Kloster Rettel

Das Kloster Rettel in Rettel an der Mosel im Département Moselle war über Jahrhunderte eine bedeutende Benediktinerabtei, seit dem 15. Jahrhundert ein wichtiges Kartäuserkloster in Lothringen.
Im Jahr 800 gründete Effetia, eine Tochter Karls des Großen, die im nahen Haute-Kontz ihre Residenz hatte, in Rettel eine Benediktinerabtei. 1431 übernahmen Kartäuser aus Marienfloss die Abtei. Im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts erfolgte ein Neubau nach dem Vorbild der Kartause von Bosserville, die selbst im 17. Jahrhundert von Rettel aus gegründet worden war. In der Französischen Revolution wurde das Kloster Rettel aufgehoben und die Gebäude auf Abbruch versteigert. Danach richteten sich Dominikanerinnen in den Ruinen der Kartause ein Kloster ein. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg 1944 wurde das Kloster endgültig aufgegeben.
Über die ursprüngliche karolingische Klosteranlage haben wir keinerlei Vorstellung. Die wenigen erhaltenen Baureste und v.A. ein Stich des 18. Jahrhunderts geben uns jedoch ein zuverlässiges Bild vom barocken Kartäuserkloster: Die einschiffige Kirche hatte zur Mosel hin eine Fassade mit monumentaler Säulenordnung, flankiert durch schlossartige Klosterflügel. Dahinter lag der große rechteckige Kreuzgang mit Klostergarten und den Einzelhäusern der Mönche. Erhalten sind nur Reste der Seitenflügel des Klosters und einige Fundamente.
49.44246.3265166666667Koordinaten: 49° 26′ 33″ N, 6° 19′ 35″ O

Giuseppe Terragni

Giuseppe Terragni (* 18. April 1904 in Meda, Italien; † 19. Juli 1943 in Como, Italien) war ein italienischer Architekt und zählt zu den bedeutendsten Vertretern des italienischen Rationalismus.

Giuseppe Ercole Enea Terragni wurde als jüngster von vier Söhnen des in Meda tätigen Bauunternehmers Michele Terragni geboren. 1909 zog die Familie Terragni nach Como in die via Indipendenza. Ab 1917 besuchte Giuseppe Terragni das Istituto Tecnico Cajo Plinio Secondo in Como. Danach studierte er von 1921 bis 1926 Architektur am Mailänder Polytechnikum, wo er im Oktober 1926 diplomierte.
Zusammen mit sechs weiteren Hochschulabsolventen des Politecnico di Milano – Luigi Figini, Guido Frette, Sebastiano Larco, Adalberto Libera, Gino Pollini, Carlo Enrico Rava – gründete er 1926/27 unter dem Namen Gruppo 7 die Architektur-Bewegung der Architettura Razionale. Das Manifest des italienischen Rationalismus (Razionalismo), die sogenannten 4 note, wurden von der Gruppo 7 unter dem Titel „Architektur und eine neue Epoche der Klassik“ in der Zeitschrift La Rassegna Italiana zwischen Dezember 1926 und Mai 1927 veröffentlicht.
Nach seinem Architekturdiplom gründete Giuseppe 1927 mit seinem Bruder Attilio Terragni ein Architekturbüro im elterlichen Wohnhaus in Como. Dieses Büro wurde bis 1939 geführt. Bei der ersten Ausstellung der Architettura Razionale 1928 in Rom war Terragni mit seinem Entwurf für ein Gaswerk in Como (1927) vertreten. 1932 begann seine Zusammenarbeit mit dem Mailänder Architekten Piero Lingeri, mit dem er 1936 die Casa Rustici in Mailand realisierte.
Terragni ist einer der wichtigsten Wegbereiter der architektonischen Moderne in Italien. Für Bruno Zevi stellt das Werk Terragnis den Ankerpunkt einer organischen und innerlich demokratischen Architektur dar, für die es ansonsten in Italien kaum Ansatzpunkte gibt. Zu den wesentlichen Gestaltungselementen seiner Architektur zählte die strikte Ablehnung des Historismus sowie die Reduktion auf elementare geometrische Grundformen. Neben der Orientierung an den Leitbildern der klassischen Moderne wurden durch die romanità und mediterraneità bewusst auch nationale Bautraditionen zum Vorbild. Gerade die Verwendung von Marmor oder auch die Dreidimensionalität der Fassade zählen für die Architettura Razionale zu den nationalen Prägungen. Schon 1925 war Terragni nach Florenz und Rom gereist, um dort die Architektur der Antike und Renaissance zu studieren. Er zeigte sich fasziniert von den kristallklaren geometrischen Körpern, deren Formenreichtum auf wenigen Typen basiert. Für das genaue Studium der Architektur der Moderne unternahm er 1927 (Oktober/November) und 1931 (November) Reisen nach Deutschland.
Seinem Selbstverständnis zufolge betrachtete Terragni seine Architektur keinesfalls frei von historischen, vor allem klassizistischen Bezügen. Im Sinne ihrer abstrahierenden Momente bezog er sich bewusst auf die römische Antike, wie etwa die Qualität von Ordnung und Rhythmus in seinen Arbeiten zeigen. Terragnis Klassizismus beruht demnach auf einem absoluten Purismus mathematischer Beziehungen, der sich in klassischen Proportionen ausdrückt.
In seiner nur 13 Jahre währenden Schaffenszeit von 1926 bis 1939 errichtete er zahlreiche Gebäude, die konsequent vom Geist der Moderne getragen sind, darunter das Wohngebäude Novocomum mit seiner markanten, an Konstantin Stepanowitsch Melnikow erinnernden Ecklösung (1929), die Casa del Fascio (heute Casa del Popolo, 1936) mit ihrem rationalistischen Proportions- und Raumordnungssystem sowie den Kindergarten Sant’Elia (1937). Alle genannten Gebäude befinden sich in Terragnis Hauptschaffensort, dem norditalienischen Como.
Typisch für die Situation in Italien war, dass sich Terragni, wie fast alle anderen führenden italienischen Modernisten, offen zum Faschismus bekannte und seine rationalistische Architektur dem Regime als Staatsstil anzudienen versuchte. Erst nach 1935 gewannen in Italien neoklassizistische, monumentale Tendenzen der sogenannten Scuola Romana schrittweise die Oberhand. Terragni hatte sich davon bis zu seinem frühen Tod mit 39 Jahren allerdings nicht beeinflussen lassen. Am 19. Juli 1943 verstarb er in Como an den Folgen seines Einsatzes als Soldat an der deutsch-italienischen Front in Russland. Nach einer kurzen Zeit im russischen Feldlazarett wurde er im Januar 1943 nach Italien zurückgebracht und in Cesenatico in das Ospedale Militare eingeliefert. Trotz längerer Klinikaufenthalte konnte er sich jedoch nicht mehr erholen und erlitt eine Hirnvenenthrombose.
Vor allem für nachfolgende Architekten wie Aldo Rossi, Nicos Valsamakis aber auch Peter Eisenman war Giuseppe Terragni ein wichtiger Bezugspunkt.

Diana Barnato Walker

Diana Barnato Walker (geborene Barnato, * 15. Januar 1918; † 28. April 2008) war eine englische Pilotin und die erste Britin, die schneller als der Schall flog.
Diana Barnato war die jüngere der beiden Töchter des Finanziers und bekannten Rennfahrers Woolf Barnato und seiner Frau Dorothy Maitland Falk of White Plains, New York. Ihr Großvater war der südafrikanische Diamantenmagnat Barney Barnato. Als Diana vier Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Einige Jahre später heiratete die Mutter erneut. Der neue Mann war Richard Butler Wainwright, ein hoch dekorierter Kampfpilot aus dem Ersten Weltkrieg. Auch ein Onkel väterlicherseits war Pilot. Jack Barnato flog im Weltkrieg für den Royal Naval Air Service. Barnatos Familie war sehr wohlhabend und genoss gesellschaftliche Anerkennung in höchsten Kreisen. So wurde Diana als 18-jährige Debütantin König Eduard VIII. vorgestellt.
Diana Barnato interessierte sich von Kindesbeinen an für die Luftfahrt und beschloss im Alter von 20 Jahren, Pilotin zu werden. Ihre Grundausbildung erhielt sie beim Brooklands Flying Club in Surrey auf Doppeldeckern vom Typ Tiger Moth. Sie erwies sich als sehr begabt und absolviert schon nach sechs Flugstunden ihren ersten Soloflug.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges meldete sich Barnato freiwillig. 1940 diente sie bis zur Schlacht von Dünkirchen als Krankenschwester in Frankreich. Nach der Evakuierung aus Frankreich fuhr sie im von der Luftwaffe bombardierten London Krankenwagen.
Im Februar 1940 wurde mit der Air Transport Auxiliary eine fliegerische Hilfstruppe aufgestellt, die Flugzeuge überführen sollte. Da es aufgrund der hohen Verluste einen chronischen Mangel an ausgebildeten Kampfpiloten gab, wurden zivile Piloten rekrutiert, zu denen bald auch Frauen gehörten.
Diana Barnato gehörte zu den ersten weiblichen Piloten des Air Transport Auxiliary. Sie bestand den Eignungstest am 9. März 1941 in White Waltham (Berkshire) auf einer Tiger Moth. Sie begann ihre Grundausbildung im November 1941 und schloss diese im Mai 1942 ab.
Nach der Ausbildung flog die junge Pilotin vorerst einmotorige weniger leistungsfähige Flugzeuge. Nach weiteren Lehrgängen überführte sie Hochleistungsjäger wie z.B. Supermarine Spitfire, Hawker Hurricane, North American P-51 und Hawker Tempest. Barnato erweiterte ihre Ausbildung und flog später auch zweimotorige Maschinen wie z.B. Armstrong Whitworth Whitley, Bristol Blenheim, de Havilland Mosquito, North American B-25 und Vickers Wellington.
Barnato diente im Air Transport Auxiliary bis zu dessen Auflösung Ende 1945. Diana Barnato Walker flog in ihrer aktiven Dienstzeit 80 Flugzeugtypen. Dazu gehörten 260 überführte Spitfires.
Nachdem Diana Barnatos Verlobter Squadron Leader Humphrey Gilbert bei einem Übungsflug in seiner Spitfire den Tod fand, heiratete sie am 6. Mai 1944 Wing Commander Derek Ronald Walker. Walker stürzte am 14. November 1945 bei schlechtem Wetter mit einer P-51 ab und wurde ebenfalls getötet. Später hatte Diana Barnato Walker eine Affäre mit Air Commodore Whitney Straight. Straight war, wie auch Dianas Vater, vor dem Krieg ein erfolgreicher Rennfahrer gewesen. Der gemeinsame Sohn Barney wurde 1947 geboren. Diana hatte nach Walkers Tod beschlossen, nie wieder zu heiraten und verlangte von Straight nicht, seine Ehefrau zu verlassen.
Diana Barnato Walker blieb auch nach dem Krieg der Fliegerei treu. Viele Jahre flog sie für das Women’s Junior Air Corps (später: Girls’ Venture Corps), einer britischen Jugendorganisation, die sich in der aeronautischen Ausbildung junger Frauen engagiert. Im Juli 1948 bewies sie nach einem Motorschaden einer Ausbildungsmaschine des Women’s Junior Air Corps erneut ihr fliegerisches Können, als sie ihre brennende Fairchild nach Ablassen sämtlichen Treibstoffes im reinen Segelflug sicher landete.
Am 26. August 1963 erreichte Diana Barnato Walker als Copilotin von Squadron Leader Ken Goodwin in einer English Electric Lightning T4 eine Geschwindigkeit von Mach 1.65. Damit wurde sie zur ersten britischen Frau, die die Schallmauer durchbrach. Kurz nach dem Rekord-Flug wurde Krebs diagnostiziert. Sie musste dreimal operiert werden.
Diana Barnato Walker war Mitglied der Royal Aeronautical Society und wurde 1965 für ihre Verdienste um die Luftfahrt zum Member of the British Empire ernannt.
Diana Barnato Walker starb am 28. April 2008 im Alter von 90 Jahren.

Under the Radar Over the Top

Under the Radar over the Top ist das vierzehnte Studioalbum der deutschen Dance-Band Scooter. Es wurde am 2. Oktober 2009 auf Scooters Eigenlabel Sheffield Tunes veröffentlicht. Das Album wurde im Jahr 2009 in den Sheffield Underground Studios von H.P. Baxxter, Rick J. Jordan, Michael Simon sowie Jens Thele produziert. Es stieg direkt auf Platz 2 der Media Controls ein und ist somit die höchste Albumplatzierung, die Scooter in Deutschland bisher erreicht haben.
Es ist eine Normaledition des Albums erhältlich, sowie eine Limited Edition, in der neben der Normal-CD sowohl eine DVD enthalten ist, die ein Scooter-Interview sowie Ausschnitte aus verschiedenen Auslandsbesuchen zeigt, als auch eine zweite CD, worauf sich, laut H.P. Baxxter, „Scooter-untypische“ Songs befinden. Eine weitere Edition, die Limited Fan-Box, enthält neben den zwei CDs und der DVD auch diverses Fanmaterial, unter anderem eine Flagge.

Charakteristisch an dem Album ist die große Verwendung von Hardstyle-Elementen. War das letzte Album noch im Jumpstyle gehalten, so ist es diesmal härter im Sound.
Einige Tracks (wie z.B. J’adore Hardcore, Bit a Bad Boy, Stuck on Replay) sind auf das Mitsingen eines Live-Publikumes angelegt.
Die Single-Version von The Sound Above My Hair ist abgeändert worden und enthält jetzt keine Hardstyle-Elemente mehr. Die ursprünglichen rein instrumentalen Teile wurden herausgenommen und durch Fangesänge und Dudelsäcke ersetzt.
Bei Ti Sento wird der Refrain von einer Sängerin gesungen, jedoch nicht von der normalerweise gepitchten Stimme, sondern von der Original-Interpretin des Liedes, Antonella Ruggiero. Im Track Second Skin singt H.P. Baxxter selbst.
Clic Clac und Metropolis sind die einzigen Instrumental-Stücke des Albums. Von der Anzahl her ist dies, im Vergleich zu anderen Scooter Alben, eher wenig.
Am 14. August 2009 wurde die Single J’adore Hardcore veröffentlicht. Sie stieg direkt auf Platz 12 der Media Controls ein. Im Video zur Single sieht man Scooter Frontmann H.P. Baxxter, die Band in einer Musikhalle sowie mehrere Melbourne-Shuffle-Tänzer.
Am 2. Oktober erschien, am selben Tag wie das Album, die Single Ti sento, die eine Cover-Version des gleichnamigen Liedes der italienischen Band Matia Bazar ist. Sie stieg direkt auf Platz 11 der Media Controls ein. In der Folgewoche kletterte der Titel auf Position 10 der Charts und ist somit Scooters 23. Top-Ten-Hit in Deutschland. Im dazugehörigen Video verzichtete man diesmal auf Tänzer; es spielt in den 1940er-Jahren. Die Scooter-Mitglieder tragen schwarze Anzüge und sind Bodyguards einer Opernsängerin, nämlich Antonella Ruggiero, die im Song die weiblichen Vocals singt.
Am 27. November erschien die dritte Single-Auskopplung aus dem Album: The Sound Above My Hair. Der Song erreichte in der ersten Woche in den Charts nur Platz 38 und war damit zum Zeitpunkt des Erscheinens nach She´s the Sun die erfolgloseste Singleauskopplung der Band. Das Video zur Single spielt vor dem Schloss von Wernigerode im Harz. Von halbnackten Frauen mit Dudelsäcken und einer kleineren Menschenmenge begleitet fuhren die Scooter-Mitglieder auf dem sogenannten Scooter-Mobil durch die Gegend. Es zeigt offensichtliche Parallelen zum Rattenfänger von Hameln.
Im März erschien die Single Stuck on Replay, die das offizielle Lied der Eishockeyweltmeisterschaft 2010 war, die im Mai 2010 in Deutschland stattfand. Scooter hatten einen Live-Auftritt beim Eröffnungsspiel Deutschland – USA vor 76.000 Zuschauern in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Die Single erreichte Position 36 der deutschen Charts.
Bonus CD:
H.P. Baxxter • Michael Simon • Philip Speiser
Ferris Bueller • Axel Coon • Jay Frog • Rick J. Jordan
… and the Beat Goes On! (1995) • Our Happy Hardcore (1996) • Wicked! (1996) • Age of Love (1997) • No Time to Chill (1998) • Back to the Heavyweight Jam (1999) • Sheffield (2000) • We Bring the Noise! (2001) • The Stadium Techno Experience (2003) • Mind the Gap (2004) • Who’s Got the Last Laugh Now? (2005) • The Ultimate Aural Orgasm (2007) • Jumping All Over the World (2007) • Under the Radar Over the Top (2009) • The Big Mash Up (2011) • Music for a Big Night Out (2012) • The Fifth Chapter (2014) • Ace (2016)
Encore – Live & Direct (2002) • Excess All Areas (2006) • Live in Hamburg (2010)
Rough and Tough and Dangerous (The Singles 94/98) (1998) • Push the Beat for This Jam (The Singles 98-02) (2002) • 24 Carat Gold (2002) • 20 Years of Hardcore (2013)
Diskografie

San Niculò (Pontresina)

San Niculò (rätoromanisch im Idiom Puter, deutsch Sankt Nikolaus) ist die evangelisch-reformierte Dorfkirche in Pontresina im Oberengadin. Das Gebäude steht unter kantonalem Denkmalschutz.

Erbaut wurde die Kirche im Barockstil 1640, gegen Ausgang des Dreissigjährigen Krieges und nach Abschluss der Bündner Wirren. Sie liegt an der Via Maistra am südlichen Ausgang des alten Viertels Laret und bestimmt massgeblich das Dorfbild.
Der heute an das Kirchgebäude anschliessende Turm stand früher an der Westmauer der Kirche an der Via Maistra. 1887 versetzte der Architekt Jakob Ragaz den Turm in alter Form an die heutige Stelle. So erhielt er wieder den achteckigen Aufsatz und die alte Zwiebelhaube von 1720. Seine Wetterfahne nennt mit 1887 das Jahr der Versetzung.
Die Kirche ist – im Gegensatz zu der wegen ihrer Fresken berühmten Kirche Sta. Maria, die der politischen Gemeinde Pontresina gehört – im Besitz der Kirchgemeinde. Die Kirche bietet Platz für mehr als 300 Personen und ist wegen ihrer Akustik häufiger Austragungsort von Konzerten. Im Oberengadin diente San Niculò kurz nach ihrer Fertigstellung als Vorbild für die Kirche Bel Taimpel in Celerina.
Innerhalb der evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden gehört Pontresina zum Kolloquium VII Engiadin’Ota – Bregaglia – Poschiavo – Sursès. Zudem ist Pontresina dem Oberengadiner Kirchgemeindeverband Il Binsaun angeschlossen.
46.4934159.902343Koordinaten: 46° 29′ 36″ N, 9° 54′ 8″ O; CH1903: 789119 / 152091

Buibau

Buibau (Boibau, Buibao, Boebau) ist ein osttimoresisches Dorf, Aldeia und Suco im Verwaltungsamt Baucau (Gemeinde Baucau).

Der Ort Buibau liegt nah des Zentrums des Sucos, auf einer Meereshöhe von 199 m. Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria No. 7 Buibau.
In Buibau leben 3.708 Einwohner (2010, 2004: 3.493). Etwa 85 % der Einwohner geben Makasae als ihre Muttersprache an. Etwa 15 % sprechen Tetum Prasa.
Der Suco liegt im Zentrum des Verwaltungsamts Baucau und hat eine Fläche von 25,62 km². Im Norden grenzt er an die Sucos Bahu, Buruma und Caibada, im Osten an Seiçal, im Süden an Samalari und Uailili und im Westen an Tirilolo. Der Fluss Seiçal berührt im Südosten die Grenze des Sucos. Buibau ist ein Zentrum des Reisanbaus im Verwaltungsamt Baucau.
In den Norden des Sucos reichen die Ausläufer der Gemeindehauptstadt Baucau. Quer durch den Suco führt die Überlandstraße von Baucau nach Viqueque. An ihr liegen die Orte Cailara, Loidua, Uaimoribere, Samalaculiba (Samalakuliba), Builai und Alala. Östlich der Straße liegen die Orte Rabei, Latua, Loi Dua, Buibau, Rahameta, Lanerubi (Laherubi) und Ossoluga. Neben der Grundschule in Buibau gibt es in Ort noch die Escola Primaria Belavista und eine weitere Grundschule. Außerdem gibt es eine Prä-Sekundärschule.
Im Suco befinden sich die sechs Aldeias Alala, Buibau, Builai, Loidua, Manulai und Samalaculiba.
Buibau war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte. Im April 1896 schloss der Liurai von Buibau mit Portugal einen schriftlichen Vertrag über seinen Vasallenstatus. Es gibt Quellen, die angeben, dass die heutigen Sucos von Buibau, Samalari, Uailili und Gariuai vor und während der gesamten Kolonialzeit im Reich Fatumaka vereinigt waren, deren Einwohner auch heute noch einen eigenen Dialekt des Makasae, das Makasae Fatumaka sprechen.
Ende 1979 wurden Tausende Osttimoresen zur besseren Bekämpfung des Widerstandes gegen die indonesischen Invasoren zwangsumgesiedelt. Eines der vielen Lager befand sich in Buibau. Mehrere Familien, die Angehörige im Widerstand hatten, wurden 1981 auf die Insel Atauro deportiert.
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Virgilio de Sarmento zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann Francisco Ximenes.
Bahu | Bucoli | Buibau | Buruma | Caibada | Gariuai | Samalari | Seiçal | Tirilolo | Triloca | Uailili
-8.5077777777778126.465Koordinaten: 8° 30′ S, 126° 28′ O

A.F.C. Paderborn Dolphins

Der A.F.C. Paderborn Dolphins e. V. ist ein deutscher Sportverein für American Football und Cheerleading aus der ostwestfälischen Stadt Paderborn in Nordrhein-Westfalen. Der Verein wurde im Jahr 1991 gegründet und ist seit 1992 eingetragener Verein. Der Verein hat etwa 320 Mitglieder. In den Jahren 2004, 2005, 2008 und 2014 gelang dem Team die „Perfect Seasons“, also ungeschlagene Meisterschaften.
Die Heimspiele finden während der Football-Saison von April bis September im Hermann-Löns-Stadion in Schloss Neuhaus statt. Durchschnittlich sehen 800 bis 1000 Zuschauer die Spiele. Das Relegationsspiel 2014 zur 2. Bundesliga der German Football League sahen 1800 Zuschauer.

Die Herrenmannschaft der Dolphins spielt in der German Football League 2. Ein Kader von 60 Spielern mit einer zehnköpfigen Betreuer- und Coaching-Staff kümmern sich um den Spielbetrieb des Herren-Teams. Headcoach der Dolphins ist Carsten Weber für die GFL2 Nord Saison 2016.
Drei Jugend-Teams mit mehr als 150 aktiven Spielern laufen im Trikot der Dolphins jede Saison auf. Dabei ist das Team in den Ligen U19, U16 und U13 vertreten. Die U19 spielt im Jahr 2016 erstmalig in der Bundesliga, der GFLJ. Die U16 spielt im 11er Tackle der diesjährigen höchsten Spielklasse dieser Altersgruppe. Die U13 spielt weiterhin im 5er Tackle und versucht auf die Erfolge aus dem letzten Jahr aufzubauen und sich in der Spitze zu etablieren. Die Jugendabteilung der Dolphins gehört zu den größten Nachwuchsabteilungen im American Football. Regelmäßig nehmen Spieler der Dolphins an Auswahlen wie der GreenMachine teil.
Die Cheerleader der Dolphins sind die „Mermaids“. In den letzten Jahren erlebten die Mermaids regen Zulauf, sowohl bei den Juniors – also den jungen Damen ab zwölf Jahren – als auch bei den Kleinsten – den „Sea Stars“. Als selbstständiger Wettkampfsport mit Meisterschaften auf nationaler und internationaler Bühne wird Cheerleading für organisierte Squads in Paderborn betrieben. Die Cheerleader der Dolphins sind nicht nur während der Meisterschaftsspiele der Teams aktiv, sondern treten bei befreundeten Vereinen und Gruppen bei Wettkämpfen und Veranstaltungen auf.
Die Paderborner American Football Geschichte startete im Jahr 1991 an der Universität Paderborn. Nach dem Vorbild des amerikanischen Colleges sollte auch in Paderborn American Football zu einer festen Institution werden. Daher wurde noch im selben Jahr beschlossen, zusätzlich zum Universität Team eine selbständige Mannschaft aufzubauen. Gestartet wurde als Unterabteilung des Leichtathletikclub Paderborn. Mit Kim Mosby stieß dann ein erfahrener Spieler hinzu, der in den nächsten Jahren als Spieler und Trainer die sportlichen Geschicke der Dolphins leiten sollte. Aufgrund seines Vorschlages wurde dann auch der Name Dolphins für die Mannschaft angenommen. Im ersten Vereinsjahr wurden fünf Freundschaftsspiele ausgetragen, von denen drei Spiele gewonnen werden konnten.
Die Vereinsführung damals lag in den Händen von Wolfgang Klein (1. Vorsitzender), Robert Hensel (2. Vorsitzender) und Uta Blanke (Geschäftsführung).
Die Dolphins gründeten einen eigenständigen Verein, der am 11. Januar 1992 gegründet wurde. Der Spielbetrieb fand im Rahmen der Verbandsliga NRW teil. Robert Hensel übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden, Stefan Niermann wurde 2. Vorsitzender und Andre Hölscher weiterer Geschäftsführer. Des Weiteren formierte sich die erste Cheerleader Gruppe der Dolphins. Diese trat in der Halbzeitshow des American Bowl in Berlin auf und belegte bei ihrer ersten Teilnahme an den NRW-Meisterschaften einen guten 7. Platz.
Im Sommer wurde mit Alfred P. Dearbone ein Spielertrainer für die Defense verpflichtet. Die Ligateilnahme wurde mit dem fünften Tabellenplatz, nach vier Siegen in 10 Spielen abgeschlossen und man erreichte die zweite Runde im NRW-Pokal.
Es formierte sich die erste Jugendgruppe an der schon nach kurzer Zeit mehr als 20 Jugendliche teilnahmen. Während der Einstieg in den American Football über Flagfootball erfolgte, wurde zur gleichen Zeit schon an einer Jugend-Tackle-Mannschaft „gearbeitet“. Trainiert wurden die Jugendlichen von Wolfgang Klein. Den Cheerleadern gelang im Winter die Teilnahme an einem vier tägigen Camp in Berlin, unter der Leitung von NFL-Cheerleadern.
Die Paderborn Dolphins Seniors schlossen die Verbandsligasaison mit dem 1. Platz ab (unter anderem mit einem 100:00 Sieg) ab. Im NRW-Pokal gab es ebenfalls mit dem Erreichen des Viertelfinales eine Steigerung. Erst die Remscheid Bergisch Löwen (2. Bundesliga) konnten die Paderborn Dolphins in der Schlussminute stoppen. Man unterlag den Gästen mit 38:40.
Durch den 1. Platz 1993 in der Verbandsliga folgte 1994 dann die Teilnahme an der Regionalliga. Den Vorstand verließ André Hölscher, dafür übernahm Uta Blanke wieder das Amt des Geschäftsführers und Klaus Hecker trat dem Vorstand als Kassenwart bei. Im Coaching Bereich kam Steve McKnight hinzu, Alfred P. Dearbone hingegen verließ den Verein.
Bei den Cheerleadern gab es einen kompletten Neuaufbau. Neun Mädchen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren bildeten die Dolphettes.
Im NRW-Pokal erreichte die Mannschaft das Halbfinale. Dort schied man dann gegen die Troisdorf Jets (2. Bundesliga) mit 12:30 aus.
Im letzten Spiel der Saison, dem wahrscheinlich spannendsten Spiel der gesamten Dolphins-Geschichte, wurden die Bonn Gamecocks Sekunden vor Spielende mit 19:17 geschlagen und die Dolphins waren dadurch wieder Ligameister. Durch den Gewinn der Regionalligasaison erhielt die Mannschaft die Gelegenheit, in einem Relegationsspiel gegen die Remscheid Bergisch Löwen um den Einzug in die neu gestaltete 2. Bundesliga zu spielen. Dieses Spiel konnten die Remscheider aufgrund ihrer größeren Erfahrung und Routine allerdings deutlich gewinnen.
Bei der Jugend wurde die Flagfootball-Mannschaft aufgelöst und die Arbeit mit der Tackle-Jugend verstärkt. Circa 20 Kinder unter der Leitung der Trainer Matthias Filusch, Robert Hensel und Kim Mosby bereiteten sich auf die Teilnahme am Ligabetrieb im darauffolgenden Jahr vor.
Bedingt durch eine Ligareform traten die Paderborn Dolphins, trotz des Meistertitels des Vorjahres, wieder in der Regionalliga an. Geführt durch den Vorstand (1. Vorsitzender Robert Hensel, 2. Vorsitzender Hans-Peter Klösener, Geschäftsführer Klaus Hecker, Kassenwart Uta Blanke) und den Trainern Kim Mosby, Steve McKnight und Nick Stoupides gelang es, erneut die Meisterschaft der Regionalliga an die Pader zu holen. Dabei wurden 11 von 12 Ligaspiele gewonnen. Zum Saisonabschluss sicherte sich die Mannschaft ungeschlagen den Titel beim Salt City Bowl in Schwäbisch Hall. Erstmals in diesem Jahr nahm auch die Jugendmannschaft am Ligabetrieb teil. Trainer der Mannschaft war damals Matthias Filusch. Von acht Spielen wurde allerdings nur 1 Spiel gewonnen.
Die Cheerleader erreichten bei ihrer Teilnahme an den NRW-Meisterschaften einen guten 6. Platz. Trainiert wurden sie weiterhin von Mirja Schmidt.
Das erste Jahr in der 2. Bundesliga. Der Trainerstab wurde erweitert und bestand aus Kim Mosby, Steve McKnight, Nick Stoupides und Olaf Westermann. Bekanntester Neuzugang in diesem Jahr und Publikumsliebling für die nächsten Jahre war John Sikora (Defense Line). Weitere Neuzugänge kamen aus Bielefeld und Kassel. Zwei Vorbereitungsspiele gegen die Bundesligisten Braunschweig Lions und Düsseldorf Panther dienten zur Standortbestimmung. Während das Spiel gegen die Panther mit 14:30 recht gut verlief, verlor man gegen die Lions mit 8:56 deutlich. Von zwölf Ligaspielen konnten nur drei gewonnen werden, dazu kam ein Unentschieden. Beim Salt City Bowl setzte sich die schlechte Saisonleistung fort und diesmal sprang nur der letzte Platz heraus. Zum Saisonende erfolgte dann die Trennung zwischen dem Verein und dem langjährigen Trainer Kim Mosby.
Die Jugendmannschaft startete in das zweite Liga-Jahr. Unter den Trainern Matthias Filusch und John Sikora erreichten mit dem Jugendteam den ersten Tabellenplatz. Nach Saisonende wurde dann der Paderborn Youth Bowl, mit insgesamt 5 Mannschaften, ausgetragen.
Als weiterer Ausbau des Footballprogramms nahm die Frauenmannschaft, die Paderborn Lady Dolphins, als Spielgemeinschaft mit den Mülheim Shamrocks am Ligabetrieb der Damenbundesliga Nord teil. Trainiert wurden die Lady Dolphins von Charalabos Koutroulis und Hendrik Metzger. Die Mannschaft erreichte die Play-Offs und musste sich dort leider im Viertelfinale dem Südmeister (Nürnberg Hurricanes) geschlagen geben.
Im zweiten Jahr der 2. Bundesliga fanden die Paderborn Dolphins einen großen Sponsor, der es der Mannschaft ermöglichte den Trainer- und Spielerbereich zu verstärken. Mit Joel Soeldinger (Defense Coordinator) und Mike Sullivan (Offense Coordinator) stießen zwei erfahrene Amerikaner zur Mannschaft. Unterstützt wurden sie durch Olaf Westermann (Defense Backs) und Steve McKnight (Special Teams). Mit Bilal Khalil und John Sikora kamen bewährte Kräfte zum Team. Mit der Verpflichtung von Brad Strohm spielte einer der besten US-Quarterback für Paderborn. Hinzu kamen noch zahlreiche Spieler aus Bielefeld, Kassel und Münster.
Veränderungen gab es auch im Vorstand. Frank Nolte und Uta Blanke schieden aus. Neu hinzu kamen Jens Bender (2. Vorsitzender) und Jens Jöricke (Kassenwart).
Zwei Vorbereitungsspiele sowie ein Freundschaftsspiel während der Saison konnten deutlich mit insgesamt 164:31 Punkten gewonnen werden. Die Saison umfasste zwölf Spiele, von denen zehn gewonnen wurden und eines Unentschieden endete. Damit konnte knapp vor den Berlin Rebels ein weiterer Titelgewinn gefeiert werden und die Paderborn Dolphins erreichten die Relegation zur 1. Bundesliga.
Dort traten die Paderborn Dolphins gegen die Berlin Adler an. Während das Spiel in Berlin mit 28:21 verloren ging konnten das Rückspiel, vor mehr als 3.500 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion, mit 40:21 gewonnen werden. Damit war der Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft. Gewürdigt wurde diese Leistung mit dem Titel „Mannschaft des Jahres“ in Paderborn.
Nachdem die Jugendmannschaft im vergangenen Jahr Meister wurde, spielte sie dieses Jahr eine Klasse höher, in der Leistungsliga NRW. Trainiert wurde sie u.a. von den Coaches der Herrenmannschaft sowie Dale Dvorak (US-Defense Back der Herrenmannschaft). Allerdings nahm das Jahr kein gutes Ende für die Jugend. Nach 5 Spielen musste die Mannschaft aufgrund Spielermangels aus der Liga abgemeldet werden.
Die Frauenmannschaft trat nicht mehr als Spielgemeinschaft an. Der Kader war dazu zu klein geworden. Daher nahmen einige Spielerinnen das Angebot der Hannover Ambassadors an und spielten in diesem Jahr dort. Der Mannschaft gelang es dabei bis in das Endspiel (Ladies Bowl) vorzustoßen. Dieses wurde dann allerdings gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Berlin Adler Girls, verloren.
Auch der Kader der Cheerleader war in diesem Jahr stark geschrumpft, so dass ein Neuaufbau vollzogen wurde und Auftritte bei den Spielen der Dolphins erst einmal nicht möglich waren.
Im ersten Jahr der Erstligazugehörigkeit konnten die Coaches Sullivan und Soeldinger nicht gehalten werden und auch Brad Strohm verließ den Verein. Als Coaches wurden Samuel M. Moore (Headcoach), Sascha Bannura, Kirk Garbutt, Olaf Westermann, Steve McKnight und Matthias Filusch verpflichtet. Die herausragende Neuverpflichtung war u.a. der schwedische Widereceiver Pontus West und der US-amerikanische Linebacker Willie Lowery. Zum Ende der Saison dann wieder Brad Strohm zur Mannschaft, um den nicht so erfolgreichen spielenden Quarterback Chad Vogt zu ersetzen.
Konnten die beiden Vorbereitungsspiele gegen Berlin Magic und Amsterdam Crusaders noch deutlich mit 43:0 und 50:0 gewonnen werden, zeigte sich im Liga-Betrieb recht schnell, dass die 1. Bundesliga die beste Liga Europas ist, in der man sich nicht so leicht behaupten kann. So wurde von den 12 Ligaspielen nur eines, gegen den späteren Südmeister Stuttgart Scorpions, gewonnen.
Der letzte Tabellenplatz bedeute zwei Spiele in der Relegation. Wie im Vorjahr gewannen die Paderborn Dolphins deutlich, diesmal mit 40:3, verloren aber das Auswärtsspiel (12:21). Insgesamt reichte es zum Klassenerhalt.
Die Jugendmannschaft trat nach dem Rückzug im vergangenen Jahr wieder in der Jugendaufbauliga an und belegte am Ende den 2. Platz. Dabei wurden in 6 Spielen über 200 Punkte erzielt.
Der Damenmannschaft gelang es leider nicht mehr genug Spielerinnen zu rekrutieren, so dass das Kapitel Frauenfootball in Paderborn damit beendet wurde.
Der Neuaufbau der Cheerleader dagegen war ein Erfolg. Ca. 20 Mädchen, unter der Leitung von Mario Freede, bildeten die Mermaids und traten bei den Heimspielen auf.
Neuer Headcoach wurde Cevin Conrad und die Posten des 1. und 2. Vorsitzenden wurden mit Andreas Forell und Claudia Lübbert neu besetzt. In dieser Saison sprang der Hauptsponsor ab. Anschließend verloren die Paderborn Dolphins das Recht sich Dolphins zu nennen und mussten als A.F.C. Paderborn auflaufen. Am Ende reichte dann das Geld nicht mehr für den Spielbetrieb aus, so dass man sich vom Ligabetrieb abmelden musste.
Für die Jugendmannschaft unter Trainer Charalabos Koutroulis verlief das Jahr nicht erfolgreich. Nach dem altersbedingten Abgang zahlreicher Leistungsträger konnte man sich in der Liga nicht mehr durchsetzen und belegt zum Saisonende den vorletzten Platz.
Nach dem Rückzug aus der GFL erfolgte der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Viele neue, unerfahrene Spieler mussten dabei von den Coaches Marc Droste, unterstützt von Dirk Ruloffs (Defense), Robert Michna (Defense Backs) und Oliver Ilskens (Offense Line) in die Mannschaft integriert werden.
Von den 10 Ligaspielen konnten vier Spiele gewonnen werden und am Ende belegte die Mannschaft den vierten Tabellenplatz. Im Vorstand waren Volker Mersch (1. Vorsitzender), Hans-Jürgen Hüser (2. Vorsitzender), Klaus Hecker (Geschäftsführer) und Marc Droste (Kassenwart) aktiv.
Da die Jugendspieler für eine eigene Mannschaft fehlten, ging man eine Spielgemeinschaft mit den Bielefeld Bulldogs ein. In der Jugendaufbauliga belegte die Spielgemeinschaft am Ende den zweiten Tabellenplatz.
Die Cheerleader Abteilung konnte weiteren Zulauf verbuchen und kam zeitweise auf 40 Mädchen im Alter von 10 bis 22 Jahren. Dabei war sie nicht nur am Spielfeldrand, sondern auch bei anderen Anlässen präsent und machte Werbung für den Verein.
Zum zehnjährigen Vereinsjubiläum trat die Herrenmannschaft erneut in der Regionalliga an. Nachdem die neuen Spieler nun schon ein Jahr Spielpraxis hinter sich hatten, gelang gegenüber dem Vorjahr die Steigerung um einen Tabellenplatz. Die Mannschaft wurde Dritter in der Regionalliga.
Die Jugendmannschaft trat wieder als eigenständige Mannschaft an. Auf Anhieb gelang ihr, unter der Leitung der Coaches Kofi Adomako, Matthias Gehrke und Sven Wallace, die Meisterschaft in der Jugendaufbauliga. Darüber hinaus konnte sie alle Spiele der Saison gewinnen, erzielte also eine Perfect Season.
Die Saison 2002 brachte neue, starke Gegner wie z.B. die Düsseldorf Panther (2001 noch 3. der 1. Bundesliga) sowie die Bochum Cadets und die Troisdorf Jets (letztes Jahr noch in der 2. Bundesliga). Der Trainerstab um Headcoach Marc Droste bestand aus Jan Rieke, Olaf Westermann und Matthias Gehrke. Aufgrund der neuen Gegner war jedem klar, dass dies ein hartes Jahr werden würde. Wie hart sah man am Saisonende. Der Abstieg wurde mit dem 7. Platz gerade noch vermieden. Spielergebnisse wie 0:65, 7:72, 7:78 und 13:62 zeigten, dass die Mannschaft eigentlich keine Regionalligastärke mehr hatte.
Der Jugend dagegen, unter der Leitung von Kofi Adomako, gelang gleich zu Anfang der Saison ein Paukenschlag. Nach der Meisterschaft im Jahr 2001 folgte der Aufstieg in die Jugendliga NRW. Dort traf man auf die Essen Cardinals, Dortmund Giants und Bielefeld Bulldogs. Als absoluter Underdog gelang es der Mannschaft, ihre ersten beiden Spiele gegen Essen und Dortmund zu gewinnen. Danach erfolgte allerdings ein Einbruch aufgrund des recht kleinen Kaders. Trotz einer großen kämpferischen Leistung gingen die restlichen vier Spiele verloren. Als Abschluss wurde der 4. und damit letzte Tabellenplatz belegt. Wie gut das spielerische Potential der Mannschaft allerdings war zeigt sich daran, dass sechs Spieler in der Kader der NRW-Auswahl berufen wurden und davon drei Spieler den Sprung in die Nationalmannschaft schafften.
Um der Jugend einen vernünftigen Unterbau zu verschaffen wurde eine Flagfootball-Mannschaft gegründet, die unter der Leitung von Rafael Garcia trainierte.
Auch im Vorstand gab es Veränderungen: Jürgen Hüser und Marc Droste schieden aus, Ralf Gaub rückte als Kassenwart nach. Der Posten des 2. Vorsitzenden wurde nicht besetzt.
Nach einem harten Regionalligajahr und einigen Abgängen, die nicht ersetzt werden konnten, waren nicht mehr genügend Spieler für die neue Saison vorhanden. So wurde keine Herrenmannschaft für den Ligabetrieb gemeldet. Viele Spieler wechselten daraufhin zu anderen Vereinen, um weiterhin Spielpraxis zu bekommen und sich weiterzuentwickeln.
Die Jugendmannschaft hingegen unter dem neuen Headcoach Waldemar Braun sowie Kiet Ngo (Offense Coach) und Sebastian Heßler (Defense Coach) spielte eine überragende Saison. Wieder holten sie die Meisterschaft und wieder spielten sie eine Perfect Saison.
In der nächsten Saison erfolgte für die Herrenmannschaft ein kompletter Neuanfang. Unter der neuen sportlichen Leitung mit Headcoach Dirk Ruloffs, Offense Coach Kofi Adomako und den Assistenten Matthias Gehrke und Marc Schüle startete die Mannschaft in der Verbandsliga. Das Team beendete die Saison mit einer bis dahin nie erreichten Perfect Season und stieg damit auch gleich in die Oberliga auf. Honoriert wurde dies von ca. 1000 Zuschauern, die pro Heimspiel in das Inselbadstadion kamen.
In der Jugendmannschaft erfolgte, wie fast jedes Jahr, ein Neuaufbau. Zahlreiche Spieler der Erfolgsmannschaft 2003 wechselten zur Herrenmannschaft. Bei den Coaches übernahm Sebastian Heßler das Amt des Headcoaches und Waldemar Braun wurde Offense Coordinator. Hinter den Bochum Cadets wurde der 2. Platz der Jugendaufbauliga belegt.
Die Flagfootball-Mannschaft nahm auch langsam Fahrt auf und führte verschiedene Trainingsspiele durch. Die auffälligste Neuerung in diesem Jahr war mit Sicherheit die Einführung des neuen Dolphins-Logos. Der Delfin im Comicstil mit dem Ball auf der Nase löste den alten schlicht-schwarzen Delfin im goldenen Helm ab.
Der vakante Posten des 2. Vorsitzenden wurde mit Florens Raschke besetzt, der Trainerstab mit Marc Droste und Benjamin Jelassi erweitert. Für die medizinische Versorgung konnten Tobias Senn und Frank Krause sowie als Physiotherapeut Heinz Paulicke gewonnen werden.
Die Oberliga wurde in zwei Gruppen zu je 5 Mannschaften aufgeteilt und die Saison bestand somit aus acht Spielen. Alle Spiele konnten gewonnen werden, wieder gelang der Mannschaft eine Perfect Season. In der Hälfte aller Spiele konnte die gegnerische Mannschaft keine Punkte erzielen. Um den Aufstieg perfekt zu machen, mussten noch zwei Relegationsspiele gegen den anderen Oberligameister, die Düsseldorf Bulldozer, gewonnen werden. Genau wie die Paderborner Mannschaft hatten die Bulldozer ihre Gruppe dominiert. Trotzdem gelang es den Paderborn Dolphins beide Spiele zu gewinnen und ungeschlagen in die Regionalliga aufzusteigen. Damit war die Mannschaft nun schon seit 16 Pflicht- und zwei Freundschaftsspielen ungeschlagen.
Die Jugendmannschaft gewann ihre Liga und konnten es den Seniors gleich machen und die Perfect Season abliefern. Trainiert wurden sie von Waldemar Braun und Heiner Ofer. Die Flagfootball-Mannschaft erhielt im Trainerstab Unterstützung durch Andreas Schäfer. Dieser war im letzten Jahr noch Quarterback der Jugendmannschaft und wurde dort in die NRW-Auswahlmannschaft berufen.
Bei der Cheerleadermannschaft gründete sich neben den Seniorinnen und den PeeWees eine Jugend-Squad. Trainer dieses Squad waren Jennifer Bömmelburg und Christina Athens. Durch drei Cheerboys, die zu den Seniorinnen stießen, konnten nun auch waghalsigere Hebefiguren und Pyramiden gestellt werden.
2006 waren die Paderborn Dolphins dann wieder in der Regionalliga. Um dieser neuen Aufgabe gerecht zu werden, wurde der Trainerstab mit Jan Rieke, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Quarterback spielen konnte, verstärkt. Des Weiteren stießen sieben Leistungsträger aus der Jugend zu den Herren.
Im Vorstand schieden Volker Mersch und Florens Raschke aus und Markus Bruckmann wurde neuer 1. Vorsitzender sowie Jan Rieke neuer 2. Vorsitzender. Sportlich war die Saison ein voller Erfolg. Als Aufsteiger gelang es die Saison als Dritter, nur einen Punkt hinter den Bochum Cadets, abzuschließen.
Bei der Jugendmannschaft schied Heiner Ofer als Coach aus und Waldemar Braun gab den Headcoach-Posten ab. Als neue Coaches konnten Kiet Ngo (Headcoach), Gero Pulse (Defense), Matthias Eikel (Line), Florian Drüppel (Line), Peter Looschelders (Runningbacks) und Waldemar Braun (Receiver) gewonnen werden. Nachdem die Spielerabgänge zahlenmäßig ersetzt werden konnten, schloss das Team die Saison mit dem dritten Tabellenplatz ab.
Die Flagfootball-Mannschaft bereite sich mit weiteren Trainingsspielen auf die Teilnahme an der Saison 2007 vor. Neben Rafael Garcia wurden sie von Andreas Schäfer und Dominik Nösner trainiert.
Die Cheerleader konnten weiterhin ihre Mitgliederzahl erhöhen. So trainierten ca. 20 PeeWees (6-10 Jahre) unter der Leitung von Gabi Bindzus und Nadine Hoffmann, 10 Juniors unter der Leitung von Jennifer Bömmelburg und Maike Katzer und das Senior Team mit 14 Mitgliedern unter der Leitung von Martin Fischer (Akrobatik-Trainer) und Mario Freede.
In dieser Saison erfolgte ein großer Umbruch in der Herrenmannschaft. 11 Abgängen standen 12 Neuzugänge gegenüber. Der Trainerstab blieb mit Dirk Ruloffs und Kofi Adomako sowie Matthias Gehrke, Marc Droste und Jan Rieke konstant gut besetzt.
Genau wie im Vorjahr gelang es der Mannschaft wieder drei andere Mannschaften hinter sich zu lassen. Leider reichte das in diesem Jahr nicht zum 3. Platz, da diesmal sieben Mannschaften in der Liga vertreten waren und nicht sechs Mannschaften wie im Vorjahr. Es blieb am Ende der 4. Platz.
Besser lief es bei der Jugendmannschaft. Sie konnte sich steigern und belegte am Ende der Saison den 2. Platz. Dadurch qualifizierte sich das Team als bester Zweitplatzierter für das Final-Four-Turnier der Jugendaufbauligen. Dort musste sie sich dann geschlagen geben und belegte den 4. Platz. Neu zum Trainerstab kamen Thorben Krietenstein, Hendrik Bleier und Felix Goldberg, welche die Abgänge von Gero Puls, Waldemar Braun und Peter Looschelders kompensierten.
Die Flagfootball-Mannschaft, trainiert von Rafael Garcia und Marcus Wilcke, nahm am Spielbetrieb der NRW 5er-Flagfootball-Liga teil. Die Liga spielte in zwei Gruppen und in der Gesamttabelle wurde am Ende der 6. Platz belegt.
Hätte jemand vor Saisonbeginn den Endstand vorausgesagt, wäre er wohl nicht ernst genommen worden. Wieder stand ein großer Aderlass bevor. 12 Spieler verließen die Herrenmannschaft, 9 stießen hinzu. Auch die Trainerriege blieb von Veränderungen nicht verschont. Matthias Gehrke übernahm den Posten des Offense Coordinator von Kofi Adomako und Marc Weggen (Offense Line) sowie Marcus Wilcke (Receiver) kamen als neue Trainer hinzu.
Das Ziel der Saison war einfach definiert, die Dolphins wollten besser abschneiden als im Vorjahr. Durch den Weggang des Quarterback Andreas Schäfer, des zweiten Quarterback Edgar Luttmann, unserer Runningbacks Ewald Leis und Hendrik Bleier sowie der Offense Line Spieler Marc Weggen und Andreas Feind sowie weiterer wichtiger Spieler sah es am Anfang nach einer schwierigen Aufgabe aus.
Unter der Führung des neuen Mannschaftsmitglieds, dem US-Quarterback Kevin McKenna, wurden jedoch alle drei Auswärtsspiele sowie die folgenden Heimspiele gewonnen. Nach 6 Spielen musste McKenna allerdings in seine Heimat zurückkehren. Die Mannschaft verstand es allerdings, die Gunst der Stunde zu nutzen und gewann die restlichen 4 Spiele ebenfalls. Damit konnte sie sich erstmals eine Perfect Season in der Regionalliga sichern. Als Meister der Regionalliga West traf man in der Relegation zum Aufstieg in die GFL 2 auf die Hildesheim Invaders. Diese waren, ebenfalls ungeschlagen, Meister der Regionalliga Nord. Zwei ungeschlagene Meister trafen aufeinander. In zwei äußerst spannenden und knappen Spielen unterlagen die Paderborn Dolphins den Hildesheim Invaders und konnten damit nicht in die GFL 2 aufsteigen.
Die Jugendmannschaft belegte wieder den 2. Platz in ihrer Jugendaufbauliga und nahm damit erneut am Final-Four-Turnier der Jugendaufbauligen teil. Ebenso wie im letzten Jahr wurden die Spiele knapp verloren. Weiterhin im Trainerstab tätig waren Kiet Ngo, Matthias Eikel und Felix Goldberg. Neu hinzu kamen Matthias Filusch und Andreas Gotzhein. Florian Drüppel, Thorben Krietenstein und Hendrik Bleier konnten aus zeitlichen Gründen nicht mehr das Training leiten.
Die Flagfootball-Mannschaft, mittlerweile in der NRW-5er-Flag-Liga etabliert, konnte ihre ersten Erfolge feiern und erreichte beim Endturnier in Mülheim einen hervorragenden dritten Platz.
Nach dem erfolgreichen Abschneiden in der letzten Saison traten die Paderborn Dolphins in einer völlig veränderten Regionalliga NRW an. Mit den Troisdorf Jets, Recklinghausen Chargers und Mönchengladbach Mavericks hatten sich gleich 3 Mannschaften mit US-amerikanischen Spielern verstärkt und galten damit als Aufstiegskandidaten. Wie schon in den vergangenen üblich, gab es eine große Spielerfluktuation. 16 Spieler gingen, 13 Spieler kamen neu hinzu. Eine Erweiterung erfuhr der Trainerstab mit Matthias Tichy, der seine aktive Laufbahn als Spieler beendete und die Betreuung der Defense Backs übernahm.
Ein Testspiel gegen die Münster Mammuts konnte zu Beginn der Saison deutlich mit 46:06 gewonnen werden. Doch die nun folgenden Spiele zeigten schnell, dass die Mannschaften in diesem Jahr stärker waren als noch im Vorjahr. Es gelang nur ein Sieg, die restlichen neun Spiele wurden alle verloren. Das Schlüsselspiel war die Partie gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, die Mavericks, in Mönchengladbach. Gleich drei Leistungsträger (Quarterback Thomas Petersen, Runningback Daniel Greitens und Linebacker Sebastian Heßler) schieden verletzt aus.
Am Ende der Saison landete man mit einer Bilanz von 02:18 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach der Saison erklärten dann Dirk Ruloffs, Marc Droste und Marc Weggen ihren Rücktritt als Coaches der Dolphins und mit Benjamin Jelassi wurde ein langjähriger Leistungsträger verabschiedet.
Die Jugendmannschaft ging mit vielen neuen Spielern in die neue Saison. Der Trainerstab bestand aus Kiet Ngo, Matthias Eikel, Andreas Gotzhein und Matthias Filusch. Die Mannschaft nahm am Spielbetrieb der neuen Jugendverbandsliga teil. Von den acht Spielen wurden nur zwei gewonnen. Dreimal musste man sich mit weniger als sieben Punkten Unterschied geschlagen geben. Am Ende stand dann der vorletzte Tabellenplatz. Damit musste die Mannschaft am Abstiegsrelegationsturnier teilnehmen. Bei diesem Turnier – ausgetragen im Hermann-Löns-Stadion – konnten sie leider auch nur eines der drei Spiele gewinnen. Dadurch stiegen sie in die Jugendlandesliga ab.
Bereits nach dem letzten Saisonspiel hatte Headcoach Kiet Ngo seinen Rücktritt erklärt, so dass nicht nur die Herren- sondern auch die Jugendmannschaft ihren Headcoach verlor. Neuer Jugendtrainer wurde Marcus Wilcke, der vorher die Wide Receiver der 1. Mannschaft gecoacht hatte.
Die Flagfootball-Mannschaft startete in das letzte Jahr ihres Bestehens. Schon zu Anfang der Saison war klar, dass man aufgrund der Altersabgänge eine komplett neue Mannschaft aufbauen musste, und so entschied sich der Vorstand 2010 keine Flag-Mannschaft, sondern eine C-Tackle-Mannschaft aufzubauen.
Die von Rafael Garcia Gomez und Marcus Wilcke betreute Mannschaft spielte ihre wahrscheinlich beste Saison. Bis zum Abschlussturnier in Neunkirchen-Vlyun bestand noch die Möglichkeit, NRW-Meister zu werden. Eine unglückliche Niederlage im letzten Spiel verhinderte dies.
Erfreulicher Jahresabschluss aus Sicht der Jugend war die Teilnahme von 4 Spieler(inne)n an den Mannschaften der NRW-Auswahl. Nadine Fortströer schaffte den Sprung in die U19-Damenmannschaft, Viktor Löwen und Peter Koop nahmen an der U16-Auswahl teil und Justin Gaub wurde in die U12-Auswahl berufen.
Mit Matthias Gehrke als neuem Headcoach und weiteren 6 Trainern wurde die Saison 2010 in Angriff genommen. Der Kader schrumpfte dabei erheblich, da 17 Abgängen nur 8 Neuzugänge (3 Spieler aus der eigenen Jugend, 3 Neuanfänger und 2 Spieler aus Hamm) gegenüberstanden. Sechs Mannschaften befanden sich in der Liga, zehn Spiele waren zu absolvieren. Sieben Mal ging die Mannschaft als Verlierer vom Platz und fand sich zum Saisonende auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.
Die U19 wurde durch den Verband in der Winterpause überraschend wieder in die Verbandsliga ein. Ein Aufstieg am grünen Tisch, der aber die Dolphins Jugend vor eine neue Herausforderung stellte. In der Verbandsliga müssen am Spieltag mehr Spieler anwesend sein, als in der Landesliga und die Kadergröße reichte nicht für einen gesicherten Spielbetrieb in der Verbandsliga aus. Daher musste der Vorstand schweren Herzens die Mannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen. Glücklicherweise zogen auch in der Landesliga einige Vereine ihre Mannschaften zurück und so konnte die U19 einen der dortigen Startplätze übernehmen. Mit Marcus Wilcke als neuem Headcoach und fünf weiteren Trainern nahm die Mannschaft diese Herausforderung an. Am Ende stand, bei nur einer Niederlage, die Meisterschaft in der Landesliga und der sofortige Wiederaufstieg in die Verbandsliga.
Da noch nicht genug Spieler für eine eigene U14 Mannschaft zusammengekommen waren, wurde das Angebot der Bielefeld Bulldogs angenommen, in der dortigen Mannschaft zu spielen. Am Ende sammelten dort fünfzehn junge Dolphins erste Tackle-Erfahrungen.
Die Vorbereitung auf die neue Saison begann vielversprechend, nur 6 Spieler verließen die Mannschaft, aber 18 Spieler vergrößerten den Kader. Darunter waren mit Matthew Jackson, James Roe und Sebastian Matei auch drei US-Amerikaner sowie 7 Spieler der Kassel Titans. Der Posten des Headcoach wurde ebenfalls neu besetzt, da Matthias Gehrke seine Tätigkeit nach Ende der Saison 2010 beendete. Mit Dick Bergstrom wurde ein neuer HC aus den USA verpflichtet.
Als weitere Coaches standen ihm in der Offense Daniel Greitens und Matthias Filusch und in der Defense Matthias Tichy, Andreas Gotzhein und David Schmidtmann zur Seite. Als Saisonvorbereitung wurden zwei Testspiele durchgeführt, die beide gewonnen wurden. Mit viel Selbstvertrauen ging die Mannschaft dann auch in die neue Saison und konnte sich dann am Ende auch leistungsgerecht vom 5. Platz des Vorjahres auf den 3. Platz hocharbeiten. Einzig die Mannschaften aus Bonn und Bielefeld erwiesen sich als stärker als die Dolphins und belegten die Plätze 1 und 2 der Regionalliga NRW 2011. Insgesamt konnten 7 von 12 Spielen gewonnen werden und auch das TD-Verhältnis war mit 388:258 wieder positiv
Zum Abschluss der Saison konnte der Verein dann noch sein 20jähriges Bestehen feiern.
Ebenfalls einen neuen Headcoach erhielt die U19. Marcus Wilcke legte Anfang 2011 sein Amt als Headcoach nieder, als Nachfolger konnte Dominik Nösner gewonnen werden. Mit einem Sieg im einzigen Testspiel wurde die Saison 2011 in der Verbandsliga in Angriff genommen. Aufgrund zahlreicher Spielausfälle konnten nur vier der acht angesetzten Spiele ausgetragen werden. Davon wurden drei Spiele gewonnen und eines verloren. In der Saison belegte die Mannschaft den zweiten Tabellenplatz.
Die U14 startete in ihre erste eigenständige Saison. Die Gegner in der Oberliga Gruppe Ost waren die Bochum Cadets, Dortmund Giants und der Remscheid Amboss. Trainiert wurde sie von Rafael Garcia Gomez, Frank Eckert, Gunnar Ströming und Uwe Ruloffs. Am Ende der Saison erreichte die Mannschaft den 2. Tabellenplatz in der Oberliga Gruppe Ost und qualifizierte sich damit für das Endturnier in Köln. Dort spielte sie um den 3. Platz in der Gesamttabelle und schlug die Troisdorf Jets in einem sehr spannenden Spiel mit 13:8.
Ebenfalls in ihre erste Saison ging die neugegründete U16 Mannschaft. Diese spielte nach den Sommerferien und setzte sich aus den bei jüngsten Jahrgängen der U19 und den beiden ältesten Jahrgängen der U14 zusammen. Sie spielte in der U16 Verbandsliga und traf dort auf die Bochum Cadets, Duisburg Thunderbirds und Gelsenkirchen Devils. Gegen die Bochum Cadets und Duisburg Thunderbirds gab es klare Niederlagen, die Gelsenkirchen Devils dagegen wurden souverän geschlagen und so erreichte die Mannschaft am Ende der Saison den 3. Tabellenplatz.
Headcoach Dick Bergstrom kam leider nicht zurück, er wechselte als Offense Coordinator in die GFL2. Für ihn wurde der William Miller als Headcoach und Defense-Coordinator sowie als Spielertrainer Evan Gehlert (Offense Coordinator und Quarterback) sowie Eric Tilson (Offense Line Coach und Center) verpflichtet. Als weitere Offense Assistants waren weiterhin Daniel Greitens und Matthias Filusch tätig. In der Defense wurde William Miller durch die Assistants Thomas Petersen und Rückkehrer Matthias Gehrke unterstützt.
Darius Voehringer, wechselte in die GFL1. Aus Osnabrück kamen einige ehemalige Dolphins-Spieler zurück, auch aus Kassel wechselten noch einige Spieler an die Pader und aus der U19 rückten einige Spieler in die Herrenmannschaft auf. Die Saisonvorbereitung verlief sehr erfolgreich, beide Testspiele wurden gewonnen (eines davon gegen den Zweitligisten aus Essen). Nach einem Sieg gegen Aachen wurden die nächsten vier Spiele verloren und die Mannschaft stand im Abstiegskampf. In der zweiten Saisonhälfte ging jedoch ein Ruck durch die Mannschaft und es konnten vier weitere Spiele gewonnen werden. Dadurch schaffte das Team eine ausgeglichene Bilanz (10:10) und sicherte sich – wie im Vorjahr – den 3. Tabellenplatz.
Aufgrund einer Ligareform konnte die U19 als Tabellenzweiter der Verbandsliga ebenfalls in die Oberliga aufsteigen. Der Coaching Staff 2012 bestand aus Headcoach Peter Daletzki, Matthias Filusch (Running Backs), Matthias Eikel (Offense Line), Mark Ojomu (Receiver), Christopher Stoll (Defense Coordinator), Andre Clement (Linebacker), Nicholas Reade (Defense Line) und Felix Johannknecht (Defense Assistant). Leider konnte sich das Team nicht in der Oberliag halten und stieg am Ende wieder in die Verbandsliga ab.
Besser dagegen lief es bei den beiden anderen Jugendmannschaften, der U14 und der U16. Zuerst musste die U14 allerdings einen heftigen Aderlass verkraften. 14 Spieler mussten die Mannschaft verlassen, da sie für eine weitere Saison zu alt waren. Durch die gute Zusammenarbeit mit mehreren Paderborner Schulen konnten durch die dort durchgeführten Flagfootball-AGs neue Spieler an die Mannschaft herangeführt werden und zu Beginn der Saison standen wieder mehr als 30 Spieler für die Paderborn Dolphins bereit.
Die Saison für die U16 verlief sehr erfolgreich. Durch Spielabsagen und Ausfälle mussten zwar nur vier Spiele absolviert werden, diese konnten aber alle deutlich gewonnen werden. Die damit erreichte Perfect Season krönte die durchweg gute Leistung des Teams. Nach Abschluss der Jugendsaison waren auch wieder einige Paderborn Dolphins in den NRW-Auswahlmannschaften vertreten.
Als fünfte Mannschaft trat die neugegründete Damenmannschaft im Ligabetrieb an. Insgesamt 12 Spielerinnen unter der Führung von Marc Droste nahmen am Spielbetrieb der fünfer Tackle-Liga NRW in Turnierform teil. Von den Turnieren konnte keines gewonnen werden und am Ende musste die Mannschaft aufgrund von Spielerinnenmangel wieder vom Spielbetrieb abgemeldet werden.
Das Jahr begann mit einer Änderung im Vorstand, Schatzmeister Ralf Gaub beendete seine Tätigkeit im Vorstand und Dominik Salmen rückte nach.
Abgänge gab es auch bei der Herrenmannschaft. Steven Müller kehrte nicht zurück und widmete sich seiner Leichtathletik. Aus der eigenen Jugend rückten Quarterback Viktor Löwen und Offensive-Liner Waldemar Pfaffenrot zur Mannschaft. Eine gute Zusammenarbeit entwickelte sich weiterhin mit den Paderborn UNIcorns. Auch in diesem Jahr stoßen weitere Spieler aus den Reihen der UNIcorns zu den Paderborn Dolphins.
Headcoach wurde Dick Bergstrom, der wieder an die Pader zurückkehrte. Als weitere Coaches standen Matthias Gehrke, Jan Rieke, Daniel Greitens, Thomas Petersen, Christopher Stoll und Max Filusch an der Seitenlinie. Der sportliche Erfolg blieb allerdings aus. Gerade die Spiele gegen den Amboss aus Remscheid und den zweitligaerfahrenen Club Essen Assindia Cardinals wiesen die Paderborner in die Schranken. Als vierter der Liga beendete man die Saison.
Die U19 konnte trotz des letzten Tabellenplatzes vom Vorjahr wieder in der Oberliga antreten, da dort eine Mannschaft ihre Teilnahme zurückgezogen hatte. Bei der U19 gab es Änderungen im Coaching Staff. Matthias Eikel, Mark Ojomu, Andre Clement und Felix Johannknecht, waren nicht mehr dabei. Neu zum Team stießen Uwe Ruloffs (Offense Line) und Florian Kettelhoit (Defense Assistant). Erfreulich war die Entwicklung im Spielerbereich, der Kader umfasste zu Saisonbeginn mehr als 60 Spieler. Am Ende sicherte man sich die Meisterschaft der Oberliga knapp vor den Duisburg Dockers / Thunderbirds.
Die U14 gab 18 Spielern an die U 16, so dass am Anfang ein überschaubarer Kader von 13 Spielern übrig blieb. Durch die Zusammenarbeit des Headcoaches Frank Eckert mit verschiedenen Schulen gelang es schnell den Kader wieder aufzustocken. Auch die Meisterschaft der U14 wurde an die Pader geholt.
Die U16 konnte nach einer spannenden Saison am letzten Spieltag die Meisterschaft sichern. Durch Umstrukturierungen im Ligabetreib war es das letzte Jahr für die U14 und U16. Diese sollten ab 2014 als U15 und U17 auf dem Platz stehen.
Auch in der NRW-Auswahl, der Green Machine, waren wieder zahlreiche Spieler vertreten. Im Frühjahr nahmen sie am U15 Ile de France Bowl in Paris teil. Im Herbst ging es dann für sie Next Generation Bowl gegen Team Austria nach Wien.

Hamada-Hirosuke-Gedenkstätte

Die Hamada-Hirosuke-Gedenkstätte „Mahoroba-Märchenland“ (jap. まほろば・童話の里 浜田広介記念館, Mahoroba Dōwa no Sato: Hamada Hirosuke Kinenkan) wurde zu Ehren des japanischen Kinder- und Jugendbuchautors Hirosuke Hamada in Takahata erbaut. Die Hamada-Hirosuke-Gedenkstätte ist eine gemeinnützige Stiftung, die als Öffentlich-private Partnerschaft geführt und verwaltet wird.
Zur Gedenkstätte gehören verschiedene Gebäude, die in einer kleinen Parkanlage, dem Hirosuke Garten, liegen. Das Hauptgebäude beherbergt Ausstellungsräume, einen Verkaufsstand und eine Tee-Ecke. In den Ausstellungsräumen sind Werke und Exponate aus dem Nachlass Hirosukes zu sehen. Die Märchen von Hirosuke sind nicht nur als Buchfassung ausgestellt, sondern auch kindgerecht als Film und Hörspiel aufbereitet. Hier haben die Besucher zudem Zugriff auf ca. 3000 Bände mit Kinder- und Jugendliteratur. Daneben befindet sich die runde Hirosuke Halle, die als Allzweckhalle für Konferenzen, Filmvorführungen und Veranstaltungen genutzt wird und die etwa 200 Personen fasst. Hirosukes Geburtshaus, das neben der Halle steht, ist ein eingeschossiges Holzhaus mit Schilfdach im Stile der Nōka, das Ende der Edo-Zeit gebaut wurde. Hirosuke wohnte von seiner Geburt bis zum Eintritt in die Yonezawa Mittelschule in diesem Haus. Das Gebäude wurde im Jahr 2000 auf das Gelände der Gedenkstätte verlegt. Im Garten vor der Hirosuke Halle ist zudem die Steinstatue eines „weinenden roten Teufels“ (泣いた赤おに, Naita Aka-Oni) zu finden, die an Hirosukes gleichnamiges Werk erinnert.
Die Aufgaben der Gedenkstätte sind gemäß §3 der Satzung:
38.005694140.1625Koordinaten: 38° 0′ 20″ N, 140° 9′ 45″ O

Hejira

Besetzung
Hejira heißt das 1976 von Joni Mitchell erschienene Folk-Album, das deutliche Jazz-Anklänge hat.

Der Albumtitel bezieht sich einerseits auf das islamische Hidschra, die Reise Mohammeds von Mekka nach Medina, andererseits auf das gleichnamige achte Kapitel im Buch Dress Your Family in Corduroy and Denim von David Sedaris, in der die Musik von Mitchell vorkommt:
„Nach sechs Monaten mit Aufwachen am Mittag, high werden und dem Hören der immer gleichen Joni Mitchell Platte wurde ich von meinem Vater gerufen und rausgeschmissen.“
Auch in diesem Buch steht der Begriff Hejira für eine Reise.
Viele Lieder wurden von Mitchell auch auf einer Reise geschrieben, auf einer Autofahrt im Winter von Maine in ihre damalige Heimatstadt Los Angeles. Kurz zuvor hatte ihre Beziehung mit dem Schlagzeuger John Guerin geendet, die bis zur Verlobung geführt hatte.
Das Album ist von Mitchells Gesang und Gitarre sowie auf einigen Titeln dem prägnanten bundlosen Bass von Jaco Pastorius dominiert.
Die Titel „Coyote“, „Amelia“ und „Hejira“ wurden nach der Veröffentlichung oft in ihren Konzerten gespielt. Außer den Titeln „Coyote“ und „Black Crow“ besteht der Rest des Albums aus langsamen und melancholischen Titeln. Der epische „Song for Sharon“ erzählt vom Konflikt einer Frau zwischen Freiheit und Ehe.
Das Lied „Amelia“ verwebt die Geschichte einer Reise durch die Wüste mit der Pilotin Amelia Earhart, die 1939 nach einem Flug über dem Pazifischen Ozean verschollen ist.
„Furry Sings the Blues“ basiert auf einem Treffen, das 1976 zwischen Mitchell und dem Blues-Gitarristen und Sänger Furry Lewis in Memphis stattfand. Der Song und die Verwendung seines Namens missfiel ihm jedoch.
Die Fotos auf dem Albumcover wurden von Norman Seeff am Lake Mendota aufgenommen. Das Albumcover wurde von Rolling Stone auf Platz 11 der 100 besten Albumcover gewählt.
Das Album verkaufte sich wegen der ungewohnten Jazz-Anklänge schwächer als die Vorgänger, erreichte aber Platz 13 der Billboard 200 Album-Charts. Von Kritikern wurde das Album im Allgemeinen gut beurteilt und teilweise auch als bestes Album in Mitchells Karriere gesehen.
Alle Songs wurden Joni Mitchell geschrieben.
Seite 1:
Side 2:
Jaco Pastorius spielte Bass auf „Coyote“, „Hejira“, „Black Crow“ und „Refuge of the Roads“.

Joachim Spiegel

Joachim Spiegel (* 16. Juni 1911 in Berlin; † 1. November 1989 in Nürtingen) war ein deutscher Ägyptologe.
Joachim Spiegel studierte ab 1929 Ägyptologie an der Universität Berlin, wo er 1935 bei Hermann Grapow promoviert wurde. 1935/36 war Assistent an der Universität Leipzig bei Walther Wolf, 1937 erfolgte dort seine Habilitation. Für 1936/37 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Danach blieb er bis 1940 in Kairo, konnte jedoch als Nichtmitglied der NSDAP an der dortigen Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts keine feste Stelle erhalten; er war jedoch in Kairo auch menschlich wenig beliebt. Von 1941 bis 1945 war Spiegel aufgrund seiner Arabischkenntnisse für den deutschen Propagandasender des Auswärtigen Amtes für Arabien tätig, zunächst mit Dienstsitz in Athen, dann in Belgrad, zuletzt in Berlin. 1945 wurde er Privatdozent an der Universität Göttingen, 1950 bis 1952 war er kommissarischer Leiter des dortigen ägyptologischen Instituts, 1957 wurde er zum außerplanmäßiger Professor für Ägyptologie ernannt.