakt eines erbitterten Kampfes um die Nachfolge.

(1.) Gendün Drub | (2.) Gendün Gyatsho | 3. Sönam Gyatsho | 4. Yönten Gyatsho | 5. Ngawang Lobsang Gyatsho | 6. Tshangyang Gyatsho | 7. Kelsang Gyatsho | 8. Jampel Gyatsho | 9. Lungtog Gyatsho | 10. Tshülthrim Gyatsho | 11. Khedrub Gyatsho | 12. Thrinle Gyatsho | 13. Thubten Gyatsho | 14. Tenzin Gyatso

Liste der Militärattachés des Deutschen Reiches

Die Liste der Militärattachés des Deutschen Reiches bietet eine Übersicht über die Träger des Amtes des deutschen Militärattachés in der Zeit des Deutschen Reiches zwischen 1871 und 1945.

Die Liste ist nach den Staaten geordnet, bei denen die Attachés akkreditiert waren und beinhaltet z.T. auch die Träger des Amtes des preußischen Militärattachés, aus dem der deutsche Militärattachéposten hervorging.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde bis 1933 keine neue Attachéstelle geschaffen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde bis 1933 keine neue Attachéstelle geschaffen.

Vom 1918 bestanden bis 1924 keine diplomatischen Beziehungen zur Turkei. Für den Zeitraum danach siehe Militärattachés für die Türkei

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde die Attachéstelle im Russischen Reich hinfällig

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. Das Zarenreich hörte 1917 auf zu bestehen. Für den Zeitraum nach 1917 siehe Militärattachés in der Sowjetunion.

Bereits 1921 wurde eine Militärattachéstelle der Reichswehr in Sowjetrussland geschaffen, das 1922 in die Sowjetunion integriert wurde.

Am 31

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. Juli 1944 brach die Türkei die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich ab.

Im August 1914 wurde die Militärattachéstelle im Vereinigten Königreich aufgrund der britischen Kriegserklärung an das Deutsche Reich aufgehoben

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. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde bis 1933 keine neue Attachéstelle geschaffen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde bis 1933 keine neue Attachéstelle geschaffen.

Trenntransformator

Als Trenntransformator wird im engeren Sinne ein Netztransformator bezeichnet, der die Netzspannung im Verhältnis 1:1 auf eine Sekundärwicklung überträgt, welche durch eine sogenannte Schutztrennung (galvanische Trennung) von der Netzspannung führenden, auf Erdpotential bezogenen Primärwicklung, getrennt ist. Das wird durch eine verstärkte oder doppelte Isolierung erreicht.

Es gibt einphasige Trenntransformatoren, in Europa üblicherweise für 230&nbsp

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;V ausgelegt, und Trenntransformatoren für Dreiphasenwechselstrom für die in Europa üblichen 400 V.

Allgemein ist jeder Transformator mit getrennten Wicklungen ein Trenntransformator mit einer galvanischen Trennung zwischen den gewöhnlicherweise platzsparend übereinander gelegten Wicklungen, zwischen denen sich eine Isolierung von zwar ausreichender elektrischer, jedoch meist geringer mechanischer Festigkeit befindet. Dies wird nicht als ausreichend sicher für den Personenschutz angesehen. Bei Trenntransformatoren nach Normvorschrift sind Primär- und Sekundärwicklung dagegen in getrennten Wickelkammern am magnetischen Kern untergebracht.

Die Begriffe Trenntransformator (Energietechnik) und Trennübertrager (Nachrichtentechnik) sollten nicht verwechselt werden, da Transformatoren und Übertrager nach unterschiedlichen Gesichtspunkten entwickelt werden. Trenntransformatoren sind für optimale Energieübertragung bei einer Frequenz (meist 50 Hz oder 60 Hz) gebaut, wohingegen Übertrager meist für breitbandige Signalübertragung und hohe Linearität konstruiert werden. Bei Übertragern kommen meist Bifilar- oder Trifilar-Wicklungen zum Einsatz, die für eine Erweiterung und Linearisierung des Übertragungsbereiches sorgen. Für Niederfrequenzsignale werden Trennübertrager verwendet, um eine galvanische Trennung zur Vermeidung von Erdschleifen und damit verbundenen Brummstörungen zu vermeiden und – sofern erforderlich – auch eine Netztrennung herzustellen. Hier und in der Nachrichtentechnik nennt man diese „Transformatoren“ Übertrager.

Netz-Trenntransformatoren werden eingesetzt, um Energienetze voneinander zu trennen. Der Einsatz erfolgt oft in Werkstätten und Laboratorien, um etwa Reparaturarbeiten und Experimente ungefährdet durchführen zu können sowie zum Betrieb von Allstromgeräten, um bei Arbeiten an netzspannungsgespeisten Geräten oder Ausrüstungen die Gefahr eines Stromschlages zu verringern:

Man erzeugt eine nicht mit der Erde verbundene Ausgangsspannung, die Potentialdifferenz zur Erde kann jeden beliebigen Wert bis zur Isolationsfestigkeit (in der Regel 4 kV) annehmen, ohne dass bei Berührung ein Strom durch den Körper gegen Erde abfließen kann.

Trennstelltransformatoren sind als Ringkerntransformator ausgeführt, und mit einem verstellbaren Schleifer kann eine beliebige Ausgangswechselspannung von typisch 0 .. 300 V abgenommen werden. Neben der Funktion als Trenntransformator kann damit eine Unter- und Überspannungssituation für eine zu untersuchende Baugruppe vorgegeben werden. Gegenüber einem Netzsimulator kann die Kurvenform und Frequenz nicht beeinflusst werden.

In der Medizintechnik und zum erdfreien Betrieb von Messgeräten, deren Eingänge oder Ausgänge auf Gehäuse-/Schutzleiter-Potential bezogen sind, werden ebenfalls Trenntransformatoren eingesetzt.

Um den Schutz zu gewährleisten, darf keine elektrische Verbindung der Sekundärseite mit Erdpotential bzw. dem Schutzleiter betriebsmäßig vorhanden sein. Dadurch kann bei einem einpoligen, fehlerhaften Erdkontakt, beispielsweise über eine Person, die sich auf Erdpotential befindet und einen Leiter der Sekundärseite berührt, kein Stromfluss entstehen. Der Transformatorkern kann geerdet sein.

Beim Anschluss von zwei Geräten am Trenntransformator müssen die Gehäuse der Verbraucher miteinander auf ein erdfreies gleiches Potenzial geführt werden (erdfreier örtlicher Potentialausgleich). In Reparaturwerkstätten muss jedoch jedes Gerät an einen separaten Trenntransformator angeschlossen werden.

Paul B. Johnson junior

Paul Burney Johnson Jr. (* 23. Januar 1916 in Hattiesburg, Forrest County, Mississippi; † 14. Oktober 1985 ebenda) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1964 bis 1968 Gouverneur des Bundesstaates Mississippi.

Paul Johnson war der Sohn von Paul B. Johnson, der von 1940 bis 1943 Gouverneur von Mississippi gewesen war. Er besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat im Forrest County und studierte dann Jura an der University of Mississippi. Nach seiner im Jahr 1940 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann er in Jackson in seinem neuen Beruf zu arbeiten. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Soldat des US-Marine Corps im Südpazifik eingesetzt. Nach dem Krieg verlegte er seine Kanzlei von Jackson nach Hattiesburg.

Zwischen 1948 und 1951 war Johnson Bundesstaatsanwalt für den südlichen Teil von Mississippi. Neben seiner Anwaltstätigkeit war Johnson noch an vielen anderen Firmen im Forrest County beteiligt und wurde Mitglied der Demokratischen Partei. In den Jahren 1947, 1951 und 1955 bewarb er sich erfolglos um die Nominierung seiner Partei für das Amt des Gouverneurs. 1947 kandidierte er ebenfalls erfolglos um einen Sitz im US-Senat. Von 1960 bis 1964 war er als Vizegouverneur Stellvertreter von Gouverneur Ross Barnett. In diesem Amt war er an den Plänen zur Weiterentwicklung der Industrie seines Staates beteiligt. Damals war er gegen die Rassenintegration und unterstützte Gouverneur Barnett in dessen erfolglosem Bestreben, Afroamerikaner von der University of Mississippi fernzuhalten. Im Jahr 1963 wurde er zu Barnetts Nachfolger als Gouverneur gewählt. Im Wahlkampf vertrat er eine konservative Haltung, die die Rassentrennung unterstützte.

Paul Johnson trat sein neues Amt am 21. Januar 1964 an. Als Gouverneur änderte er seine Meinung bezüglich der Rassentrennung. Schon in seiner Antrittsrede schwor er seine Landsleute darauf ein, die unumgänglichen Änderungen zu akzeptieren und nicht an den Ideen der Vergangenheit festzuhalten

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. Schon bald wurden die für die Afroamerikaner diskriminierenden Wahlgesetze geändert. In Mississippi begann damit der zwar langsame, aber stete Weg zur Rassenintegration

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. In den vier Jahren seiner Gouverneurszeit blühte der Staat Mississippi wirtschaftlich auf. Erstmals waren mehr Menschen in der Industrie als in der Landwirtschaft beschäftigt. Auch die Werften des Staates erhielten lukrative Aufträge für den Schiffbau. Am Ende seiner Amtszeit konnte Gouverneur Johnson verkünden, dass unter seiner Führung über 38.000 Arbeitsstellen geschaffen und über 500 Firmen entweder neugegründet oder erweitert wurden. Gouverneur Johnson war auch Vorsitzender der Interstate Oil Compact Commission sowie Vorstandsmitglied der National Governors Association.

Nach Ablauf seiner Amtszeit am 21. Januar 1968 wurde Johnson wieder als Rechtsanwalt tätig. Er unterhielt sowohl in Jackson als auch in Hattiesburg Kanzleien. Seit Ende der 1970er Jahre kämpfte der frühere Gouverneur mit gesundheitlichen Problemen nach einem Schlaganfall. Er starb im Jahr 1985 und wurde in seiner Heimatstadt Hattiesburg beigesetzt. Mit seiner Frau Dorothy E. Power hatte Paul Johnson vier Kinder. Der Paul B. Johnson State Park in Hattiesburg ist nach ihm benannt.

Mississippi-Territorium (1798–1817):
Sargent | Claiborne | R. Williams | Holmes

Bundesstaat Mississippi (seit 1817):
Holmes | Poindexter | Leake | Brandon | Holmes | Brandon | Scott | Lynch | Runnels | Quitman | Lynch | McNutt | Tucker | Brown | Matthews | Quitman | Guion | J. Whitfield | Foote | Pettus | McRae | McWillie | Pettus | Clark | Sharkey | Humphreys | Ames | Alcorn | Powers | Ames | Stone | Lowry | Stone | McLaurin | Longino | Vardaman | Noel | Brewer | Bilbo | Russell | H. Whitfield | Murphree | Bilbo | Conner | White | Johnson Sr. | Murphree | Bailey | Wright | White | Coleman | Barnett | Johnson Jr. | J. Williams | Waller | Finch | Winter | Allain | Mabus | Fordice | Musgrove | Barbour | Bryant

Stewart | Patton | Dickson | Brandon | Scott | Winston | Powers | Davis | Stone | Sims | Shands | Evans | Jones | Harrison | Carter | Manship | Bilbo | Russell | Casteel | Murphree | Adams | Murphree | Snider | Murphree | Wright | Lumpkin | Gartin | Johnson | Gartin | Sullivan | Winter | Gandy | Dye | Briggs | Musgrove | Tuck | Bryant | Reeves

Mindflow

Mindflow ist eine Progressive-Metal-Band aus São Paulo, Brasilien.

Bereits ihr 2003 veröffentlichtes Album Just the Two of Us… Me and Them wurde zum bestverkauften Album ihres damaligen Plattenlabels Heavencross Records.

Mindflow spielte bereits mit vielen international bekannten Bands live, wie Adagio, Angra, Dr. Sin und Eric Singer.

Speziell ihr drittes Album Destructive Device, welches von Ben Grosse (Slipknot, Marilyn Manson, Disturbed, Breaking Benjamin und Sevendust) produziert wurde, ist in der Szene hoch beachtet und wird auf amerikanischen Progressive Rock Radiostationen häufig gespielt.

Mindlow spielen riffbetonten Progressive Rock mit Einflüssen elektronischer Musik. Beeinflusst wurde die Band hauptsächlich von Rush, Yes, Dream Theater, Pink Floyd und Megadeth.

Bekannt sind Mindflow für Ihre aufwändig gestalteten CD Covers , welche oft auch zusätzliche Medien wie Online-Spiele sowie Rätsel umfassen. So wird das Album Destructive Device in einem eigenen Umschlag ausgeliefert, welcher neben der CD auch einen Brief enthält, der neben einem neuerlichen Rätsel auch die Aufforderung enthält, Teil des „MindFlow Street Teams“ zu werden.

Bis auf das aktuelle Album kann man ältere Alben unter einer Creative Commons (Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3

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.0 Unported) Lizenz auf der Bandhomepage herunterladen.

Adolphe Jérôme Blanqui

Adolphe Jérôme Blanqui [aˈdɔlf ʒeˈʀoːm blɑ̃ˈki] (Blanqui l’aîné) (* 21. November 1798 in Nizza; †  28. Januar 1854 in Paris) war ein französischer Nationalökonom.

Er war Sohn des Konventsmitglieds Jean Dominique Blanqui und Bruder des Kommunisten Louis-Auguste Blanqui. Blanqui studierte in Paris Philologie und Nationalökonomie. Auf Empfehlung des Nationalökonomen Jean-Baptiste Say, dessen Richtung Blanqui angehörte, wurde er 1825 Professor an der Handelsschule zu Paris und 1830 Direktor derselben. 1833 wurde er zum Professor am Conservatoire National des Arts et Métiers, 1838 zum Mitglied der Akademie der Moralischen und Politischen Wissenschaften ernannt. Von derselben wurde er nach Korsika, 1839 nach Algerien entsandt, um die Bedürfnisse dieser Länder zu studieren, deren Zustände er mit Freimütigkeit beleuchtete. Die Ergebnisse seiner auf viele Länder Europas ausgedehnten Reisen verarbeitete Blanqui in mehreren Werken (Considérations sur l’état social des populations de la Turquie d’Europe, Paris 1843; deutsch, Magdeburg 1846, u. a.).

Sein Hauptwerk ist die Histoire de l’économie politique en Europe (Paris 1838, 2 Bde.; 4. Aufl. 1860; deutsch, Karlsruhe 1840–1841, ISBN 2-05-100192-8). Dass Blanqui nicht alle Anschauungen Says teilte, beweist seine Mitarbeiterschaft am Producteur mcm taschen sale, einer Zeitschrift der Saint-Simonisten, sodann seine Schrift über die Lage der arbeitenden Klassen: Des classes ouvrières en France pendant l’année 1848 (Paris 1849).

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen

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Briefmarke

Eine Briefmarke, früher amtlich Postwertzeichen, ist die Bestätigung eines postalischen Beförderungsunternehmens über die Zahlung des aufgedruckten Betrages. Sie wird meist in mehreren als Briefmarkenbogen auf Papier gedruckt, ist üblicherweise rechteckig und rückseitig mit einer Gummierung versehen. Beim Trennen aus dem perforierten Bogen entsteht die typische Zähnung an den Rändern. Bei der Inanspruchnahme der Beförderungsleistung oder einer anderen Leistung des Unternehmens, für die keine andere Zahlungsart zwingend vorgeschrieben ist, wird die Zahlung des Entgeltes/der Gebühr durch das Aufkleben der Briefmarke an der hierfür vorgesehenen Stelle nachgewiesen. Um eine erneute Benutzung zu verhindern, wird die Briefmarke regelmäßig mit einem Poststempel entwertet, wobei auch andere Entwertungsmethoden (etwa per Kugelschreiber) bis heute üblich sind.

Bevor die erste offizielle Briefmarke der Welt 1840 ausgegeben wurde, gab es zahlreiche Vorläufer. So schuf der Pächter der Pariser Stadtpost, Jean-Jacques Renouard de Villayer, bereits 1653 das Billet de port payé, einen briefmarkenähnlichen Gebührenstreifen aus Papier. Dieser Streifen musste in Ermangelung einer Klebefläche mit Klammer oder Faden am Brief befestigt werden. Erhalten gebliebene Exemplare dieser Billets sind gegenwärtig nicht bekannt.

Auch im Vereinigten Königreich gab es vergleichbare Vorläufer. Das ab 1680 von der London Penny Post der Kaufleute William Dockwra und Robert Murray entwickelte System eines Einheitspreises für Lokalpost mit Freimachung durch Stempel war so erfolgreich, dass der Duke of York sein Postmonopol in Gefahr sah. Auf seine Beschwerde hin musste die London Penny Post nach nur zwei Jahren ihr Geschäft aufgeben; sie wurde in die General Post Office eingegliedert. Einige Briefe mit den dreieckigen Stempeln (englisch triangular postmarks) der London Penny Post sind in Archiven erhalten, vier Exemplare sollen sich in privatem Besitz befinden.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in manchen Städten so genannte Stadtkuverts, die als Vorläufer gedruckter Briefmarken auf Umschlägen angesehen werden können. Im Königreich Sardinien gab es beispielsweise 1818 ein mit einem Stempel versehenes Postpapier (Carta postale bollata), wobei allerdings nicht die Beförderungsgebühr, sondern eine staatliche Steuer auf die Lizenzierung der als Ergänzung zur Staatspost privat betriebenen Postunternehmen bezahlt wurde, britischen Zeitungen beigelegte Rückantwortkarten waren um 1821 ebenfalls bereits frankiert. Als erste Ganzsachen gelten die 1838 im australischen Sydney ausgegebenen letter sheets.

Die Grundidee der Erfindung war, das Briefporto nicht mehr vom Empfänger einziehen zu lassen, sondern vom Absender. Damit war das erste „Prepaid-System“ (Vorauszahlung und anschließende Nutzung) geschaffen. Außerdem wurde damit eine Vereinfachung und Senkung des Briefportos verbunden, so dass ein Briefwechsel nicht mehr nur reichen Personen vorbehalten war.

Bereits 1836 machte der Slowene Laurenz Koschier aus Laibach der österreichischen Regierung den Vorschlag der Einführung von Briefmarken zur Vereinfachung des Postwesens. Der schottische Buchhändler James Chalmers reichte 1838 einen ähnlichen Vorschlag ein. Diesen Vorschlag hat Sir Rowland Hill, der von der britischen Regierung 1835 mit der Reformierung des Postwesens betraut wurde, wahrscheinlich aufgegriffen und in seine Postreform miteinbezogen. Er gilt damit als Urheber der Briefmarke.

Die erste aufklebbare Briefmarke wurde ab dem 1. Mai 1840 nach den Vorschlägen von Rowland Hill im Vereinigten Königreich herausgegeben und ab dem 6. Mai 1840 frankaturgültig (die erste Verwendung fand ein Exemplar allerdings schon am 2. Mai). Der Wert zu einem Penny wird in Sammlerkreisen als One Penny Black bezeichnet. Sie gilt als erste Briefmarke der Welt.

Rowland Hill war auch für das Motiv der ersten beiden Briefmarken verantwortlich. Für die Gestaltung wurden mehrere 1000 Entwürfe eingereicht, die ausnahmslos von ihm abgelehnt wurden. Die Zeichnung schaute sich Rowland Hill deshalb von einer Gedenkmünze aus dem Jahr 1837 ab, die ihm besonders gefiel. Der Wert zu einem Penny trägt das Porträt der Königin Victoria auf schwarzem Grund, der Wert zu zwei Pence auf blauem Grund. Der Stecher der ersten Briefmarken war Henry Corbald. Mit dem Druck wurde die Druckerei Perkins, Bacon Petch betraut.

Bereits kurz nach der Ausgabe der ersten beiden Briefmarken der Welt folgten andere Länder nach. 1841 und 1842 erschienen in den USA einige Lokalmarken. 1843 erschienen weitere Briefmarken in Brasilien (Ochsenaugen) und in den beiden Schweizer Kantonen Zürich (Zürich 4 und Zürich 6) und Genf (Doppelgenf). Die erste deutsche Briefmarke war der Schwarze Einser, der am 1. November 1849 zusammen mit zwei weiteren Marken zu 3 Kreuzer und 6 Kreuzer vom Königreich Bayern herausgegeben wurde. Von der Marke zu 3 Kreuzer ist ein bereits am 31. Oktober verwendetes Exemplar auf einem Brief aus Deggendorf bekannt. 1850 folgten die deutschen Staaten Hannover, Preußen, Sachsen und die dänisch-deutschen Herzogtümer Schleswig und Holstein und 1851 Baden. Die ersten österreichischen Briefmarken wurden am 1. Juni 1850 herausgegeben. Sie hatten auch für Liechtenstein Gültigkeit, in dem die Post bis 1920 von Österreich betrieben wurde.

Bald entstanden neue Briefmarkenarten, wie beispielsweise in Österreich 1851 die ersten Zeitungsmarken der Welt. Als die erste Sondermarke der Welt wird meist eine im April 1871 anlässlich der Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke in Peru verausgabte Briefmarke angesehen, aber nicht alle Historiker unterstützen diese Ansicht. Dennoch wurde immer mehr die Werbewirksamkeit von Briefmarken erkannt.

Siehe auch: Liste der Briefmarkenerstausgaben

Die erste nennenswerte Veränderung erfuhren Briefmarken in den 1850er Jahren, als man in Großbritannien erstmals versuchsweise 1850 und endgültig ab 1854 dazu überging, die Briefmarken auf den Bögen durch Perforierungen voneinander zu trennen, um damit das Abtrennen wesentlich zu vereinfachen. Dadurch entsteht der typische Zahnrand von Briefmarken. Zuvor musste zum Trennen eine Schere benutzt werden.

Die Briefmarke hieß früher offiziell Postwertzeichen. Dieses Wort entstammt dem „hoheitlichen“ Wortschatz und lässt den geschichtlichen Hintergrund der Briefmarke in rechtlicher Sicht gut erkennen. Da sich alle Postverwaltungen in staatlicher Hand befanden oder auf einem staatlich verliehenen Monopol (teilweise mit anderen Namen, etwa bei Thurn und Taxis) beruhten, war man im öffentlichen Recht tätig. So regelte bei der Deutschen Bundespost bis zur Privatisierung die Postordnung als Rechtsverordnung das Verhältnis zwischen der Post und dem Postbenutzer („Postbenutzungsverhältnis“). Aus diesem Umstand resultiert auch die – noch – bestehende Besonderheit, dass die für die Beförderung verlangten mittlerweile privatrechtlichen Entgelte von der Umsatzsteuer (besser bekannt als Mehrwertsteuer) befreit sind.

Das Entgelt für die Briefbeförderung war zuvor eine öffentlich-rechtliche Gebühr. Mit der Benutzung der Briefmarke wies man durch Aufkleben nach, dass die vorgeschriebene Verwaltungsgebühr für die staatliche Beförderung bezahlt worden war. Als hoheitliche Gebührenmarken fielen die Briefmarken nicht unter das privatrechtliche Wertzeichenrecht gem. § 807 BGB.

Strafrechtlich wurde die Briefmarke von 1871 an im Reichs-Strafgesetzbuch als Urkunde verstanden und ihre Fälschung als Urkundenfälschung bestraft (§ 275 RStGB). In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Briefmarke nicht mehr als Urkunde, sondern als geldähnliches „amtliches Wertzeichen“ eingestuft. Mit der Großen Strafrechtsreform 1975 wurde ihre Fälschung neu unter „Geld- und Wertzeichenfälschung“ geregelt (§§ 148, 149 StGB).

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 waren Briefmarken eindeutig hoheitliche Wertzeichen. Da sie grundsätzlich auch als Geldersatz genutzt werden konnten, bestand die Deutsche Bundesbank zunächst darauf, dass Briefmarken nur eine begrenzte Gültigkeit haben dürfen, um den Geldumlauf kontrollieren zu können. Erst langsam wurde dieser Vorbehalt gelockert, und die erste Briefmarkenserie mit unbegrenzter Gültigkeit erschien 1964, während erst ab 1969 alle Briefmarken grundsätzlich unbefristet gültig blieben. Die Deutsche Reichspost hatte bereits infolge der Gründung des Europäischen Post- und Fernmeldevereins die zu diesem Zeitpunkt noch gültigen Freimarken sowie alle seit 16. Juni 1942 bis Kriegsende erschienenen Marken mit unbefristeter Gültigkeit ausgestattet. Dies wurde nach der Kapitulation obsolet. Auch in der DDR waren Briefmarken zunächst mit einer befristeten Geltungsdauer versehen. Diese Befristung wurde im Jahr 1965 rückwirkend zum 1. Januar 1964 aufgehoben, sodass alle ab 1964 erschienenen Marken unbefristet gültig blieben. Der Charakter der Briefmarken in der DDR war dem in der Bundesrepublik vergleichbar.

Zum 1. Januar 1995 wurde die staatliche Deutsche Bundespost privatisiert, das heißt, sie wurde als Staatsinstitution aufgelöst und als „Deutsche Post Aktiengesellschaft“ neu aufgestellt. Als privatwirtschaftliches Unternehmen ist sie nicht mehr im öffentlichen Recht tätig. Sie erbringt privatrechtliche „Dienstleistungen“ gegen „Leistungsentgelt“. Die früheren Post-„Benutzer“ sind nun rechtlich Post-„Kunden“. Sie schließen mit der Deutschen Post AG seitdem bürgerlich-rechtliche, etwa Kauf-, Werk- und andere Verträge ab. Auch der Erwerb einer Briefmarke ist nun ein normaler privatrechtlicher Kaufvertrag.

Der neuen Deutschen Post AG wurde das Recht zur Ausgabe eigener Briefmarken nicht mehr eingeräumt. Stattdessen wurde sie gesetzlich verpflichtet, die von ihr benötigten Briefmarken vom Staat (also der Bundesrepublik Deutschland) zu beziehen. Die heutigen Briefmarken werden nach Weisung des Bundesministeriums der Finanzen hergestellt und an die Deutsche Post AG ausgeliefert.

Der Rechtscharakter der deutschen Briefmarken war lange Zeit unklar, die Rechtsliteratur in Deutschland zum zivilrechtlichen Rechtscharakter von Briefmarken ist uneinheitlich. Erst das grundlegende Urteil des BGH vom 11. Oktober 2005 hat für Klarheit gesorgt. Demzufolge sind Briefmarken „kleine Inhaberpapiere“ im Sinne des BGB. Um „kleine Inhaberpapiere“ handelt es sich immer dann, wenn der Aussteller des Papiers sich durch Leistung an den Inhaber befreien kann, der Inhaber die versprochene Leistung zu fordern berechtigt ist und der Besitz der Urkunde zur Geltendmachung des Rechts erforderlich ist. Danach ergebe sich aus der allgemeinen Verkehrssitte bei Inhaberzeichen, dass die Briefmarke einen Anspruch auf Beförderung einer Postsendung in dem Umfang verkörpert, der dem aufgedruckten Wert entspricht. Die Post will die Beförderungsleistung gegenüber jedermann mit schuldbefreiender Wirkung erbringen, der gültige Briefmarken in Höhe des vorgesehenen Leistungsentgelts auf die jeweilige Postsendung klebt. In diesem Zeitpunkt dient die Briefmarke nur noch der Kontrolle, ob das für die konkrete Postsendung vereinbarte Leistungsentgelt im Voraus geleistet worden ist. Der Besitz der Briefmarke ist zur Geltendmachung des Beförderungsanspruchs erforderlich, sodass bei Verlust der Briefmarke keine Leistung von der Post verlangt werden kann. Die Schutzfunktion des BGB (Herausgabe des Inhaberpapiers an den Aussteller) wird durch die Entwertung der Briefmarke mittels Stempel erreicht.

Strafrechtlich fällt ihre Fälschung danach nicht mehr unter die „Geld- und Wertzeichenfälschung“ nach §§ 146 ff. StGB, sondern ist einfache Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB. Briefmarken sind damit strafrechtlich mit den Privatmarken der anderen Postunternehmen gleichgestellt. Weitere Privatmarken werden mit dem Ende des so genannten „Briefmonopols“ der Deutschen Post AG am 1. Januar 2008 vermehrt herausgegeben.

Briefmarken sind in Deutschland umsatzsteuerfrei, sofern es sich derzeit noch um Briefmarken der Deutschen Post AG handelt. Dies wurde in der Vergangenheit damit begründet, dass die Post eine bis 31. Dezember 2007 befristete Exklusivlizenz für Briefe unter 50 Gramm besaß und somit als einziges Unternehmen einen flächendeckenden Universaldienst anbieten musste. Nach dem Auslaufen der Exklusivlizenz und dem damit verbundenen Fall des Briefmonopols in Deutschland sind diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben, trotzdem wurde das Steuerprivileg der Post bis 30. Juni 2010 beibehalten. Am 1. Juli 2010 fiel dieses im Geschäftsbereich, während gleichzeitig die Post-Konkurrenten im Privatkundenbereich von der Umsatzsteuer befreit werden, sofern sie ihre Dienste flächendeckend anbieten.

Seit September 2008 kann das Briefporto bei der Deutschen Post AG auch über neue Vertriebswege erworben und beglichen werden. Beim sogenannten Handyporto wird nach Auftrag über das Mobiltelefon per SMS ein Zahlencode übermittelt, der anstelle der Briefmarke von Hand auf der Sendung einzutragen ist. Hingegen wird die sogenannte Internetmarke vom Kunden über das Internet erworben, elektronisch bezahlt, als maschinenlesbarer Barcode vom Kunden ausgedruckt und auf die Sendung geklebt bzw. direkt auf den Briefumschlag gedruckt. Das Verfahren ähnelt dem Stampit-Dienst. Während bei der Internetmarke nur der übliche Portobetrag zu begleichen ist, kostet das Handyporto einen Aufpreis. Es muss angemerkt werden, dass beide keine Briefmarke im eigentlichen Sinn mehr sind, weil ihnen der Charakter der Gleichmäßigkeit – identische Stücke werden in größerer Auflage hergestellt – fehlt.

Durch die rasend schnelle Ausbreitung der Briefmarke breitete sich auch die Philatelie immer mehr aus. Der Begriff Philatelist wurde im Jahre 1864 von dem französischen Sammler Georges Herpin geprägt. Er bedeutet übersetzt aus dem Griechischen „Freund dessen, was frei von Abgaben ist“. Obwohl dieses Wort die Sammelleidenschaft der Philatelisten nur denkbar schlecht beschreibt, setzte es sich in fast allen Sprachen durch.

Briefmarken sind heutzutage als Sammelobjekte weit verbreitet. Zunächst sammelte man nur aus Spaß die kleinen Postwertzeichen aus der Tagespost und verwendete sie beispielsweise zum Bekleben von Lampenschirmen, was die Sammelobjekte fast immer zerstörte. Erst langsam begannen sich einige Leute mit den Briefmarken genauer zu befassen. Für den damaligen Sammler war es selbstverständlich und auch möglich, so genannte Generalsammlungen anzulegen. Dies bedeutet, dass der Philatelist alle Briefmarken der Welt in seine Sammlung aufnahm. Dies wäre heutzutage bei der Masse der verschiedenen Briefmarkenausgaben undenkbar.

Mit der Zeit entstanden zahlreiche Hilfsmittel für den Philatelisten. Im Jahre 1860 erschienen die ersten Briefmarkenalben. Bereits ein Jahr später, 1861, entstanden die ersten Vorläufer der heutigen Briefmarkenkataloge. Im Jahr 1862 kam es zur Ausgabe der ersten philatelistischen Fachzeitschriften. Es handelt sich dabei um The Monthly Advertiser, der im Geburtsland der Briefmarke erstmals am 15. Dezember 1862 erschien. Die Briefmarkenzeitschriften förderten vor allem den Tausch von Briefmarken zwischen den Philatelisten. Außerdem berichteten sie über die Neuausgaben der ganzen Welt und informierten die Sammler über alles Wissenswerte der Philatelie.

Neben den neuen Hilfsmitteln für den Philatelisten entstanden immer mehr Briefmarkenvereine und Veranstaltungen speziell für den Philatelisten. Bereits aus dem Jahre 1856 sind Treffen von Philatelisten in den USA bekannt. Im Jahre 1866 kam es dort zur Gründung der Excelsior Stamp Association, des ersten Briefmarkenvereins der Welt.

Die steigende Zahl philatelistischer Vereine führte zu zahlreichen Zusammenschlüssen. In Deutschland ist dies heute der Bund Deutscher Philatelisten, in Österreich der Verband Österreichischer Philatelistenvereine.

Die rasche Ausbreitung der Briefmarke hatte nicht nur positive Begleiterscheinungen. Immer mehr Fälscher erkannten das lukrative Geschäft von Briefmarkenfälschungen, den so genannten Postfälschungen.

Bereits kurz nach der Einführung der ersten Briefmarke am 6. Mai 1840 in Großbritannien tauchten die ersten Ganzfälschungen von Briefmarken auf. Neben diesen Ganzfälschungen gab es jedoch auch zahlreiche Teilfälschungen von postgültigen Briefmarken. Dies bedeutet, dass nur Teile einer echten Briefmarke verändert wurden, um deren Postwert zu erhöhen. Zu ihnen gehören beispielsweise die Farbänderung durch chemische Mittel sowie die Manipulation der Wertziffern, um Briefmarken mit höheren Nominalwerten zu imitieren.

Auch bereits gebrauchte Briefmarken wurden oft nochmals verwendet, indem aus zwei (oder mehreren) gebrauchten Stücken in mühevoller Handarbeit eine ungebrauchte Briefmarke zusammengebastelt wurde. Den Federzug oder den Poststempel versuchte man durch chemische Mittel zu entfernen. Außerdem konnten Briefmarken, von denen nur ein kleiner Teil mit einem Poststempel versehen war, gemeinsam mit einer Originalmarke verwendet werden, die genau diesen Teil verdeckt.

Schon früh trafen Postverwaltungen verschiedene Schutzvorkehrungen, um ihre Briefmarken vor Fälschungen zu schützen. Die älteste Schutzmaßnahme gegen Postfälschungen ist das Wasserzeichen. Es kam bereits auf Anraten Rowland Hills bei den ersten Briefmarken der Welt zur Anwendung.

Manche Länder verwendeten ein Faserpapier für ihre Briefmarken. Bei dieser besonderen Papierart wurden dem Papierbrei (oft verschiedenfarbige) Seidenfadenflocken hinzugefügt, die später im Papier sichtbar wurden. Bei manchen Briefmarkenausgaben wurde in die noch nasse Papiermasse ein farbiger Seidenfaden eingebettet. Diese Schutzmaßnahmen findet man beispielsweise bei den Briefmarkenausgaben der deutschen Staaten Bayern und Württemberg sowie in der Schweiz. Farbiges Papier sollte ebenfalls das Fälschen erschweren. Ist das Papier nur vorderseitig gefärbt, spricht man von gefärbtem Papier. Diese Schutzmaßnahme ist beispielsweise bei den ersten Briefmarken Bayerns zu finden.

In Österreich wurde das Briefmarkenpapier mit glänzenden Lackstreifen versehen. Dies sollte das Entfernen von Poststempeln, um die Briefmarken erneut verwenden zu können, stark erschweren. Die Lackstreifen lösten sich teilweise mit dem Markenbild im Wasser (oder anderen Flüssigkeiten) auf.

Zur Zeit der Jahrhundertwende um 1900, kurz vor dem Ersten Weltkrieg, erreichte die Verbreitung der Briefmarke ihren Höhepunkt. Der Brief war dank des stetigen Ausbaus der Eisenbahn zum wichtigsten Kommunikationsmittel geworden. Die Auflagenzahlen schossen in die Höhe. Die wichtigsten österreichischen Briefmarkenwerte zu fünf und zehn Heller aus dem Jahre 1908 hatten beispielsweise eine Auflagezahl von je über drei Milliarden (3.000.000.000) Stück. Diese Briefmarken konnten allerdings nur im österreichischen Teil des Kaiserreichs Österreich-Ungarn verwendet werden, da Ungarn seit dem Ausgleich 1867 eigene Briefmarken ausgab.

Mit der Zeit entwickelte sich eine eigene Briefmarkensprache. Durch die Stellung der Briefmarke(n) auf dem Brief, beispielsweise verkehrt herum aufgeklebt und nach rechts geneigt, konnte man dem Briefempfänger geheime Botschaften, wie „Auf ewig dein“, überbringen. Mit der Zeit verschwand diese Form der geheimen Kommunikation jedoch wieder.

Während des Ersten Weltkrieges entdeckte man die Briefmarke als Propagandamittel. Man unterscheidet zwei verschiedene Arten der Briefmarkenfälschungen kriegführender Staaten, die zur Schädigung des Feindes hergestellt werden. Bei Spionagefälschungen handelt es sich um möglichst genaue Imitation der gegnerischen Freimarken, die dazu verwendet werden, Propagandamaterial über Mittelsmänner durch die feindliche Post zustellen zu lassen. Sie werden deswegen Kriegspostfälschungen genannt (→ Postfälschung). Ein Kauf von einer großen Menge von Briefmarken von Privatpersonen wäre, vor allem während eines Krieges, dem Feind sofort aufgefallen. Bei Propagandafälschungen handelt es sich um die Fälschung der gegnerischen Briefmarken, wobei der Bildinhalt zu Propagandazwecken verändert wird (z. B. Inschrift „Deutsches Reich“ → „Futsches Reich“).

Vor allem während des Zweiten Weltkrieges fand diese Art der Briefmarkenfälschung eine große Verbreitung. Während des Kalten Krieges wurden ebenfalls noch Propaganda- und Kriegspostfälschungen hergestellt.

Dass Briefmarken ein Propagandamittel sind, wurde nicht nur von den jeweiligen Feinden eines Landes erkannt. Vor allem diktatorische Staaten wie das nationalsozialistische Deutsche Reich nutzten Briefmarkenmotive für ihre eigene Propaganda. Der Personenkult um Adolf Hitler wurde durch hohe Auflagen entsprechender Marken unterstützt. Vergleichbares findet man in Nordkorea um Kim Il-sung, in der ehemaligen Sowjetunion um Josef Stalin oder in Rumänien um Nicolae Ceaușescu. Personen mit Symbolfunktionen kommen aber auch außerhalb eines ausgeprägten Personenkults auf Briefmarken vor, wie z. B. Königin Elisabeth II. von Großbritannien, der Gründervater George Washington der USA oder der Philosoph Karl Marx, der eine wichtige Rolle unter anderem für das politische Selbstverständnis der DDR hatte. Die Sowjetunion räumte Motiven aus der Raumfahrt breiten Raum ein, da diese Briefmarken die technologische Überlegenheit und den damit verbundenen Führungsanspruch des Landes propagieren sollten. Im sogenannten Postkrieg waren Briefmarken mit propagandistisch empfundenem Inhalt mehrfach Beanstandungen durch andere Länder ausgesetzt.

Seit zu Beginn des 20. Jahrhunderts Frankiermaschinen aufkamen, wurde den Briefmarken immer wieder ein rasches Ende vorausgesagt. Dennoch bleiben Briefmarken auch heute noch mindestens für Privatpersonen die bequemste Art, Postsendungen freizumachen. Jährlich werden weltweit mehrere Milliarden Marken verbraucht. Der Verbrauch hängt stark von den Zahlungsgewohnheiten der Leute ab: In Ländern wie den USA, in welchen es üblich ist, die monatlichen Rechnungen durch das Versenden von Schecks zu bezahlen, ist der Verbrauch ungleich höher als in Ländern, in denen die Bezahlung der Rechnungen durch Überweisung üblich ist.

Nach Schätzungen des Bund Deutscher Philatelisten tragen heute nur noch etwa 5 % der in Deutschland beförderten Briefe ein Postwertzeichen. Da der Verkauf von Briefmarken an Sammler für die Postverwaltungen ein gutes Geschäft ist, werden viele Sondermarken hauptsächlich für Sammler produziert und die Postverwaltungen bemühen sich bei der Themengestaltung um populäre Themen wie „Fußball-WM“ oder „Oldtimer“. Einige Kleinststaaten gar produzieren Briefmarken hauptsächlich nicht zur eigentlichen Verwendung, sondern um mit ihrem Verkauf an Sammler einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Staatshaushalt zu erwirtschaften (z. B. der Vatikanstaat, Liechtenstein, San Marino oder einige sehr arme Staaten der Dritten Welt).

In vielen Ländern gibt es seit einigen Jahren Briefmarken, bei denen statt eines konkreten Wertes ein Buchstabe als Wertangabe aufgedruckt wird. Dabei gibt es zwei Systeme: Meist kennzeichnet der Buchstabe eine bestimmte Versendungsart, z. B. Inlandsbrief. Die Marken bleiben dann bei Preissteigerungen unabhängig vom ehemaligen Kaufpreis für diese Aufgabe gültig. Dieses Phänomen gibt es auch in Staaten mit einer hohen Inflationsrate, um bei steigender Geldentwertung nicht immer neue Marken drucken zu müssen. Gerade bei den ersten Marken mit Buchstaben in den USA kennzeichnet der Buchstabe lediglich einen bestimmten Wert, bei einer Preissteigerung musste also die Differenz ergänzt werden (z. B. 1991 bei der Steigerung von 25c=E auf 29c=F mit einer speziellen Ergänzungsmarke).

Von 2001 bis 2011 war es in Deutschland möglich, Postwertzeichen mit der Frankiersoftware Stampit aus dem Internet auszudrucken. Durch die Postreform mit der einhergehenden Aufweichung des Briefmonopols ist es auch für private Unternehmen möglich, Briefmarken herauszugeben.

Im Jahre 2003 führten die niederländische und die finnische Post (letztere zunächst nur für Firmenkunden) erstmals Briefmarken ein, die von den Kunden selbst gestaltet werden können. Dabei wird ein Foto, eine Grafik oder ein Logo in einen vorgegebenen Rahmen gedruckt. In Österreich kann man ebenfalls seit 2003 mit einer Mindestauflage von zunächst 200, seit 2005 von nur noch 100 Stück seine eigenen Briefmarken drucken lassen. Mittlerweile ist in den USA ein vergleichbares Programm verfügbar, hier beträgt die Mindestauflage sogar nur 20 Stück.

In Deutschland bietet die Deutsche Post seit dem 1. Februar 2008 ihren Kunden mit dem Service „Plusbrief individuell“ die Möglichkeit, ihre Privat- oder Geschäftspost mit einer eigenen Briefmarke zu frankieren, ab einer Mindeststückzahl von 20 Stück für z. Zt. 32,33 Euro. Über das Internetportal kann man ein eigenes Motiv hochladen und die fertigen Kuverts werden einem nach Hause geschickt.

Seit 2009 sind in Deutschland auch individuell gestaltete Briefmarken erhältlich. Diese können über das Programm „Marke Individuell“ der Deutschen Post bestellt werden. Hier können sowohl von Firmen als auch von Privatpersonen eigene Motive eingereicht werden, welche nach Freigabe sowohl auf Bogen als auch auf Rolle produziert werden. Derzeit werden über dieses Programm ausschließlich selbstklebende Marken in Auflagen von 20 bis 10000 Stück hergestellt. In besonderen Fällen kann ein Praxistest erforderlich sein, welcher mit mindestens 150 frankierten Briefen in einem Briefzentrum durchgeführt wird. Der erfolgreiche Abschluss wird durch eine Zertifizierung bestätigt.

Ein weiterer, neuer Online-Service zum Kauf von Brief- und Paketmarken ist die Internetmarke. Hier gibt es keine Mindeststückzahl, Briefmarken können mit vielen Motiven aus einer Bildergalerie persönlich gestaltet und sofort ausgedruckt werden.

Die Schweiz gab am 6. September 2005 weltweit erstmals vier Briefmarken heraus, die Fotos zeigen, die mit Mobiltelefonen aufgenommen wurden. Diese Fotos konnten von der gesamten Bevölkerung per MMS eingereicht werden. Per 2013 wurde die SMS-Briefmarke eingeführt.

Österreich führte 1988 erstmals Briefmarken mit aufgedruckter Hologrammfolie ein. Diese Gestaltungsform ist aufgrund des technischen Herstellungsaufwandes eine Randerscheinung, die für hohe Nominale und besondere Anlässe verwendet wird. Weltweit sind seit 1988 etwa 120 verschiedene Ausgaben erschienen, die ein eigenes Sammelgebiet darstellen.

Ebenfalls in Österreich wurde zur UEFA EURO 2008 erstmals eine neue Art Briefmarke mit Wackelbild herausgebracht. Sie zeigt den 6-sekündigen Torschuss von Andreas Herzog im Jahr 1997. Das Bild auf der Marke wird somit zum Kurzfilm. Der Preis liegt aufgrund der hohen Herstellungskosten bei 5,45 €.

Am 2. Januar 2010 hat die Deutsche Post mit den Wohlfahrtsmarken „Obst“ erstmals in Deutschland sogenannte Duftmarken ausgegeben, die beim Reiben über die Briefmarke den Geruch der abgebildeten Frucht freisetzen. Bereits 1973 hatte das Königreich Bhutan einen Sondermarkensatz herausgegeben, der mit duftenden Farben bedruckt war und anlässlich der 400-Jahre-Feier der Schokoladenhersteller in Bayonne erschienen in Frankreich am 23. Mai 2009 Briefmarken mit Schokoladenduft, was durch in der Druckerfarbe inkorporierte Mikrokapseln erreicht wurde.

Die ursprüngliche Form der Briefmarke war rechteckig, wobei stehende Rechtecke häufiger als liegende waren. Rechteckige Briefmarken ergeben eine ideale Anordnung auf dem Bogen. Quadratische Briefmarken als Sonderform des Rechtecks sind eher selten zu finden. Von der ungarischen Post wurden häufig auf der Spitze stehende quadratische Briefmarken herausgegeben. Neben den klassischen Vierecken tauchen schon früh Briefmarken in Dreiecksform auf; die bekanntesten Vertreter dieser Gattung stammen vom Kap der Guten Hoffnung.

Von zahlreichen Ländern wurden in den letzten Jahrzehnten Briefmarken in verschiedensten Formen ausgegeben, wobei runde Marken – etwa bei Marken mit Fußballmotiven – vergleichsweise häufig vertreten sind. Sie sind jedoch schwieriger zu zähnen und aus dem Bogen zu trennen als Rechtecke oder Dreiecke und werden daher meist im Rahmen eines Briefmarkenblocks ausgegeben. Sierra Leone und die Tonga-Inseln sind unter Sammlern bekannt für ihre speziellen Briefmarkenformen, die unter anderem die Form von Wappen, Obst, Vögeln, Landkarten, Pergamentrollen oder Kokosnüssen haben. La Poste in Frankreich gab bereits mehrere Marken in Herzform heraus.

Beliebt sind auch Zusammenstellungen von Marken in Blockform und in Markenheftchen.

Markenblock (Olympische Spiele in München)

Erste runde deutsche Briefmarke (zum 100. Geburtstag des DFB)

Dreiecksmarke vom Kap der Guten Hoffnung

Die Zähnung ist heute die modernste Art der Perforation von Briefmarken. In den ersten Jahren ihrer Geschichte wurde sie manchmal noch schlecht ausgeführt. Heute ist sie jedoch in der ganzen Welt verbreitet und zu einer charakteristischen Eigenschaft der Briefmarke geworden. Die ersten Briefmarken der Welt hatten noch gar keine Zähnung. Der Postbeamte musste sie noch mit einer Schere aus dem Bogen schneiden.

Der Brite Henry Archer dachte jedoch über eine bessere Trennungsmöglichkeit als die Schere nach. Zunächst konstruierte er eine Durchstichmaschine. Diese funktionierte durch die Verwendung von kleinen Messern, die eng nebeneinander angeordnet waren und in das Briefmarkenpapier zwischen den Marken in regelmäßigen Abständen kleine Schnitte ritzte. Die ersten durchstochenen Briefmarken der Welt erschienen 1848 versuchsweise an den Postschaltern.

Henry Archer war jedoch noch nicht vollends mit seiner Maschine zufrieden. Er verbesserte sie immer mehr und ersetzte die feinen Messer bald durch Lochstifte. Dieses neue System der Briefmarkentrennung fand bald auch bei den Postbeamten großen Anklang. Nachdem die ersten gezähnten Briefmarken in Großbritannien ausgegeben wurden, folgten zahlreiche andere Postverwaltungen mit dieser Innovation nach.

Viele Länder gehen immer mehr von der herkömmlichen Anordnung der Briefmarken im Bogen zu Rollenmarken über. Bei ihnen muss eine seitliche Zähnung nicht zwingend vorhanden sein.

Die Gummierung wird rückseitig auf die Briefmarken aufgetragen, damit die Marke durch Anfeuchten der Schicht auf einen Brief geklebt werden kann. Aus technischen Gründen wird die Gummierung heute im Allgemeinen vor dem Druck der Briefmarken auf den leeren Bogen aufgetragen; dies erfolgt im Normalfall maschinell. In der Anfangszeit wurden die Briefmarken dagegen oftmals erst nach dem Druck gummiert. Solange dafür keine Maschinen eingesetzt wurden, geschah dies per Hand mit einem Pinsel.

Hauptbestandteile der Gummierung sind heutzutage vor allem Kunststoffe. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Polyvinylalkohol (PVA), ein synthetisches Polymer auf Kohlenstoffbasis. Zunächst wurden vor allem tierische Leime verwendet, etwas später auch pflanzliche Stoffe, wie Dextrin oder Gummi arabicum.

Manche Postverwaltungen experimentieren mit Briefmarken auf selbstklebender Kunststofffolie. In den USA z. B. werden heute bereits ausschließlich selbstklebende Marken ausgegeben. In den meisten anderen Ländern wird jedoch die Gummierung verwendet. Es gab auch zahlreiche Bemühungen, den Geschmack der Gummierung zu verbessern. Die Deutsche Bundespost experimentierte mehrfach, beispielsweise in den Jahren 1955 und 1956 sowie Anfang der 1980er Jahre mit einer Gummierung mit Pfefferminzgeschmack, später wurde auch die Geschmacksrichtung Waldmeister erprobt. Mittlerweile erfolgt die Gummierung regelmäßig mit einer Mischung, die weniger feuchtigkeitssaugend ist und damit das Verkleben und Welligwerden des Papiers vermindert.

Das häufigste Material, auf welches Briefmarken gedruckt werden, ist ein speziell für den Druck von Briefmarken hergestelltes Papier. Dieses Briefmarkenpapier muss qualitativ sehr hochwertig sein, da es den drucktechnischen Anforderungen entsprechen muss, sicher gegenüber Fälschungen sein muss, sowie bei den einzelnen Auflagen nicht voneinander unterscheidbar sein soll. Dies ist vor allem in Krisenzeiten nicht immer möglich.

Heutzutage wird meistens Briefmarkenpapier mit Lumineszenzkörper verwendet. Man unterscheidet fluoreszierende, phosphoreszierende sowie Briefmarkenpapiere mit optischem Aufheller. Die Lumineszenzkörper dienen als Schutz vor Fälschungen sowie zur Aufhellung des Briefmarkenpapiers und werden von automatischen Stempelmaschinen als Erkennungszeichen für die Position der zu stempelnden Briefmarke verwendet, gleichzeitig ist so die richtige Lage der Briefe für maschinelle oder manuelle Anschriftenlesung und Codierung gewährleistet. Phosphoreszenz (Nachleuchten bei Dunkelheit) ist relativ selten, aber zum Beispiel bei finnischen Briefmarken die Regel. Der derzeitige Briefmarkenpapierbedarf liegt in Deutschland bei etwa 25 Tonnen pro Tag.

Von einigen Postverwaltungen werden jedoch manchmal andere Materialien wie Holz oder Stoff verwendet

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. Diese beiden Beispiele wurden von der Schweizer Post verausgabt und dienen ausschließlich dem Verkauf an Sammler. Bhutan, das seit 1955 eigene Briefmarken herausgibt, präsentierte gar Briefmarken in Form von echten, 68 bis 100 mm großen, einseitig abspielbaren Schallplatten. Die DDR emittierte 1963 einen Block auf Dederongewebe. Das Königreich Burundi gab zum dritten Jahrestag seiner Unabhängigkeit verschiedene Briefmarken auf Goldfolie aus. Die Deutsche Bundespost gab in ihrer Reihe der Wohlfahrtsmarken, 1999 zwei Briefmarken mit aufgeklebter Hologrammfolie heraus. 2003 kam in Italien eine Briefmarke auf Jeansstoff gedruckt heraus, 2004 brachte die Schweizer Post eine Briefmarke auf Holz heraus. Auch gestickte Briefmarken wurden seit den frühen 2000er Jahren von der Italienischen, der Schweizer und der Österreichischen Post produziert. Österreich gab 2008 zwei Briefmarken mit besonderen Materialien heraus, zur Fußball-Europameisterschaft 2008 eine runde Briefmarke aus dem Kunstleder, aus dem auch die Fußbälle hergestellt wurden und eine große Marke aus Kunststoff mit 3-D-Abbildung der Venus von Willendorf. In der Sowjetunion wurden zwei Briefmarken mit Raumfahrtmotiven aus dem Jahr 1965 auf Aluminium gedruckt. Das Briefmarkenpapier blieb jedoch bis heute das einzig sinnvolle Material für Briefmarken.

Die Motive von Briefmarken sind eine willkommene Möglichkeit zur Selbstdarstellung der Länder, die diese ausgeben. Deshalb trägt die Briefmarke neben dem Wert und der Herkunftsbezeichnung zumeist auch ein künstlerisches Motiv. Die in frühen Jahren häufig verwandten Bildnisse von Monarchen werden zunehmend durch interessante Darstellungen aus den Bereichen Kultur, Flora und Fauna, Technik, Sport, Bauwerke, Kunst sowie wichtiger Persönlichkeiten und aktueller Ereignisse abgelöst.

In Deutschland werden Postwertzeichen durch das Bundesministerium der Finanzen unter Mitwirkung eines Kunst- und eines Programmbeirates für die Deutsche Post AG herausgegeben. Der vom Künstler eingereichte Entwurf muss in sechsfacher Vergrößerung erstellt sein, damit Details genauer erkennbar sind.

Da es sich bei Briefmarken nicht um amtliche Werke handelt, unterliegen sie dem Urheberrechtsschutz. Ihr Urheberrecht liegt bei der jeweiligen Postverwaltung. Eine Abbildung der betroffenen Briefmarken ist meist trotzdem möglich. Handelt es sich dabei allerdings nicht um die Abbildung der ganzen Briefmarke als solcher, sondern vordergründig um die Abbildung des Motivs oder bestimmter Teile des Motivs, so könnte in diesem Falle das Urheberrecht des Entwerfers des Briefmarkenmotivs tangiert sein.

Das Abbilden von Briefmarken in Büchern oder auf Internetseiten tolerieren die einzelnen Postverwaltungen der Welt in unterschiedlichem Maß. Während die Postverwaltung der Färöer beispielsweise eine unveränderte Abbildung ihrer Briefmarken erlaubt, ist eine Abbildung bei deutschen Briefmarken nur unter bestimmten Einschränkungen zulässig. So muss die abgebildete Briefmarke entweder mindestens 25 % größer oder 10 % kleiner als das Original sein oder einen Abdruck eines schrägen schwarzen Balkens über eine ihrer Ecken tragen. Die zuletzt genannte Methode wird von den meisten Postverwaltungen der Welt anerkannt.

Beim Druck der Briefmarke wird vor allem auf eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Entwürfe geachtet. Heutzutage kommen dabei zahlreiche verschiedene Drucktechniken zur Verwendung. Oft werden kombinierte Druckverfahren verwendet.

Der Druck erfolgte früher mit Druckerpressen unter hohem Druck, dabei konnte es zu Brüchen des Papiers um das Druckbild kommen. Der Philatelist spricht dann vom sogenannten Bayernbruch.

Am 9. September 2004 gab die Deutsche Post eine Sondermarke zum 50-jährigen Jubiläum des Bundessozialgerichtes heraus, die in aufwändigem Prägedruck hergestellt wurde. Am 2. März 2006 folgte eine Marke, die erstmals einen für Blinde geprägten tastbaren Schriftzug („Mit Händen sehen“) und die Wertangabe (55 Cent) in Brailleschrift enthielt.

Vor der endgültigen Druckanordnung werden meist einige Probedrucke angefertigt. Trotz der zahlreichen Kontrollen und Probedrucken kommt es immer wieder zu kleineren Fehldrucken, wie die Verschiebung eines Druckganges. Diese kleinen Abarten sind meist nur für den Philatelisten interessant. Größere Fehler, wie eine falsche Farbe oder ein falsch herum eingesetztes Mittelstück, findet man nur sehr selten. Zu den berühmtesten Fehldrucken der Welt zählen vor allem die Tre Skilling Banco aus Schweden, von der nur ein Exemplar bekannt ist, und die US-amerikanische Inverted Jenny von 1918.

50 Jahre Bundessozialgericht

„Dienst am Nächsten“

Inverted Jenny

Es gibt nicht nur Kunstwerke, die auf Briefmarken reproduziert werden oder künstlerische grafische Entwürfe, die auf ihnen abgebildet sind, sondern vielmehr auch Kunstwerke, die aus Briefmarken angefertigt sind.

Die Herstellung von Briefmarken ist seit mehr als 100 Jahren ein traditionelles Tätigkeitsgebiet der Bundesdruckerei (vorher: Reichsdruckerei). Der Herausgeber von deutschen Postwertzeichen ist heute das Bundesministeriums der Finanzen (früher das Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen) mcm taschen sale, welches unter anderem die Bundesdruckerei befugt, Briefmarken herzustellen. In der Bundesdruckerei werden fast alle deutschen und auch zahlreiche ausländische Briefmarken hergestellt. Andere Druckereien, die im Auftrag des Bundesministerium der Finanzen Briefmarken herstellen, sind unter anderem Giesecke & Devrient Wertpapierdruckerei Leipzig GmbH und Bagel Security-Print GmbH & Co. KG Mönchengladbach.

In der Gründungsphase des Vorläufers der heutigen Bundesdruckerei (1879) produzierten die kaiserlichen Drucker jährlich rund 600 Millionen Freimarken. Heutzutage liefern die hochmodernen Druckmaschinen rund 4 Milliarden Wertzeichen pro Jahr. Es wird größter Wert darauf gelegt, dass die nummerierten und perforierten Briefmarken von „makelloser Qualität“ sind. Entdecken die Kontrolleure eine minimale Farbabweichung oder eine Unregelmäßigkeit an den Rändern, so werden diese als „Fehldrucke“ klassifiziert und vernichtet. Da bei dem Briefmarkendruck eine hohe Akribie an den Tag gelegt wird, sind Fehldrucke rar und bei Briefmarkensammlern umso begehrter. Trotz der vielen Kontrollen und der Sorgfalt ist es erstaunlich, dass noch immer Fehldrucke zur Auslieferung kommen. Oft handelt es sich bei den Fehlern aber um minimale Abweichungen wie etwa einen Punkt im Druckbild, die mit bloßem Auge kaum oder gar nicht zu erkennen sind.

Briefmarken werden einzeln oder in Einheiten an Postdienststellen oder an postamtliche Verkaufsstellen, wie etwa ausgewählte Postagenturen verkauft. Für Sammler gibt es jedoch besondere Verkaufsformen. Mit einem Sammelabonnement erhält der Briefmarkensammler monatlich oder quartalsweise die neu erschienen Briefmarkenausgaben zugeschickt. Oft ist es auch möglich, gestempelte Briefmarken zu bestellen. Briefmarkenabonnements sind vor allem für Sammler von Briefmarken „exotischer“ Länder nützlich.

Mit dem Erwerb einer Jahreszusammenstellung erhält der Philatelist alle Briefmarken eines Jahres aus einem bestimmten Land. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Verkaufs- und Präsentationsformen wie beispielsweise Ministeralben.

Ein sehr beliebtes Datum der Postwesen zur Ausgabe und Präsentation neuer Briefmarken ist der Tag der Briefmarke. Dieser wird von zahlreichen Ländern der Welt jährlich begangen. Zum ersten Mal fand der Tag der Briefmarke im Dezember 1935 in Österreich statt. In Deutschland begeht man den Tag der Briefmarke seit 1948 jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober, in der Schweiz meist im Dezember, in Österreich meist im Mai.

Heute gibt es viele verschiedene Briefmarkenarten. Schon bald nach der Einführung der Briefmarke wurden immer mehr Verwendungszwecke für sie gefunden. Die wichtigsten Briefmarkenarten sind:

Die Freimarke ist die älteste und häufigste Form der Briefmarke. Freimarken dienen zur Bezahlung der Beförderungsgebühren der Post. Freimarken gliedern sich in drei verschiedene Arten:

Dienstmarken sind Briefmarken, die ausschließlich von Behörden, Dienststellen oder Ämtern zum Frankieren von Postsendungen der Dienstpost verwendet werden. Sie werden daher nicht am normalen Postschalter verkauft und sind auch nicht für den normalen Postverkehr zugelassen. Ein Diebstahl und Missbrauch von Dienstmarken kommt daher selten vor. Immerhin sind von der Danziger Post mehrfach unbeanstandete Verwendungen durch Privatpersonen bekannt. Auch die häufigen Überfrankaturen zu Lasten der Staatskasse, die zumindest ab den 1930er Jahren bei der Reichspost offensichtlich philatelistisch motiviert waren, sind als missbräuchlich anzusehen, wobei allerdings auch sehr oft Unkenntnis der Gebührensätze oder Unachtsamkeit die Ursache waren.

Flugpostmarken dienen zur Bezahlung der Beförderung per Luftpost. Manchmal werden sie daher auch Luftpostmarken genannt. Manche Flugpostmarken konnten ausschließlich für Luftpost verwendet werden und durften nicht auf normale Briefe geklebt werden. Die deutschen amtlichen waren von Anfang an jedoch auch für alle anderen Postdienste zugelassen und die Mehrzahl der anderen Länder folgte dem früher oder später. Die meisten Staaten der Welt entschlossen sich zur Ausgabe eigener Flugpostmarken, da die Postbeförderung mittels Flugzeug zu Beginn und Mitte des 20. Jahrhunderts eine große Besonderheit darstellte, der so Rechnung getragen wurde.

Deutschland führte seine ersten halbamtlichen Flugmarken bereits 1912 ein. Diese wurden in Zusammenarbeit mit und mit Genehmigung der Reichspost bzw. Kgl. Bayerischen Post von privaten Institutionen verausgabt. Diese Zeit bis 1914 wird als Pionierflugperiode bezeichnet. Die ersten amtlichen deutschen Flugpostmarken erschienen in der zweiten Oktoberhälfte 1919 (ein bestimmtes Ausgabedatum wurde nicht festgesetzt). In Österreich wurden während des Ersten Weltkrieges, am 30. März 1918, die ersten Flugpostmarken verausgabt. Die Schweiz verausgabte wie Deutschland 1913 eigene halbamtliche Pionierflugmarken, amtliche Flugpostmarken ab 30. April 1919. In den meisten europäischen Staaten wurden Flugpostmarken nach dem Zweiten Weltkrieg wieder abgeschafft. Gewöhnliche Freimarken konnten nun zur Frankierung von Flugpostbriefen dienen. In Deutschland waren diese von Beginn der amtlichen Flugpost am 6. Februar 1919 an hierfür zugelassen, bis Oktober 1919 sogar nur solche. Die Einführungsverordnungen im Amtsblatt der Reichspost empfahlen nur die Verwendung von Flugpostmarken für die Bezahlung des Luftpostzuschlags, schrieben sie aber nicht zwingend vor. Markwerte der Serien ab 1924 wurden sogar an Paketschaltern auf Paketkarten aufgebraucht.

In vielen Ländern werden und wurden eigene Nachportomarken für die Verrechnung des Nachportos für unzureichend frankierte Briefe ausgegeben. Sie werden vor der Zustellung des Briefes von einem Postbeamten aufgeklebt und bei der Auslieferung vom Postboten verrechnet.

In Österreich wurden Portomarken erstmals 1894 ausgegeben. Sie wurden erst mit der Einführung des Euro im Jahre 2002 abgeschafft. Deutschland verausgabte nie eigene Portomarken. Nur die damals noch über eine eigene Posthoheit verfügenden Länder Baden (1862–1871) und Bayern (1862–1910) verausgabten eigene Portomarken. Außerdem wurden nach dem Anschluss Österreichs dessen Portomarken noch bis zum 31. Oktober 1938 dort, jedoch nicht im übrigen Reichsgebiet verwendet

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, ebenso nach der Wiedereingliederung Danzigs die der ehemaligen Freien Stadt dort bis 31. Oktober 1939. Eine weitere Ausnahme sind die Portomarken des Protektorates Böhmen und Mähren (1939–1943). Die Schweiz gab ab 1878 eigene Portomarken aus, stellte die Verwendung jedoch bereits am 29. Februar 1956 und die Ausgabe am Sammlerschalter am 31. Dezember 1956 ein. In Liechtenstein wurden bis zur Trennung von der österreichischen Postverwaltung 1920 österreichische Portomarken verwendet. In den folgenden Jahren der postalischen Selbstständigkeit verausgabte Liechtenstein zunächst eigene Portomarken in österreichischer Währung bis 31. Januar 1921, verwendete dann bis 11. April 1928 die der Schweiz und gab danach wieder eigene in Schweizer Währung aus, die bis 31. Dezember 1956 verwendet, aber noch bis 31. Dezember 1958 am Sammlerschalter verkauft und auf Wunsch auch gestempelt wurden.

Das Große Lexikon der Philatelie gibt unter dem Stichwort Markenarten rund 100 verschiedene Gattungen von Briefmarken an. Neben den oben genannten Arten gelten folgende Briefmarkenarten als „Grundtypen“:

Diese Markengattungen können weiter untergliedert werden, beispielsweise in Eilmarken für Dienstsendungen, Luftpost, Pakete usw., so dass etwa 100 Arten zustande kommen. Viele Arten wurden allerdings nur kurzzeitig und von wenigen Ländern eingeführt. Neben den Marken der staatlichen Post, gibt es Marken weiterer Dienste, die auf Postsendungen auftreten können, dazu zählen

Eine moderne Variante der Auslandsmarke ist das testweise betriebene EasyFranking für den Versand von Auslandsbriefen. Von April 2010 an führt die Deutsche Post mit nur wenigen Kunden einen Langzeittest mit selbstklebenden EasyFranking-Briefmarken durch. Die Marken, im Testbetrieb ausschließlich vorgesehen für den Auslandsversand von Briefsendungen, enthalten anstelle eines festen Portowertes einen 2D-Code. In dieser Codierung ist auch ein Schlüssel für die Zuordnung des Absenders enthalten. Die erforderliche Frankierung für die Sendung wird erst im Briefzentrum festgestellt; der dafür zu entrichtende Betrag wird dem jeweiligen Absenderkonto zugeordnet und in Rechnung gestellt. Zum 31. Dezember 2011 wurde der Test eingestellt. Frankierte und gelaufene Sendungen mit dieser Frankierungsart dürften sowohl in Deutschland als auch im Ausland schon jetzt Seltenheitswert besitzen, da sie nur in geringer Menge und ausschließlich mit Auslands-Geschäftspost getestet wurden.

Um eine erneute Verwendung der Briefmarke zu unterbinden, wird diese von der Post entwertet. Die häufigste Entwertungsart ist heutzutage der Poststempel. Diese meist kreisförmigen Stempel (häufig in schwarzer Farbe) geben Ort und Datum der Abstempelung an. Besondere Formen des Poststempels sind der Sonderstempel und der Ersttagsstempel, die nur zu besonderen Anlässen oder bei der Ausgabe eines neuen Postwertzeichens verwendet werden und meist neben den gewöhnlichen Inschriften ein zum Anlass passendes Motiv besitzen.

Diese Entwertungsarten werden vor allem von Briefmarkensammlern geschätzt. Bei normalen Postsendungen wird heutzutage die Entwertung maschinell vorgenommen. Dabei wird oft nur eine Reihe von geraden oder gewellten Linien oder ein Text auf der Marke abgeschlagen, woraus sich bei einer abgelösten Marke weder Zeitpunkt noch Ort der Entwertung erschließen lässt. Seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts werden Maschinen„stempel“ in einigen Ländern (z. B. Kanada oder Großbritannien) vermehrt durch Tintenstrahldrucker angebracht.

Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Entwertungsformen, die vor allem zu Beginn der Briefmarkenausgaben im 19. Jahrhundert zu finden sind. Vor allem in kleineren Postämtern, die in den Anfangsjahren der Briefmarke noch keine eigenen Poststempel hatten, wurden die Marken einfach durchgestrichen oder handschriftlich mit Ortsnamen und dem Datum versehen.

In manchen Ländern, wie in Spanien, wurden Briefmarken durch eine Lochung entwertet. Im Osmanischen Reich verwendete man eine Zeit lang eine Scheren- oder Messerschnittentwertung. Dabei wurde die zu entwertende Briefmarke durch eine Schere oder ein Messer eingeschnitten.

In anderen Ländern zum Beispiel in Frankreich werden Vorausentwertungen für Massenauflieferungen angewandt. Gültige Postwertzeichen werden durch spezielle Buchdruck- oder Handstempel im Voraus entwertet und so in ganzen Bögen an die Großauflieferer abgegeben. Dadurch erübrigt sich das spätere einzelne Abstempeln der Sendungen und der Postbetrieb wird vereinfacht. Auch die Nachentwertung von Briefmarken ist eine Entwertungsform. Dabei werden Briefmarken, die versehentlich nicht gestempelt wurden, nachträglich entwertet; offiziell vorgeschrieben durch einen Stempel „Nachträglich entwertet“, inoffiziell und eigentlich nicht erlaubt mittels Kugelschreiber oder Farbstift vom Postboten.

Briefmarken erzielen bei Auktionen auf Grund ihrer Seltenheit und der hohen Beliebtheit bei den Sammlern oftmals hohe Preise. Die Frage nach der seltensten und wertvollsten Briefmarke ist nicht eindeutig zu klären, da mehrere Unikate von Briefmarken existieren. Zu den begehrtesten und berühmtesten Briefmarken unter Sammlern zählen:

Stéphane Augé

Stéphane Augé (* 6. Dezember 1974 in Pau, Frankreich) ist ein ehemaliger französischer Radrennfahrer und jetziger Sportlicher Leiter.

Augé war seit 2000 Profi. Er begann seine Laufbahn beim Team Festina, wechselte 2002 zu Jean Delatour und ging 2003 zu Crédit Agricole. Seit 2005 fuhr er für das Team Cofidis.

Augé errang jeweils einen Etappensieg bei der Deutschland Tour 2002 und der Tour du Poitou-Charentes 2000 sowie 2006 bei der Polen-Rundfahrt und der Tour du Limousin.

An der Tour de France nahm Augé acht Mal teil

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, (2002, 2003, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009 und 10). Beim Tour-Debüt erreichte er seine beste Platzierung im Gesamtklassement (Rang 115). 2007 trug er zwei Etappen lang das Gepunktete Trikot und bekam einmal die Rote Rückennummer für den kämpferischsten Fahrer. Am 5. September 2008 gewann er die siebte Etappe der Deutschlandtour über 214 Kilometer von Neuss nach Georgsmarienhütte

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Ende der Saison 2010 beendete Stéphane Augé seine Karriere als aktiver Berufsradfahrer und wechselte in die sportliche Leitung von Cofidis.(Stand 2013)

Klinikum Görlitz

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Das Klinikum Görlitz ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in der Stadt Görlitz in der Oberlausitz. Das Krankenhaus am nördlichen Rand der Innenstadt wurde 1905 eröffnet und firmiert als gemeinnützige GmbH in Trägerschaft der Stadt.

In den 16 Fachkliniken, zwei Instituten und vier Tochtergesellschaften arbeiten insgesamt rund 1.200 Mitarbeiter, die jährlich ca. 65.000 ambulante und stationäre Patienten behandeln, pflegen und versorgen. Weiterhin ist das Klinikum akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden und bietet etwa 140 Ausbildungsplätze an einer eigenen Medizinischen Berufsfachschule an.

Im Jahr 1844 errichtete die Stadt ein Krankenhaus an der Salomonstraße (heute: nördliche Berliner Straße) in der Nähe des Postplatzes in Nachbarschaft zum Gerichtsgebäude. Doch der Bau stieß bereits Ende der 1860er Jahre an seine Kapazitätsgrenzen. Der Magistrat der Stadt entschloss sich 1868 für eine Erweiterung des Krankenhauses an diesem Standort. Auf Grund des rasanten Bevölkerungswachstums in den nächsten Jahrzehnten und dem damit einhergehenden steigenden medizinischen Bedarfs entschloss sich der Magistrat im Jahr 1900 für einen Neubau weit vor den Toren der Stadt.

Das Stadtkrankenhaus wurde zwischen 1901 und 1905 im Pavillonstil nach Plänen des Architekten Heino Schmieden errichtet. Es entstand der langgezogene Gebäudetrakt entlang der Girbigsdorfer Straße mit dem dominierenden dreigeschossigen Hauptbau mit Turmuhr in der Mitte. An den Ost- und Westflügel schlossen sich jeweils zwei querstehende Flügel an. Die markanten straßenseitigen Treppenhäuser der Querflügel besitzen ebenfalls drei Stockwerke und heben sich somit von den Verbindungsbauten des Haupttraktes ab. Die Rahmen der Fenster- und Türöffnungen der Backsteinfassade sind als Rundstäbe aus Formsteinen ausgeführt.

Bereits 1870/71 entstand das Lazarett für die preußischen Einheiten der Garnisonsstadt an der Zeppelinstraße, östlich des späteren Krankenhauses. Der kastellartige Klinkerbau im Rundbogenstil wurde nach der Planstraße Nr. 11 ausgerichtet, die später jedoch nicht realisiert wurde.

Im Jahr 1956 folgte die Umfirmierung zum Bezirkskrankenhaus unter Leitung des Ärztlichen Direktors Professor Funke. Im gleichen Jahr wurde die Urologie aus dem Fachbereich Chirurgie ausgegliedert und eine eigene Urologische Klinik etabliert. Auch eine Infektionsklinik wurde eingeführt. Zehn Jahre später folgt die Einrichtung des fünften Dialysezentrums in der DDR.

Am 8. Juli 1972 wurde der Neubau der Kinderklinik im Südosten des Krankenhausgeländes nach 30 Monaten Bauzeit eingeweiht. Der Bau kostete 13 Millionen Mark

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. Die Kinderklinik war nach 1945 in einem Flachbau an der Girbigsdorfer Straße untergebracht. Im Jahr 1950 zog die Kinderabteilung in die ehemalige Hauptsche Klinik im Haus Mühlweg 3 um. Einige Jahre später wurde die Klinik auf das Haus Mühlweg 5 ausgedehnt. Das Haus Mühlweg 4 nutzten wiederum die Klinikmitarbeiter. 1975 zog in das Haus Mühlweg 5 das Stomatologische Zentrum.

In die II. Medizinische Klinik an der Bolesław-Bierut-Straße (heute: Dr.-Kahlbaum-Allee) wurde 1979 ein Schrittmacherzentrum eingerichtet, nachdem im gleichen Jahr die erste Herzschrittmacheroperation stattfand. Drei Jahre später wurde die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin gegründet.

Nach der Wiedervereinigung wurde aus dem Bezirkskrankenhaus die Klinikum Görlitz gGmbH. Die Dialyseabteilung wurde privatisiert. Im Jahr 1998 wurde die Akutgeriatrie im ehemaligen Lazarett an der Zeppelinstraße eingeweiht. 2004 folgte die Einweihung des 42 Millionen Euro teuren, neuen Zentralbaus, der sich dem Hauptgebäude in Richtung Süden anschließt. In dem Neubau sind zahlreiche diagnostische Funktionsabteilungen, die Operationsräume und sechs Stationen untergebracht. Im gleichen Jahr zog mit der Klinik für psychosomatische Medizin die letzte Abteilung aus den Räumlichkeiten des II. Medizinischen Klinik auf das Gelände an der Girbigsdorfer Straße um. Auch der Neubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Osteinfahrt wurde 2004 im Beisein der sächsischen Gesundheitsministerin Helma Orosz eingeweiht. Die Psychiatrie befand sich zuvor an der Jochmannstraße. Die Zentralisierung an einem Standort war mit dem Umzug der vorher über die Stadt verteilten Kliniken beendet. Die medizinischen Abteilungen zogen bereits 2002 von der Dr.-Kahlbaum-Allee in den Altbau des Krankenhauses, damit waren I. und II. medizinische Abteilung vereinigt.

Die Klinikum Görlitz gGmbH betreibt drei Tochtergesellschaften, die ebenfalls als GmbH geführt werden: der Physio-Ergotherapie Service Görlitz, das Med Lab Görlitz und die Betriebsgesellschaft des Klinikums (BGK). Die Med Lab Görlitz ist für alle labormedizinischen Untersuchungen im Klinikum Görlitz zuständig. In der Betriebsgesellschaft des Klinikums sind die Servicebereiche Catering und Patientenversorgung, Glas- und Gebäudereinigung sowie Wach- und Sicherheitsdienst eingegliedert. Die meisten Dienstleistungen wurden vorher von Fremdfirmen verrichtet.

Dalhem (Belgien)

Dalhem (wallonisch: Dålem) ist eine Gemeinde in der Provinz Lüttich in der Wallonischen Region in Belgien.

Zur Gemeinde Dalhem gehören neben dem namensgebenden Ort die Ortschaften Saint André, Berneau (dt.: Bernau)

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, Bombaye (ndl.: Bolbeek), Feneur, Mortroux, Neufchâteau und Warsage (ndl.: Weerst).

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