Buibau

Buibau (Boibau, Buibao, Boebau) ist ein osttimoresisches Dorf, Aldeia und Suco im Verwaltungsamt Baucau (Gemeinde Baucau).

Der Ort Buibau liegt nah des Zentrums des Sucos, auf einer Meereshöhe von 199 m. Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria No. 7 Buibau.
In Buibau leben 3.708 Einwohner (2010, 2004: 3.493). Etwa 85 % der Einwohner geben Makasae als ihre Muttersprache an. Etwa 15 % sprechen Tetum Prasa.
Der Suco liegt im Zentrum des Verwaltungsamts Baucau und hat eine Fläche von 25,62 km². Im Norden grenzt er an die Sucos Bahu, Buruma und Caibada, im Osten an Seiçal, im Süden an Samalari und Uailili und im Westen an Tirilolo. Der Fluss Seiçal berührt im Südosten die Grenze des Sucos. Buibau ist ein Zentrum des Reisanbaus im Verwaltungsamt Baucau.
In den Norden des Sucos reichen die Ausläufer der Gemeindehauptstadt Baucau. Quer durch den Suco führt die Überlandstraße von Baucau nach Viqueque. An ihr liegen die Orte Cailara, Loidua, Uaimoribere, Samalaculiba (Samalakuliba), Builai und Alala. Östlich der Straße liegen die Orte Rabei, Latua, Loi Dua, Buibau, Rahameta, Lanerubi (Laherubi) und Ossoluga. Neben der Grundschule in Buibau gibt es in Ort noch die Escola Primaria Belavista und eine weitere Grundschule. Außerdem gibt es eine Prä-Sekundärschule.
Im Suco befinden sich die sechs Aldeias Alala, Buibau, Builai, Loidua, Manulai und Samalaculiba.
Buibau war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte. Im April 1896 schloss der Liurai von Buibau mit Portugal einen schriftlichen Vertrag über seinen Vasallenstatus. Es gibt Quellen, die angeben, dass die heutigen Sucos von Buibau, Samalari, Uailili und Gariuai vor und während der gesamten Kolonialzeit im Reich Fatumaka vereinigt waren, deren Einwohner auch heute noch einen eigenen Dialekt des Makasae, das Makasae Fatumaka sprechen.
Ende 1979 wurden Tausende Osttimoresen zur besseren Bekämpfung des Widerstandes gegen die indonesischen Invasoren zwangsumgesiedelt. Eines der vielen Lager befand sich in Buibau. Mehrere Familien, die Angehörige im Widerstand hatten, wurden 1981 auf die Insel Atauro deportiert.
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Virgilio de Sarmento zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann Francisco Ximenes.
Bahu | Bucoli | Buibau | Buruma | Caibada | Gariuai | Samalari | Seiçal | Tirilolo | Triloca | Uailili
-8.5077777777778126.465Koordinaten: 8° 30′ S, 126° 28′ O