Raimund Berengar I. (Barcelona)

Raimund Berengar I., genannt el Vell (der Alte) (* um 1023; † 1076) war ab 1035 Graf von Barcelona und Girona, ab 1054 Graf von Osona und ab 1067 Graf von Carcassonne und Rasès.

Raimund Berengar I. war der Sohn von Berengar Raimund I. und Enkel von Ermessenda von Carcassonne.

Nach dem Tod Berengar Raimunds I. am 26. Mai 1035 wurde dessen Grafschaft auf seine drei Söhne aufgeteilt: Guillem wurde Graf von Osona, Raimund Berengar Graf von Girona und Barcelona, während Sancho das Gebiet im Süden, zwischen Llobregat und dem maurischen Herrschaftsgebiet, das Penedès, zugesprochen bekam. Da alle drei Söhne beim Tode ihres Vaters noch minderjährig waren, übernahm deren Großmutter, Ermessenda von Carcassonne, wie auch bereits bei ihrem Sohn die Regentschaft.

Der Adel des Landes nutzte diese Situation zur Stärkung der eigenen Position und zur Schwächung der gräflichen Gewalt. Dabei traten insbesondere hervor: im Penedès Mir Geribert, in Barcelona der Vicomte Udalard II. und Bischof Guislabert, die gemeinsam zwei der vier Türme der Stadtmauer Barcelonas sowie die Hafenfestung Montjuïc kontrollierten. Unterdessen gelangte Mir Geribert in den Besitz der strategisch wichtigen Burgen von Subirats und La Vit und sicherte sich die Gefolgschaft zahlreicher Barone, die mit der gräflichen Politik nicht einverstanden waren. Die Regentin Ermessenda verbündete sich gegen diese Opposition mit dem Bischof von Girona, dem Abt Oliba, sowie einigen treu gebliebenen Adligen wie Amat Elderich von Orís und Gombau von Besora.

Mit Erreichen der Volljährigkeit im Jahre 1041 übernahm Raimund Berengar I. selbst die Regierung und musste sich nun mit den Ansprüchen des Adels auseinandersetzen.

Unterdessen verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Raimund Berengar und seiner Großmutter.

Raimund Berengar heiratete zunächst Isabel von Narbonne, mit der er drei Kinder hatte: Berengar, Arnau und Pere Ramon, wobei nur Letzterer das Erwachsenenalter erreichte. Es folgte eine zweite Ehe mit Blanche von Narbonne, von der er sich allerdings 1052 trennte, um Almodis de la Marche zu heiraten, die vorher Ehefrau von Pons, Graf von Toulouse, gewesen war. Ermessenda missbilligte diese Heirat und setzte über ihre Kontakte zur Kirche durch, dass Papst Viktor II. das Paar im Jahr 1056 exkommunizierte.

Unterdessen war Raimund Berengar I. 1049 in den Besitz des Penedès gelangt und setzte sich hier gegen Mir Geribert durch, doch erschütterte die Exkommunikation dann seine gräfliche Autorität. Das Blatt wendete sich dann aber wieder zu seinen Gunsten, nachdem die wichtigsten Verbündeten seiner Großmutter, der Abt Oliba und der Bischof von Girona, nacheinander verstarben und auch Ermessenda sich schließlich aus der Politik zurückzog und 1058 starb.

Im selben Jahr gelang ihm auch der entscheidende Sieg über Mir Geribert, der ins Exil nach Tortosa flüchten musste.

Zudem wurde Raimund Berengar I. im Jahre 1054 Nachfolger von Guillem als Graf von Osona, so dass nunmehr die gesamte Grafschaft, wie zu Zeiten Berengar Raimunds I., wieder in einer Hand vereinigt war.

Nunmehr war Raimund Berengar auch mächtig genug, um an die Wiederaufnahme der Reconquista gegen die Mauren im Süden zu denken. Bereits 1046 konnte er die Zahlung von Tributen (so genannten paries) durch die Stadt Lleida erzwingen, 1052 auch durch die Stadt Tortosa. 1058 erfolgte dann ein erster Angriff gegen den muslimischen König Muktadir von Saragossa, einem Rivalen des Emirs von Lleida, der den Grafen von Barcelona zu Hilfe gerufen hatte. Die Feldzüge Raimund Berengars I mcm taschen sale. reichten im Westen bis nach Barbastro. Nicht nur gelang daraufhin den Katalanen die Eroberung von Baixa Ribagorça, Pilçà, Puig-roig, Estopinyà und Canyelles, außerdem wurde 1062 nun auch Muktadir zur Zahlung von Tributen gezwunden, was zu einem deutlichen Aufschwung der Wirtschaft in der Grafschaft führte. Die Grenze der Grafschaft wurde dabei bis vor die Tore der Stadt Tarragona vorgeschoben.

Im internen Machtkampf mit dem Adel kam der Graf den Baronen durch eine vermittelnde Haltung entgegen. In den 1060er Jahren schloss er Abkommen mit den wichtigsten Familien, denen er ihre Rechte bestätigte und die ihm dafür im Gegenzug ihre Gefolgschaft versicherten.

Raimund Berengar sorgte durch die Kodifikation des katalanischen Rechts in den Usatges de la Cort de Barcelona (Gepflogenheiten des Hofes in Barcelona) für eine der ersten schriftlichen Zusammenfassung des Feudalrechts in Europa.

Für den Landesausbau förderlich war auch die Erklärung des Gottesfriedens im Jahre 1027, mit dessen Hilfe Adelsfehden eingedämmt wurden und der zum Vorbilde für ähnliche Landfriedensregelungen in ganz Europa wurde.

Der Durchsetzung der gräflichen Gewalt diente der Hof (curia) in Barcelona, in dem der Seneschall (dem die Truppen der Grafschaft unterstanden), der Hausmeier (jutge de palau) und der Vikar von Barcelona die wichtigsten Ämter innehatten. Als Seneschall amtierte zunächst Amat Elderich von Orís, ein Vertrauter der Ermessenda, dem dann 1068 Guillem Ramon von Montcada folgte. Hausmeier war Guillem March, der sich für die schriftliche Festsetzung des katalanischen Rechts einsetzte. Der Vikar von Barcelona wiederum war für die Durchsetzung der gräflichen Autorität auf lokaler Ebene zuständig, insbesondere durch die Verwaltung der landesherrlichen Burgen.

Die finanzielle Situation der Grafschaft wurde durch die Einnahmen infolge der Siege über die Mauren deutlich verbessert. Raimund Berengar I. konnte mit den Erlösen nicht nur seine gräfliche Domäne erweitern, sondern auch durch entsprechende Zuwendungen die Barone für sich gewinnen und den Ausbau der Infrastruktur in der Grafschaft vorantreiben.

Von besonderer Bedeutung waren die Verbindungen nach Südfrankreich, die durch Raimund Berengars Ehen stark gefördert wurden. Zudem gelang es Berengar Raimund, 1067 die Grafschaft Carcassonne und Rasès zu erwerben, die er seinem Sohn Raimund Berengar II. übertrug.

Raimund Berengars I. Frau Almodis gebar ihm außerdem noch einen zweiten Sohn, Berengar Raimund II., doch wurde sie selbst 1071 von Pere Ramon, einem Sohn aus Raimund Berengars erster Ehe, ermordet.

Die Nachfolge als Grafen von Barcelona übernahmen nach dem Tod Raimund Berengars I. dessen Söhne, die Zwillingsbrüder Raimund Berengar II. und Berengar Raimund II., zunächst gemeinsam.

mit Isabel von Narbonne:

mit Blanche von Narbonne (Trennung 1053):

mit Almodis de la Marche:

Loch Etive

Loch Etive von Sron nam Feannag gesehen, Blickrichtung Nordost

Spiegelungen auf Loch Etive

Loch Etive (schottisch-gälisch, Loch Eite) ist ein 31,6 km langer Fjord im schottischen Argyll and Bute. Er mündet bei Connel, 5 km nördlich von Oban, in den weiten Sund zwischen dem schottischen Festland und der Isle of Mull. Loch Etive ist zwischen 1,2 km und 1,6 km breit und bis zu 200 m tief.

Der Name Etive bedeutet vermutlich „Kleine Hässliche“, nach dem Namen einer gälischen Gottheit, die mit dem Fjord in Verbindung gebracht wurde.

An der engen Mündung des Loch Etive bilden sich bei Springtide die Falls of Lora

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. Von dort aus begleiten am Südufer die Straße A85 und die Eisenbahn den Fjord bis zur Mündung des River Awe. Dann folgen diese Verkehrswege dem Flusslauf Richtung Südost, während der Fjord nach Nordosten in unbewohntes Bergland abknickt. In das Kopfende des Sees mündet der River Etive

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. Eine Straße von Glen Coe her schafft entlang diesem Flüsschen einen Zugang.

Ein Teil des Nordufers ist als Naturschutzgebiet, als Special Area of Conservation (Besonderes Erhaltungsgebiet (BEG)) ausgewiesen. Besonders die alten Traubeneichen-Wälder dort sollen so geschützt werden. Einer kleinen Kolonie von rund 20 Seehunden dient das Loch Etive als Revier.

Gleich unterhalb der Mündung des Loch liegt Dunstaffnage Castle, bis zum 9. Jahrhundert eine Burg des Königreichs von Dál Riata. Möglicherweise war sie zeitweise sogar sein Zentrum und beherbergte den Stein von Scone, bevor er nach Scone Palace verbracht wurde. Die gegenwärtigen Mauerreste datieren von 1275. Ab 1881 gab es vom Schloss aus Touren für die Feriengäste in Oban, das damals als Urlaubsort in Mode kam: Bootsfahrten führten zum oberen Ende des Loch Etive, gefolgt von Kutschfahrten nach Glen Coe.

Wenige hundert Meter entfernt vom Schloss liegt die mittelalterliche Kirchenruine Dunstaffnage Chapel.

Die Connel Bridge, eine freitragende Stahlbrücke über den Falls of Lora, wurde 1903 zunächst als Eisenbahnbrücke erbaut. Ab 1914 diente sie sowohl als Straßen- als auch als Eisenbahnbrücke; dabei mussten sich Straßenfahrzeuge und Züge die schmale Brücke abwechselnd benutzen. Seit 1966 dient die ausschließlich als – weiterhin einspurige – Straßenbrücke.

In der Pfarrgemeinde Ardchattan am Nordufer steht die malerische Ruine des Klosters St. Modan’s Priory. Es wurde im 13. Jahrhundert von den Zisterziensermönchen des Ordens der Abbaye du Val des Choues gegründet

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. Der Überlieferung nach tagte dort unter Robert the Bruce das letzte Parlament in gälischer Sprache.

An der Ardmucknish Bay meeresseitig außerhalb des Loch Etive liegt die mit Steinzeug verkleidete Burg Beregonium, die nicht verwechselt werden darf mit Rerigonium am Loch Ryan, der Stadt des Stammes der Novantae. Die Verwechslung entstand durch einen Druckfehler in einer frühen Ausgabe von Ptolemäus’ Atlas Geographike Hyphegesis.

Nach Loch Etive ist der Eisenrumpfsegler benannt, auf dem Joseph Conrad Dienst tat.

DB-Baureihe V 169

Die V 169 001 war der Prototyp für Diesellokomotiven mit einer Gasturbine als Zusatzantrieb. Die Lok wurde 1965 aus der Baureihe V 160 entwickelt. Von der Baureihe V 169 hat die Deutsche Bundesbahn nur eine Lokomotive beschafft. Ihre EDV-gerechte Bezeichnung ab 1968 lautete 219 001-5.

Nach einem kompletten Umbau war sie bis 2013, allerdings ohne Gasturbine, bei den Eisenbahnen und Verkehrsbetrieben Elbe-Weser als EVB 420.01 in Betrieb.

Nachdem ab 1963 die Ablieferung der Baureihe V 160 in größeren Stückzahlen begonnen hatte, wurden die Planungen für weitere Prototypen zur Erprobung des zukünftigen Einheitstyps aufgestellt. Diese sollten mit einer elektrischen Zugheizung ausgestattet werden. Hierfür war mehr Motorleistung erforderlich, als die bisher in der V 160 installierten Motoren liefern konnten. Es wurden zum einen drei Exemplare der V 162 bestellt, die zusätzlich mit einem kleineren Dieselmotor, dem Heizdiesel, ausgestattet waren. Daneben wurde aber auch mit der V 169 eine Lokomotive beschafft, die zur Leistungssteigerung eine Gasturbine erhielt.

Als Gasturbine wählte man die LM 100-PA 104 von General Electric, die aber statt mit Kerosin mit Diesel betrieben werden sollte. Für die Lok wurde die Turbine in Lizenz von Klöckner-Humboldt-Deutz, kurz KHD, im Werk Oberursel (Taunus) gebaut. Dies ist heute der deutsche Unternehmensteil von Rolls-Royce. So war naheliegend, dass KHD auch den Auftrag für die Lokomotive erhielt.

Das KHD-Werk in Köln lieferte am 4. Juni 1965 die V 169 001 mit der Fabriknummer 57846 ab. Danach wurde sie auf der Internationalen Verkehrsausstellung in München der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend hat man noch die Zugheizung vervollständigt, so dass sie erst am 29. Oktober 1965 von der DB abgenommen wurde. Ab März 1966 ging sie dann auf der Allgäubahn München–Lindau in die Erprobung. Dafür wurde sie im Bw Kempten stationiert. Die Bauweise bei der V&nbsp mcm taschen sale;169, den Generator für die Heizung mit einer Zapfwelle aus dem Strömungsgetriebe anzutreiben, hat sich hierbei bewährt und wurde für spätere Serienlokomotiven der Baureihen 218 und 210 übernommen. Ebenso wurde die grundsätzliche Brauchbarkeit des Zusatzantriebs mit Gasturbine bewiesen. Dieser Antrieb wurde später analog in den Serienloks mit Gasturbine der Baureihe 210 aufgebaut, welche allerdings eine stärkere Turbine vom Typ Avco Lycoming T53-L-13 erhielten.

Mit dem Erscheinen der Baureihe 210 in Kempten 1971 war die leistungsschwächere 219 001-5 auf der Allgäubahn überholt. Als 1974 die Gasturbine einen Schaden der Brennkammer erlitt, wurde sie ausgebaut. Der Diesel wurde auf 1400 kW (1900 PS) gedrosselt. Die Heizanlage der Lok wurde ebenfalls stillgelegt. Mit diesen Umbauten konnte die Lok in Kempten nicht mehr verwendet werden. Die Lok kam ab 1975 als reine Güterzuglok zum Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck und wurde bis Fristablauf am 25. November 1977 dort eingesetzt. Oft war sie an der Spitze von Übergabezügen ins niederländische Grenzgebiet zu sehen; hier war sie regelmäßig auf der Strecke nach Winterswijk im Einsatz. 1978 wurde die Lok bei der DB ausgemustert und war dann bis 1985 in Bremen ungeschützt abgestellt (siehe Bild oben). Die Lok wurde dann an ein Gleisbauunternehmen in Italien verkauft, aufgearbeitet und meist zwischen Rom und Neapel mit der Bezeichnung T1591 eingesetzt.

Durch die deutsche Bahnreform waren preiswerte gebrauchte Lokomotiven mit einer Zulassung für Deutschland recht begehrt. So holte die Firma Railimpex die V 169 wieder nach Deutschland zurück und ließ sie bei der Firma Gmeinder in Mosbach aufarbeiten. Im Dezember 1998 traf sie dort ein. Die Aufarbeitung umfasste den Austausch des Maybach-Dieselmotors gegen einen Caterpillar-Motor, eine Überarbeitung des Strömungsgetriebes und den Einbau einer neuen Verkabelung. Die Aufarbeitung war am 6. April 2000 abgeschlossen. Die ehemalige Bahngesellschaft Waldhof in Mannheim, kurz BGW, kaufte die Lok für ihren Güterverkehr und bezeichnete sie als DH 280 01. Sie wurde im grün-grauen Farbschema der BGW lackiert. Im Sommer des Jahres 2000 beförderte sie Müllzüge von Hildesheim nach Krefeld, bis sie im September wegen eines Auffahrunfalls wieder zurück zur Firma Gmeinder für die Reparatur musste. Erst im Februar 2001 wurde sie wieder in Betrieb genommen. Danach fuhr sie unter anderem auch Kalkzüge für die BASF von Stromberg nach Ludwigshafen am Rhein. Ende Oktober 2001 wurde sie an die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser, kurz EVB, verkauft und dort vor Containerzügen zwischen Hamburg, Bremerhaven und Bremen eingesetzt. Ab dem Jahr 2002 führte die EVB die Lok nach ihrem neuen Nummernschema als 420 01. Die Lok wurde 2013 nach einem nicht näher bekannten Unfall mit Rahmenschaden abgestellt. Im August 2015 stand 420.01 abgestellt im Betriebswerk Bremervörde.

Deutsche Reichsbahn (1920–1945) · Deutsche Bundesbahn · Deutsche Reichsbahn (1945–1993) · Deutsche Bahn

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lúčky (Žiar nad Hronom)

Hilf mit, diese Listen zu ergänzen, verlinke mit bereits bestehenden Artikeln, füge Bilder ein, wenn es noch keine gibt oder mache welche, wenn Du gerade an so einem „Denkmal“ vorbeikommst.

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lúčky enthält die fünf nach slowakischen Denkmalschutzvorschriften geschützten Objekte in der Gemeinde Lúčky im Okres Žiar nad Hronom.

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Bartošova Lehôtka | Bzenica | Dolná Trnávka | Dolná Ves | Dolná Ždaňa | Hliník nad Hronom | Horná Ves | Horná Ždaňa | Hronská Dúbrava | Ihráč | Janova Lehota | Jastrabá | Kopernica | Kosorín | Krahule | Kremnica | Kremnické Bane | Kunešov | Ladomerská Vieska | Lehôtka pod Brehmi | Lovča | Lovčica-Trubín | Lúčky | Lutila | Nevoľné | Pitelová | Prestavlky | Prochot | Repište | Sklené Teplice | Slaská | Stará Kremnička | Trnavá Hora&nbsp

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;| Vyhne | Žiar nad Hronom

Palais Sanguszko

Das denkmalgeschützte (Reg.Nr. 359) Sanguszko-Palais (auch Jabłonowski-Palais genannt, in polnisch: Pałacyk Sanguszków) ist ein kleiner Stadtpalast an der Ulica Nowy Świat (Nr. 51) im Warschauer Innenstadtdistrikt und liegt somit am historischen Teil des Warschauer Königswegs.

Das Palais wurde etwa in der Mitte des 18. Jahrhunderts vermutlich für den Schatzminister der polnischen Krone, Adam Łodzia Poniński, im Rokokostil erbaut. Das mit einem Mansarddach ausgestattete, dreigeschossige Gebäude überragte die damals hier (außerhalb des Stadtzentrums) vorherrschende eingeschossige Bebauung. Im Jahr 1784 war der Woiwode von Wolhynien, Hieronim Sanguszko, Eigentümer des Palais. Gegen Ende des 18 mcm taschen sale. Jahrhunderts befand es sich im Besitz der Familie Jabłonowski. In den 1820er Jahren lebte hier der Woiwode Maksymilian Jabłonowski.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden die Fassaden umgestaltet

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, dabei die Rokoko-Ornamente entfernt. 1902 wurde im Gebäude die Konditorei “Louvre” im Louis-seize-Stil eingerichtet. Später befand sich hier eine Niederlassung der Bank Zachodni.

Während des Warschauer Aufstandes wurde das Palais 1944 von Einheiten der Wehrmacht vollständig zerstört. Es wurde 1950 im Rahmen des Wiederaufbaus der Nowy Świat im spätbarocken Stil von Zygmunt Stępiński rekonstruiert.

Koordinaten:

Gerd von Dettenhusen

Gerd von Dettenhusen (* ?; † nach 1435), in den Quellen auch Gheerde van Dettenhuzen, war von 1395 bis 1421 Bremer Ratsherr und Bremer Bürgermeister von 1414 bis 1420 (oder 1421).

Gerd von Dettenhusen entstammte über seinen Vater Bernhard einer Familie, die in Bremen bereits Anfang des 14. Jahrhunderts eine herausragende Rolle spielte. Sein Urgroßvater, der ebenfalls den Namen Bernhard trug, war 1306 Consul, also Ratsherr in der Stadt. Dessen Sohn Bernhard war 1316 Senator, sein gleichnamiger Enkel, also Gerds Vater Bernhard, war 1330 Senator. Spätestens 1376 wurde er als borghermester bezeichnet. Er war bereits 1375 Bürgermeister des Bremer Rates. 1378 erschien er als Proconsul.

Wie andere Ratsherren, so besaß Gerd Wald im Umkreis der Stadt. Zu den Waldbesitzern, die ab 1405 Holz zum Bau des Bremer Rathauses beisteuerten, gehörten neben Gerd von Dettenhusen die Waldbesitzer Bernd und Detward Prindeney, Friedrich Wigger, der 1410 bis 1417 selbst Bürgermeister war, Arnd Boller, Johann Vasmer (1422 bis 1430 Bürgermeister) sowie der seinerzeitige Bürgermeister Johann Hemeling (1405-10). Das Holz wurde auf flachbödigen Eichenschiffen herantransportiert, an der Weser gewogen und dann mit Wagen zum Liebenfrauenkirchhof gefahren.

Militärisch trat Gerd von Dettenhusen durch eine Expedition gegen die Vitalienbrüder hervor, die er zusammen mit dem Ratsherrn Jakob Olde durchführte. Doch derlei militärischer oder handelsmäßiger Einsatz war nicht ohne Risiken, zumal die Grenzen uneindeutig waren. Als 1402 ein Schiff auf dem Weg nach England, beladen mit Weizen, in Seenot geriet und vor der schottischen Küste landete, wurde es von Engländern „de Novo Castello“ (Newcastle) gekapert. Dabei erlitten mehrere Kaufleute hohe Verluste, darunter auch Gerd von Dettenhusen. Ein weiteres Schiff, das Dettenhusen zusammen mit acht Kaufmännern aus Bremen gehörte, wurde gleichfalls gekapert – wobei neun „famuli“ ums Leben kamen – und nach London entführt. Zudem wurde der Kapitän nach 14 Tagen der Gefangenschaft ins Meer gestürzt.

1414 bis 1421 war Gerd von Dettenhusen Bürgermeister, nachdem er schon 1395 Ratsherr geworden war. 1418 ging er zusammen mit Hinrik Sparenberch als Gesandter zum Hansetag in Lübeck. Wie schon so oft, gerieten die Bremer mit den Hamburgern in Streit

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, diesmal wegen der Sitzordnung. Während die Hamburger Gesandten – Lübeck führte den Vorsitz – zur rechten Hand direkt neben den Lübeckern sitzen sollten, sollten die Bremer zur linken Hand, aber hinter den Kölnern Platz nehmen. Da die Bremer einen Schiedsspruch nicht anerkennen wollten, reisten sie ab. 1419 war Gerd von Dettenhusen einer der Unterhändler, die einen Vertrag zwischen dem Grafen von Oldenburg und der Hanse aushandelten.

Nach seiner Amtszeit geriet er um die Abgabenfreiheit eines Grundstücks in Walle in Streit mit dem Willehadikapitel. Dabei verband sich Gerd mit dem Pauls-Kloster östlich der Stadt. Als Schiedsrichter wurden von den Streitparteien die Bauern in Walle angerufen mcm taschen sale. Ihre Entscheidung wurde in einem Notariatsinstrument niedergelegt.

Gerds Tochter Gesche heiratete 1414 den in Bremen wohnhaften und sehr vermögenden Hinrich von der Hude, einen Großkaufmann. 1413 war seine erste Frau Margareta verstorben. Gesche und Hinrich hatten zwei Töchter: Margarete (Gretke) (* um 1430; † 1518) und Reimede (* um 1435; † nach 1459?). 1409 besaß Hinrich ein Haus bei der St. Martini Kirche, Außer in der Umbruchsphase von 1427 bis 1433 saß er von 1410 bis 1459 im Rat.

1443 erstellte Gerds Schwiegersohn Hinrich von der Hude im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren, das seit 1413 andauerte, eine Liste seiner Güteransprüche in Ritterhude, dazu kamen neben anderen Gütern Wälder in Stotel

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, die bereits seinem Urgroßvater, Ritter Friedrich von der Hude gehört hatten, sowie seinem Großvater Lüder von der Hude.

Da Hinrich söhnelos starb, nahm Geverd von der Hude die Gelegenheit wahr, sein Eigentum als nächster noch lebender, männlicher Verwandter (Schwertmage) in Anspruch zu nehmen. Hinrich vererbte jedoch vor seinem Tod am 9. Juni 1459 seinen Besitz an seine Frau, die Tochter Gerds von Dettenhusen, und seine zwei Töchter. Dabei sollte die Witwe den Besitz zusammenhalten. Gesche beschuldigte Jahrzehnte später ihren Schwiegersohn Lüder Scharhar, sie um ihren Anteil, die Hälfte des Gesamteinkommens aus dem Erbe, betrügen zu wollen. Das über den Fall sitzende Gericht bildeten am 25. April 1461 die Ratsherren Diderich Scharhar, Herrmann Gröpeling und Daniel Brand, dazu Frederick von Varle. Gesche setzte sich durch. Sie starb um 1492.

Sirzenich

Koordinaten:

Lage von Sirzenich in Rheinland-Pfalz

Sirzenich ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Trierweiler im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz mit etwa 1400 Einwohnern.

Die Ortschaft befindet sich in der Südeifel nahe der Grenze zu Luxemburg, die hier von der Sauer gebildet wird. Der Ort liegt erhöht über dem Tal des Sirzenicher Bachs, einem linken Zufluss der Mosel, auf einer Höhe von etwa 350 Meter über NHN im Ortszentrum und steigt bis 385 Meter auf der Aacher Höhe an.

Zum Ortsteil Sirzenich gehört auch der Wohnplatz Schützenhaus und ein Teil von Neuhaus.

Trierweiler befindet sich etwa 2,5 Kilometer (km, alle Entfernungsangaben in Luftlinie) westlich, Trier gut 3 km östlich und die Stadt Luxemburg 35 km südwestlich.

Im Jahre 975 wird der Ort als „Sarceni“ erstmals urkundlich erwähnt. Es gibt aber Hinweise (Grabungsfunde) darauf, dass die Ortslage schon zur Eisenzeit von den Kelten und danach von den Römern besiedelt war. Die Römerstraße Trier–Köln verlief in Ortsnähe. Am 20. März 1971 wurde aus den beiden bis zu diesem Zeitpunkt selbständigen Gemeinden Sirzenich (mit seinerzeit 680 Einwohnern (E.)) und Trierweiler (508 E.) eine neue Gemeinde Trierweiler gebildet. Am 16. März 1974 kamen noch die Gemeinden Udelfangen (245 E./Stand 1974) und Fusenich mit 94 E. in Form einer Eingemeindung hinzu.

Die nächsten Autobahnen sind die A 64 unmittelbar im Norden mit der Ausfahrt Nr. 3 „Trier“ sowie die A 1 im Osten. Die Bundesstraße 51 verläuft etwa einen Kilometer nordöstlich

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. Es gibt regelmäßige Busverbindungen nach Trier und in die umliegenden Orte.

Trier Hauptbahnhof ist der nächste Fernbahnhof mit IC-Verbindungen.

Die nächstgelegenen Verkehrslandeplätze sind der Flugplatz Trier-Föhren und der Flugplatz Bitburg; internationale Flughäfen sind der Flughafen Luxemburg und der Flughafen Frankfurt-Hahn.

Die Landwirtschaft spielt heute kaum noch eine Rolle. Im Ort gibt es einige mittelständische Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Im Industriegebiet Trierweiler-Sirzenich, verkehrsgünstig an der A 64 und der B 51 gelegen, haben sich etliche Gewerbebetriebe angesiedelt. Touristische Infrastruktur ist lediglich ansatzweise vorhanden.

Unter Denkmalschutz steht die Katholische Filialkirche St. Johannes Evangelist, deren Chor auf das Jahr 1436 datiert wird, während der Saalbau von 1681 ist.

Fusenich | Neuhaus | Sirzenich | Trierweiler | Udelfangen

Duarte III. Pio de Bragança

Duarte III. Pio de Bragança, vollständiger Name: Dom Duarte Pio João Miguel Gabriel Rafael, Herzog von Bragança (* 15. Mai 1945 in Bern, Schweiz) ist seit 1976 Chef des ehemals königlichen Hauses Braganza und Thronprätendent von Portugal.

Duarte ist der älteste Sohn von Duarte Nuno (1907–1976) und seiner Frau Maria Francisca Amélia Luísa Vitória (1914–1968), der Tochter von Pedro de Alcântara Luís Filipe d’Orleáns-Bragança, Prinz von Grão Pará und Elisabeth Gräfin Dobrženský von Dobrženitz. Zusammen mit seinen beiden Brüdern

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, Miguel Rafael Gabriel Xavier Teresa Maria Félix de Bragança (* 1946) und Henrique Nuno João Miguel von Bragança (* 1949), wuchs er zunächst in der Schweiz und Frankreich auf.

Am 27. Mai 1950 hob die portugiesische Nationalversammlung seine gesetzliche Verbannung von 1834 und 1910 auf. 1951 besuchte Duarte Portugal zum ersten Mal, begleitet von seiner Tante, Dona Filipa. Seit 1952 lebt er mit seinen Eltern und Brüdern in Portugal.

Von 1957 bis 1959 besuchte Duarte das „Colégio Nuno Álvares“ in Santo Tirso. 1960 ging er auf die Militärische Universität in Lissabon. Seinen Militärdienst leistete Duarte von 1968 bis 1971 in Angola ab, das zu dieser Zeit in den portugiesischen Kolonialkrieg verstrickt war. Er erhielt den Rang eines Leutnants zur See und arbeitete als Hubschrauberpilot in der portugiesischen Luftwaffe. 1972 beteiligte er sich mit einer multiethnischen angolanischen Gruppe an der Organisation einer unabhängigen Liste von Kandidaten zur Nationalversammlung. Das führte zu seiner Ausweisung aus Angola auf Anordnung des Premierministers Marcelo Caetano (1906–1980). Später setzte Duarte seine Kontakte mit verschiedenen politischen Führern in den Portugiesisch sprechenden Ländern fort.

1995 gründete Nikolaus von und zu Sandizell in Portugal die Aktiengesellschaft „Arqueonautas, Arqueologia Subaquatica SA“, eine der weltweit führenden marinearchäologischen Unternehmen. Duarte steht der Gesellschaft als Präsident des Aufsichtsrats vor.

Duarte war ein Befürworter der Unabhängigkeit von Osttimor, einer ehemaligen portugiesischen Kolonie, die 1975 durch Indonesien gewaltsam besetzt wurde. Noch bevor die politischen Führer der Welt diesen Umstand als Problem ansahen, organisierte Duarte mehrere nationale und internationale Kampagnen im Interesse Osttimors mcm taschen sale, darunter „Timor 87 Vamos Ajudar“ und „Lusitânia Expresso“ 1992. 1997 schlug Duarte dem indonesischen Vizepräsidenten Bacharuddin Jusuf Habibie vor, ein Referendum zur Unabhängigkeit von Osttimor abzuhalten

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. 1999, nachdem Habibie Präsident Indonesiens geworden war, wurde das Referendum abgehalten, das zur Unabhängigkeit Osttimors führte.

siehe auch: Geschichte Osttimors

Am 14. Mai 1995 heiratete Duarte im Hieronymus-Kloster in Lissabon Dona Isabel Inês de Castro Curvello de Herédia (* 22. November 1966), Tochter von Dom Jorge de Heredia und seiner Ehefrau Dona Raquel Leonor Pinheiro Cuvello. Zur Hochzeit reiste der gesamte europäische Hochadel an, und das staatliche Fernsehen übertrug die Trauung live. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor:

1834 wurde König Michael I. (1802–1866) ins Exil gezwungen. Weder er noch seine Nachkommen gaben ihren Anspruch auf den portugiesischen Thron je auf, sahen sich also als Gegenkönige zu Maria II. (1819–1853) bzw. den nach ihr regierenden Herrschern des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha. Erst 1921 kam es zur endgültigen Versöhnung der beiden verfeindeten Linien. Inzwischen hatte die Revolution von 1910 die Monarchie in Portugal beendet, und der letzte portugiesische König Emanuel II. (1889–1932) befand sich im Exil in England. Da Emanuel keine Nachkommen hatte, bestimmte er Duarte II. Nuno (1907–1976), einen Enkel König Michaels, zu seinem Nachfolger. Seit 1976 ist dessen Sohn Duarte III. Pio Chef des Hauses Braganza und somit theoretisch Prätendent auf den Thron, würde Portugal wieder eine Monarchie.

8D-Report

Ein 8D-Report ist ein Dokument, das im Rahmen des Qualitätsmanagements bei einer Reklamation zwischen Lieferant und Kunde (aber auch intern) ausgetauscht wird. 8D steht dabei für die acht obligatorischen Disziplinen (Prozessschritte), die bei der Abarbeitung einer Reklamation erforderlich sind, um das zu Grunde liegende Problem zu überwinden. Ein 8D-Report ist damit Teil des Reklamationsmanagements und dient der Qualitätssicherung beim Lieferanten.

Im 8D-Report werden die Art der Beanstandung, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen zum Beheben des Mangels festgeschrieben. Der 8D-Report ist u. a. durch den Verband der Automobilindustrie standardisiert.

Mit der 8D-Methodik wird, ähnlich wie bei der Six-Sigma-Methodik, eine systematische Vorgehensweise und konsequente Dokumentation der einzelnen Lösungsschritte erreicht. Der Ansatz beider Methodiken ist faktenorientiert und stellt sicher, dass Produktfehler auf ihre Ursachen zurückgeführt und diese dauerhaft abgestellt werden, anstatt nur Symptome zu überdecken.

Die 8D-Methode überschneidet sich weitgehend mit dem DMAIC-Kernprozess in Six Sigma und kann wie dieser vor allem dann angewendet werden, wenn die Ursache eines Problems unbekannt ist oder belegt werden muss und die Lösung des Problems über die Kenntnisse einer Einzelperson hinausgeht, also ein Team (aus zum Beispiel verschiedenen Abteilungen) benötigt wird. Oft ist es ebenfalls von Bedeutung, dass für ein zeitaufwändiges Problem eine schnelle Lösung gebraucht wird.

Bevor die Methode angewendet wird, sollte aber geklärt werden, ob diese aufwändige Methode nötig ist. Kleinere Probleme können oftmals schneller durch andere Methoden gelöst werden.

Die 8D-Methode kann nur dann wirksam funktionieren, wenn der 8D-Report das Fortschreiten der Verbesserungsbemühungen zeitnah dokumentiert und als Arbeitsmittel zur Reklamationsbearbeitung genutzt wird. Fälschlicherweise wird ein 8D-Report oft erst nach Abschluss einer Reklamation erstellt, da der Kunde solch einen Report fordert. Die Methode wird bisweilen verwendet, um die Ursache von Abweichungen / Anomalien in technischen Prozessen zu finden. Hierbei ist zu beachten, dass dies nur dann gelingt, wenn der zu untersuchende Prozess zu einem vorangegangenen Zeitpunkt auch einmal (stabil) funktioniert hat.

Der 8D-Prozess umfasst folgende acht Schritte:

Die Mitglieder des Teams sollten über ausreichende Prozess- und Produktkenntnisse verfügen. Ebenso sollten sie zur Mitarbeit bereit sein und mit den notwendigen Kenntnissen und Kompetenzen ausgestattet sein, um das Problem auf seine Ursachen zu analysieren, Korrekturmaßnahmen einzuleiten und ihre Wirksamkeit überwachen zu können.

Das Problem ist so genau wie möglich zu definieren, wobei der Kern des Problems herausgearbeitet und quantifiziert werden sollte.

Sofortmaßnahmen dienen der Schadensbegrenzung und sollen die weitere Ausbreitung des Problems verhindern, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist (z. B. Absonderung durch Sortierprüfung oder 100 %-Prüfung fehlerverdächtigen Materials).

Es wird nach Fehlerursachen gesucht und die wahrscheinlichste(n) Grundursache(n) durch Experimente, Tests und Vergleiche identifiziert und nachgewiesen.

Um nachhaltig sicherzustellen, dass ähnlich gelagerte Fehler nicht wieder auftreten, muss im Zuge der Root-Cause-Analyse über die technische Ursache hinaus auch die organisatorische Ebene betrachtet werden. Hierzu ist eine Orientierung an den drei Bereichen „Warum ist der Fehler aufgetreten?“, „Warum wurde der Fehler nicht entdeckt?“ und „Warum wurde der Fehler nicht verhindert?“ empfehlenswert.

Abhängig von der Problemstellung können in D4 verschiedene Techniken zur Ursachenermittlung herangezogen werden, beispielsweise 5-Why-Methode oder Ishikawa-Diagramm.

Es werden Maßnahmen ermittelt, die die Grundursachen beseitigen können. Die optimale(n) Maßnahme(n) werden ausgewählt und durch Versuche nachgewiesen, dass das Problem effektiv und auch effizient gelöst werden kann sowie keine unerwünschten Nebenwirkungen entstehen werden. Bei der Festlegung von Maßnahmen steht die Fehlervermeidung und nicht die Fehlerentdeckung im Vordergrund.

Die Abstellmaßnahmen können sich auf Prozessparameter, Produktspezifikationen und andere Vorgabedokumente sowie auf Prüfmethoden und die Mitarbeiterqualifikation auswirken. Nach erfolgreicher Einführung der Abstellmaßnahme(n) wird/werden die Sofortmaßnahme(n) aufgehoben.

Für den Bereich der Automobilindustrie ist festgelegt, dass nur prozessverbessernde Maßnahmen als Abstellmaßnahmen im Sinne des 8D-Prozesses zulässig sind. Personelle Maßnahmen wie Ermahnungen, Schulungen oder Trainings gelten nicht als prozessverbessernd.

Es muss durch Vorbeugemaßnahmen sichergestellt werden

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, dass gleiche oder ähnliche Fehler zukünftig ausgeschlossen werden. Die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen wird – z. B. durch Erhöhen der Prüfschärfe – über einen angemessenen Zeitraum überwacht. Hersteller von Produkten für die Automobil- und Luftfahrtindustrie sind aufgefordert, die im Rahmen der Ursachenfindung neu erkannten Risiken im Entwicklungs- und Herstellprozess nach der FMEA-Methode – failure mode and effects analysis (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) – (Risikoanalyse) zu bewerten und zu minimieren. Auch das Qualitätsmanagementsystem mit seinen festgelegten Verfahren und Regelungen wird möglicherweise an neue Anforderungen angepasst werden müssen.

Die gemeinsame Anstrengung wird gewürdigt und die Erfahrungen ausgetauscht.

Die Disziplinen D1, D2 und D5 sind bei Six Sigma Teil des Definitionsprozesses, wobei Disziplin 5 neben den Disziplinen D3 und D6 die Verbindung zum Verbesserungsprozess, dem Improve beim DMAIC-Projekt, herstellt. Die Disziplin D4 wäre Teil des Mess- bzw. Analyseprozesses, D7 entspricht dem Control im Six-Sigma-Kernprozess, also der Steuerung des Prozesses um Fehlerwiederholungen auszuschließen. Auch bei DMAIC-Projekten soll am Ende jedes Projektes eine entsprechende Würdigung, also die achte Disziplin laut 8D-Report stehen.

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Der Dienst wurde im Mai 2007 von eBay aufgekauft. Der offizielle Kaufpreis lag bei 75 Millionen US-Dollar.

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