Ballonerbse

Ballonerbse (Lessertia frutescens)

Die Ballonerbse (Lessertia frutescens, Syn.: Colutea frutescens L., Sutherlandia frutescens (L.) R. Br.), ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae, Leguminosae).

Es ist eine traditionelle südafrikanische Heilpflanze, die in den letzten Jahren aufgrund ihres erfolgreichen Einsatzes als Tonikum bei AIDS- und Krebspatienten ein zunehmendes wissenschaftliches und öffentliches Interesse weckt.

Bei Lessertia frutescens handelt es sich um einen immergrünen Halbstrauch der Wuchshöhen von bis zu 1 m erreicht, der ausschließlich in den Wüsten des südlichen Afrikas (Südafrika, Namibia, Botswana) verbreitet ist. Die schmalen, leicht behaarten, silbrig erscheinenden Fiederblätter und die auffälligen roten Schmetterlingsblüten, in zahlreichen Büscheln angeordnet, weisen auf die Zugehörigkeit zur Familie der Hülsenfrüchtler hin. An den ballonartig aufgeblasenen, rot überlaufenen Fruchthülsen ist die Pflanze leicht zu erkennen. Lessertia ist eine Pionierpflanze, d. h. sie kann extreme Bedingungen ertragen und wächst als erste Art an Stellen, wo noch keine andere Pflanzen gedeihen können. Dringen andere Pflanzenarten in diese Gebiete vor, verschwindet die Art.

Die Einheimischen nutzen diese Art schon seit Jahrhunderten als vielfältig einsetzbares Heilmittel. Diese Pflanzenart wird von traditionellen Heilern zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems bei den verschiedensten Krankheiten eingesetzt. So nennt das Volk der Sotho die Pflanze Lerumo-lamadi – „Speer des Blutes“, weil Sutherlandia das Blut reinigen und so den Körper kräftigen soll. Cancer-Bush (auf deutsch: Krebsbusch, auf Africaans: kankerbos) ist ein anderer Name, unter dem die Pflanze in Südafrika bekannt ist mcm taschen sale. Auch während der Grippeepidemie 1918 wurde die Pflanze eingesetzt und wird seitdem von dem Volk der Zulu Unwele genannt – „die wunderbare Medizin“.

Als Hauptinhaltsstoffe enthält Sutherlandia zahlreiche Aminosäuren, wie z. B. L-Canavanin, daneben D-Pinitol und Gamma-Aminobuttersäure (GABA), Saponine, Phenole, Tannine, Herzglykoside und mehrere Flavonoide

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. L-Canavanin, eine nichtproteinogene Aminosäure, fungiert als ein L-Arginin-Antagonist, verringert die Aufnahme essentieller Aminosäuren aus dem Darm und stört die Proteinbiosynthese. Die Zusammensetzung der Ballonerbsenzubereitungen unterliegt starken Variationen, die von genetischen Unterschieden, Anbauort, Jahreszeit, Erntemethode, verwendeten Pflanzenteilen und Verarbeitungsverfahren abhängen.

Gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation für die Bewertung pflanzlicher Arzneimittel wird die Droge als sicher eingestuft, da die Geschichte der sicheren Anwendung in Südafrika weit in die Vergangenheit zurückreicht. Es sind keine schweren unerwünschten Nebenwirkungen dokumentiert. Es existieren lediglich vereinzelte Berichte über einen leichten diuretischen Effekt, Durchfall, Verstopfung und trockene Mundschleimhaut nach Einnahme von Sutherlandia. L-Canavanine kann an Stelle von Arginin in Proteine eingebaut werden, was bei längerer Anwendung zu Autoimmunkrankheiten führen kann. So kann ein Lupus erythematodes auftreten. Darüber hinaus gibt es Einzelberichte über Fehlbildungen und Fehlgeburten.

Fan Noli

Fan Noli (auch Fan S. Noli oder Fan Stylian Noli, eigentlicher Name: Teofan Stylian Noli; * 6. Januar 1882 in İbriktepe, Osmanisches Reich, heute Türkei; † 13. März 1965 in Fort Lauderdale, Florida, Vereinigte Staaten) war ein orthodoxer albanischer Bischof, der sich auch als Schriftsteller, Historiker und Politiker betätigte. 1924 bekleidete er für kurze Zeit das Amt des albanischen Ministerpräsidenten. 1908 hatte er als erster Priester eine Messe in albanischer Sprache abgehalten.

Geboren in Thrakien lebte Fan Noli als junger Mann in der griechischen Hauptstadt Athen und im ägyptischen Alexandria. Er war in seinen jungen Jahren als Hauslehrer, Übersetzer und Schauspieler tätig. Über seine Kontakte zur albanischen Diaspora wurde er früh ein Anhänger der albanischen Nationalbewegung Rilindja.

1906 ging er in die Vereinigten Staaten nach Boston, um dort die albanische Emigrantengemeinde für die Nationalbewegung zu mobilisieren. Noli arbeitete für verschiedene Zeitschriften und engagierte sich vor allem für die Gründung einer orthodoxen albanischen Kirche in den USA, weil die orthodoxen Albaner sich von der griechischen Kirche, der sie bis dahin angehörten, unterdrückt fühlten. Er wurde am 8. März 1908 vom russischen Bischof in New York City zum Priester geweiht und zelebrierte im selben Jahr am 22. März erstmals die Liturgie in albanischer Sprache. Von 1908 bis 1912 absolvierte Noli ein Studium in Harvard und kehrte dann nach Europa zurück, um auch dort die albanische Unabhängigkeitsbewegung zu unterstützen. 1913 kam er zum ersten Mal in das gerade unabhängig gewordene Albanien. Während des Ersten Weltkriegs hielt er sich wieder in den USA auf, wo er der Vorsitzende des albanischen Vereins Vatra wurde. Damit war er praktisch das Oberhaupt der albanischen Diaspora in Nordamerika. Nach dem Krieg konnte er den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson dazu bewegen, sich bei den Pariser Friedensverhandlungen für die albanische Unabhängigkeit auszusprechen, die dann auch erreicht werden konnte

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. Mit der Aufnahme Albaniens in den Völkerbund 1920 war der junge Staat international anerkannt. Auch dieser Erfolg war wesentlich ein Verdienst Nolis.

Im November 1918 wurde Noli noch in den USA zum Archimandriten erhoben. 1923 dann wurde er in Albanien zum Erzbischof gewählt und geweiht. So wurde die eigenständige Hierarchie der im Entstehen begriffenen albanischen orthodoxen Kirche begründet.

1921 kam Noli als Vertreter der liberalen Vatra-Partei ins albanische Parlament, wo er diese Fraktion leitete. Er war kurze Zeit Außenminister unter Ministerpräsident Xhafer Ypi und stand dann in scharfer Opposition zu Ypis Nachfolger Ahmet Zogu, der die konservativen Großgrundbesitzer anführte. Als Zogu, der einen liberalen Politiker hatte ermorden lassen, im Mai 1924 vor dem Volkszorn nach Jugoslawien fliehen musste, war der Weg frei für eine liberale Regierung unter Noli. Im Juni 1924 wurde er Ministerpräsident.

Sein demokratisches Reformprogramm war in der politischen Elite sehr unbeliebt und bereits zu Weihnachten 1924 wurde Noli von den Anhängern Zogus gestürzt. Er floh nach Italien und kehrte später in die USA zurück, wo er im Exil ab 1932 eine demokratische Opposition gegen Zogu zu formieren versuchte. Letzterer hatte sich 1928 zum König von Albanien erklärt.

Noli engagierte sich auch von Amerika aus für die Entwicklung der Autokephalen orthodoxen Kirche von Albanien. Insbesondere wirkte er an der Übersetzung der liturgischen Texte ins Albanische mit. Er tat sich aber auch als Übersetzer von Werken der Weltliteratur (z mcm taschen sale. B. William Shakespeare) in seine Muttersprache hervor. Im Zweiten Weltkrieg hatte er Kontakt zu den albanischen Kommunisten unter Enver Hoxha. Er befürwortete deren Anerkennung als die rechtmäßigen Vertreter Albaniens in der Anti-Hitler-Koalition durch die US-Regierung. Seinen Lebensabend verbrachte Noli in Florida, wo er am 13. März 1965 im Alter von 83 Jahren starb.

Klaviersonate (Barber)

Die Klaviersonate op. 26 in es-Moll gilt als das bedeutendste Klavierwerk von Samuel Barber und ist seine einzige Klaviersonate. Sie hat eine Gesamtdauer von etwa 20 Minuten und wurde am 9. Dezember 1949 von Vladimir Horowitz uraufgeführt.

Typisch für Barber ist an dieser Sonate in vielerlei Hinsicht ein Versuch der Integration von Tradition und Avantgarde erkennbar: Sie ist traditionell viersätzig aufgebaut, allerdings mit starken Abweichungen in der Form der einzelnen Sätze. Sie ist von einer höchst freitonalen Tonsprache geprägt, größtenteils sind Tonarten bestimmbar, teilweise trotz der Verwendung von Zwölftonreihen. Jeder Satz hat seine Haupttaktart, aber auch viele ungewöhnliche Taktwechsel.

Der erste Satz im 4/4-Takt folgt einer Sonatenhauptsatzform im weiteren Sinne. Das Hauptthema steht in es-Moll und ist geprägt vom punktierten Rhythmus und einem kleinen Sekundschritt abwärts. Das Seitenthema steht in einem etwas unsicheren c-Moll, der Mollparallele der Dur-Variante von es-Moll und wird begleitet von einem Zwölftonostinato aus Achtelsextolen. Nach dem Seitenkomplex ist eine Durchführung eingeschoben, die länger ist als die spätere Durchführung zwischen Exposition und Reprise. Danach folgt eine Schlussgruppe, in der das c-Moll des Seitenthemas deutlich bestätigt wird

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. Diese geht in eine kurze, bewegtere Durchführung im 3/8-Takt über, die direkt in die gewaltige Reprise des Hauptthemas hineinmündet. Die Reprise verläuft sehr ähnlich wie die Exposition, mit dem Unterschied, dass es-Moll nicht mehr verlassen wird und die Durchführung wegfällt. Die Schlussgruppe wird noch verlängert durch eine kurze Coda, in der verschiedene Motive von vorher über einem Viertel-Ostinato noch einmal erscheinen

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. Der Satz endet mit einem kurzen letzten Aufbäumen des Hauptmotivs im Fortissimo.

Der zweite Satz im schnellen 6/8-Takt steht in G-Dur und nimmt die Rolle eines Scherzos ein. Er ist zeitlich mit Abstand der kürzeste Satz und hat einen wesentlich leichteren Charakter als der Rest der Sonate. Der A-Teil ist von durchgehenden Achtelbewegungen geprägt, ein B-Teil in C-Dur schlägt ein Walzermetrum an, das aber immer wieder durch eingeschobene 4/4-Takte zerstört wird. Mit einem letzten Arpeggio verschwindet der Satz im Diskant.

Der dritte Satz steht ebenfalls im 6/8-Takt, ist aber nach Barbers Metronomangaben etwa zehnmal langsamer als der zweite. In durchzieht als Grundbaustein eine aus vier übermäßigen Dreiklängen zusammengesetzte Zwölftonreihe. Die Tonart ist schwer zu bestimmen, jedenfalls endet er aber auf h-Moll.

Den Schlusssatz bildet eine höchst virtuose Fuge. Hier bedient sich Barber vieler kontrapunktischer Techniken, darunter Umkehrung mcm taschen sale, doppelter und vierfacher Augmentation sowie Engführung, die er gegen Ende des Satzes mit zwölf um nur eine Achtel verschobenen Einsätzen auf die Spitze treibt.