Hanako Games

Hanako Games ist ein britischer Entwickler und Verleger von Videospielen, hauptsächlich von Adventures und Computer-Rollenspielen im Anime-Stil.

Gegründet wurde Hanako Games 2003 von Georgina Bensley. Ihre Spiele sind hauptsächlich für weibliche Spieler konzipiert, enthalten oft Fantasy-Elemente. Hanako Games ist ein Partner von Tycoon Games, Winter Wolves und sakevisual. Bekannte Spiele sind unter anderem Fatal Hearts, Cute Knight, Summer Session, Science Girls, Date Warp und Magical Diary. Die Spiele sind überwiegend für Microsoft Windows, Mac OS und Linux.
Seit Anfang 2015 veröffentlicht Hanako Games unter dem Namen Hanabira auch Visual Novels, die nicht von Georgina Bensley geschrieben wurden. Das erste Spiel unter diesem Label mit dem Titel Sword Daughter erschien am 5. Januar 2015. Die Geschichte war ursprünglich ein sogenanntes Spielbuch, das in den 1980er Jahren erschienen ist.
2007 erhielt Hanako Games die höchste Auszeichnung auf der Innovate 2007, gesponsert von der Casual Games Association.

Nikolai Michailowitsch Drosdow

Nikolai Michailowitsch Drosdow (russisch Николай Михайлович Дроздов; * 23. Dezember 1917 im Dorf Rakowo, Gouvernement Moskau; † 1974 in Moskau) war ein sowjetischer Konteradmiral. Er war von 1961 bis 1963 8. Kommandeur der Kaspischen Höheren Offiziersschule der Sowjetischen Seekriegsflotte in Baku.

Drosdow begann seine militärische Laufbahn 1936. Er besuchte von August 1936 bis November 1939 die Offiziersschule für Marinefliegerkräfte J.W. Stalin. 1939 wurde er Mitglied der KPdSU. Nach Beendigung der Offiziersschule war er bis Oktober 1941 Gehilfe des Chefs der Politabteilung für Komsomolarbeit dieser Schule. Im Oktober 1941 wurde er Staffelkommissar der Luftwaffenschule für Marineflieger in Astrachan. Im September 1942 ging die Staffel in den Bestand des 22. Aufklärungsgeschwaders ein und zur Nordflotte disloziert. Von Dezember 1942 bis September 1943 absolvierte Drosdow die Militär-politische Lenin-Akademie und anschließend bis April 1944 höhere militär-politische Lehrgänge der Flotte. Ab April 1944 arbeitete er für das ZK der KPdSU und war als Instrukteur der Kaderleitung für Flottenfragen zuständig.
Von November 1945 bis Juli 1946 befand sich Drosdow in Deutschland und diente als Parteiorganisator beim kommissarischen Sonderkomitee des Rates der Volkskommissare. Ab Juli 1946 setzte er seine vorherige Arbeit beim ZK der KPdSU fort und war von 1948 bis 1951 als Berater der administrativen Abteilung des ZK der KPdSU tätig. Am 9. November 1951 erfolgte seine Ernennung zum Konteradmiral. Von April 1951 bis November 1956 war er Chef der Kaderleitung der Seekriegsflotte. Im November 1956 wurde er von dieser Aufgabe befreit und zum Oberkommando der Seekriegsflotte versetzt. Er besuchte bis Oktober 1957 akademische Kurse für Offiziere an der Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR „K.J. Woroschilow“. Drosdow übernahm zuerst von Oktober 1957 bis Juni 1958 die Position des Gehilfen des Chefs und von Juni 1958 bis Juni 1961 des stellvertretenden Chefs der Militärischen Bildungseinrichtungen der UdSSR. Von Juni 1961 bis November 1961 war er stellvertretender Ausbildungschef der Flotte und von November 1961 bis Februar 1963 Kommandeur der Kaspischen Seekriegsschule. Nach dieser Tätigkeit wechselte er erneut in das Flottenoberkommando und war bis August 1971 stellvertretender Chef für Ausbildung und Beschaffung. Anschließend wurde er in den Ruhestand versetzt.

Enter (Album)

Besetzung
Gesang: Sharon den Adel
Enter lautet der Titel des Debütalbums der niederländischen Metal-Band Within Temptation. Veröffentlichung war am 7. April 1997.
Eine Woche nach der Unterzeichnung eines Plattenvertrages über zwei Alben mit dem Independent-Label DSFA begannen Within Temptation mit den Aufnahmen zu Enter. Das Album wurde in nur zwei Wochen eingespielt. Der Mix nahm drei weitere Tage in Anspruch. Die Songs von Enter basieren im Wesentlichen auf Stücken der beiden ersten Demos der Band, wurden jedoch weitgehend umarrangiert und teilweise auch umbenannt. So war der Titel Pearls of Light auf dem Demo noch schlicht mit Pearls betitelt.
Als Gastmusiker spielte Produzent Lex Vogelaar die Gitarrenparts von Pearls of Light ein, und George Oosthoek (Sänger der inzwischen aufgelösten niederländischen Gothic-Metal-Band Orphanage) steuerte die Growls auf Deep Within bei.
Das Debütalbum von Within Temptation lässt sich, anders als die späteren Alben der Band, ohne Weiteres dem Gothic Metal zuordnen. Die Songs weisen eine melancholische Grundstimmung auf und sind geprägt vom Kontrast des klaren weiblichen Gesangs von Sharon den Adel und den aus dem Death Metal entlehnten Growls von Gitarrist Robert Westerholt. Die Nähe zum frühen Stil der Genre-Vorreiter Theatre of Tragedy ist unverkennbar.
Sharon den Adel • Robert Westerholt • Ruud Adrianus Jolie • Jeroen van Veen • Martijn Spierenburg • Mike Coolen
Enter (1997) • Mother Earth (2000) • The Silent Force (2004) • The Heart of Everything (2007) • The Unforgiving (2011)  Hydra (2014) 
Running Up That Hill (2003) 
Black Symphony (2008) • An Acoustic Night at the Theatre (2009) 
Diskografie

Dorfkirche Groß Lübbenau

Die Dorfkirche Groß Lübbenau war eine evangelische Kirche im Dorf Groß Lübbenau, südöstlich von Lübbenau/Spreewald in Brandenburg. Sie wurde für einen Braunkohletagebau abgerissen.
Der Bau der Kirche erfolgte 1824 im klassizistischen Stil, nach anderen Angaben wies die Kirche den Stil der Neogotik auf, als achteckiger Rundbau. Das Kirchenschiff wurde von einem Zeltdach bedeckt. Der Kirchturm stand seitlich neben dem Schiff. Kurz vor Ende des Tagebaus wurde die Kirche im Jahr 1988 gesprengt.
Erhalten blieben einige Ausstattungsstücke. Ein aus dem Jahr 1824 stammender Altaraufsatz mit dem nazarenischen Gemälde Gang nach Emmaus befindet sich, wie auch die Taufe in einem kleinen Ersatzbau des in Teilen nicht abgerissenen Ortes Groß Lübbenau. Auch das im 18. Jahrhundert entstandene hölzerne Altarkruzifix, die Kanzel, ein Taufengel aus dem 18. Jahrhundert und zwei Glocken von 1930 blieben so vor Ort.
Ein Grabmal der 1627 im Kindesalter verstorbenen Juliana von Wolffersdorf, Tochter des wohledlen und gestrengen Ulrich von Wolffersdorf wurde in die Sankt-Nikolai-Kirche nach Lübbenau umgesetzt.
51.82513.979444444444Koordinaten: 51° 49′ 30″ N, 13° 58′ 46″ O

Infraklavikuläre Plexusblockade

Die infraklavikuläre Plexus-brachialis-Blockade, auch Vertikal-infraklavikuläre Plexus-brachialis-Blockade (VIB oder VIP) oder infraklavikuläre Plexusanästhesie genannt, ist ein Regionalanästhesieverfahren, das operative Eingriffe am Arm ermöglicht. Dabei werden durch die Injektion von Lokalanästhetika unterhalb (infra-) des Schlüsselbeins (Klavikula) die Nerven des Plexus brachialis (Nervus medianus, Nervus ulnaris, Nervus radialis, Nervus musculocutaneus) reversibel blockiert. Die infraklavikuläre Plexus-brachialis-Blockade ist ein relativ einfach durchzuführendes und nebenwirkungsarmes Verfahren. Vorteile gegenüber der axillären Plexusblockade sind eine hohe Rate an kompletten Blockaden und eine schnelle Anschlagszeit. Nachteilig ist das Risiko, als Komplikation einen Pneumothorax zu erzeugen.

Die infraklavikuläre Plexus-brachialis-Blockade ermöglicht Operationen am unteren (distalen) Oberarm, dem Ellbogen, dem Unterarm und der Hand. Auch eine schmerztherapeutische Anwendung, etwa bei Neuralgien, CRPS oder Phantomschmerzen ist möglich. Dabei wird im Rahmen der Punktion oft ein Katheter eingelegt, über den kontinuierlich Anästhetika injiziert werden können.
Gegenanzeigen (Kontraindikationen) sind Infektionen oder Tumoren im Punktionsbereich, Störungen der Blutgerinnung oder die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten, Fremdkörper (Herzschrittmacher, Ports), ein Pneumothorax, ein Horner-Syndrom oder eine Recurrensparese der Gegenseite sowie Ablehnung oder fehlende Kooperation durch den Patienten.
Die Durchführung erfolgt unter sterilen Bedingungen. Die Punktionsstelle befindet sich unterhalb des Schlüsselbeins (vgl. Abbildung). Die Punktion erfolgt exakt in der Mitte der Klavikula. Nach der gängigen Technik nach Kilka, Geiger und Mehrkens wird die Kanüle streng vertikal zur Unterlage eingestochen, bei der Technik nach Raj erfolgt die Punktion nach außen (lateral), zur Achsel hin. Die Identifikation der Nerven unterhalb des Schlüsselbeins kann durch verschiedene Vorgehensweisen erfolgen. Meist wird das Aufsuchen mit Hilfe eines Nervenstimulators durchgeführt, der mit dem Ende der Punktionskanüle verbunden ist. Die Lage der Nadelspitze in der Nähe der Nerven zeigt sich dabei durch Muskelzuckungen im Handbereich. Auch eine ultraschallgesteuerte Punktion ist möglich. In neueren Untersuchungen zeigte sich eine Überlegenheit gegenüber der konventionellen Technik
Bei Verwendung des Nervenstimulators werden etwa 40 ml Lokalanästhetikum injiziert. Bei Ultraschallgezielter Blockade reichen 10–15ml Lokalanästhetikum für eine suffiziente Blockade aus.
Es werden je nach Operationsdauer schnell- und kurzwirksamere Lokalanästhetika wie Prilocain oder Mepivacain oder längerwirksame Substanzen wie Ropivacain genutzt, eventuell auch in Kombination.
Nebenwirkungen sind selten. Nervenschädigungen können durch direkte Verletzung mit der Kanüle oder durch toxische Effekte von Lokalanästhetika ausgelöst werden, die versehentlich in den Nerven (intraneural) eingespritzt werden. Diese Schäden lassen sich durch das Verwenden von stumpfen Kanülen und das Unterlassen von Injektionen bei Missempfindungen (Parästhesien) während der Durchführung vermeiden. Durch die versehentliche Injektion in Blutgefäße (intravasal) sind Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem (Bradykardie, Hypotonie, Kreislaufstillstand bei hohen Dosen) oder zentrale Nervensystem (Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen) möglich. Durch Auswirkungen der Lokalanästhetika sind Ausfälle des sympathischen Halsnervenstrangs (Horner-Syndrom), der Nervus recurrens (Recurrensparese) oder sehr selten des Nervus phrenicus (Phrenikusparese) möglich, die jedoch reversibel sind.
Durch die Punktion des Rippenfells (der Pleura) kann ein Pneumothorax entstehen (0,2–0,7 %).

Niklas Kiel

Niklas Kiel (* 4. September 1997 in Herford) ist ein deutscher Basketballspieler. Kiel gilt als eines der größten deutschen Nachwuchstalente und wurde 2012 mit der Jugendmannschaft der Paderborn Baskets Meister der deutschen Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL); ein Jahr später wurde er als Most Valuable Player (MVP) der JBBL-Saison ausgezeichnet. Zur Saison 2014/15 wechselte der Jugend-Nationalspieler zum Erstligaverein Fraport Skyliners Frankfurt, bei dem er nach Verletzungsproblemen von Mannschaftskameraden bereits in einzelnen Spielen der höchsten deutschen Spielklasse eingesetzt wurde. Im Rahmen des NBA All-Star Weekends 2015 ist Kiel als einer von 40 Spielern weltweit und damit als erster und einziger deutscher Spieler für das erstmals ausgetragene Global Camp der gemeinsamen FIBA- und NBA-Initiative Basketball without Borders nominiert.
Kiel wechselte 2010 in das kooperative Nachwuchsprogramm Talentoffensive OWL des ehemaligen Erstligisten Paderborn Baskets, wo er in der Jugendmannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) aktiv wurde. 2012 gewann Kiel mit der Nachwuchsmannschaft die Meisterschaft der JBBL. Ein Jahr später wurde Kiel 2013 als JBBL-Spieler der Saison zum MVP gewählt, nachdem er ein Double-Double im Durchschnitt pro Spiel von knapp 27 Punkten und 19 Rebounds erzielt hatte, doch seine Mannschaft verpasste als Titelverteidiger den erneuten Einzug in die Finalrunde Top Four. Das Top Four erreichte Kiel ein Jahr später als NBBL-„Rookie des Jahres“ mit der Junioren-Mannschaft der Paderborn Baskets in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL), doch im Halbfinale verlor man gegen den Titelverteidiger Team Urspring.
Zur Saison 2014/15 wechselte Jugend-Nationalspieler Kiel, der im Herrenbereich bislang nur in der Regionalliga für seinen Stammverein aus Herford aktiv war, zum Erstligisten Fraport Skyliners aus Frankfurt am Main. Hier war er zunächst neben der Juniorenmannschaft von Eintracht Frankfurt in der NBBL für die Reservemannschaft Junior Skyliners, bei der unter anderem der erfahrene ehemalige Paderborner Erstligaspieler Marius Nolte zu seinen Mannschaftskameraden zählt, in der dritthöchsten Herren-Spielklasse ProB vorgesehen, doch nach Verletzungsproblemen in der Erstligamannschaft kam Kiel bereits in der Hinrunde der Basketball-Bundesliga 2014/15 zu einem ersten Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse. Im Januar 2015 nahm Kiel im Rahmenprogramm des BBL All-Star Games wie ein Jahr zuvor erneut am All-Star Game der NBBL teil und wurde, nachdem er ein Jahr zuvor noch knapp die Teilnahme am Einlagespiel im en:Jordan Brand Classic verpasst hatte, zum Global Camp der gemeinsamen FIBA/NBA-Initiative Basketball without Borders nominiert, das erstmals im Rahmen des NBA All-Star Weekends 2015 in New York City für Spieler des Jahrgangs 1997 stattfinden wird. Dort wird Kiel als einer von 40 Nachwuchsspielern weltweit als einziger deutscher Spieler teilnehmen.

Theodoros Balsamon

Theodoros Balsamon (griechisch Θεόδωρος Βαλσαμῶν, * um 1130/1140 in Konstantinopel; † nach 1195) war byzantinisch-orthodoxer Rechtsgelehrter und Patriarch von Antiochien (seit 1185/1190 bis nach 1195). Er war Verfasser eines wichtigen Werkes zum orthodoxen Kirchenrecht.

Theodoros war Diakon an der Hagia Sophia in Konstantinopel. Er trug den Titel eines Nomophylax (Νομοφύλαξ, Wächter des Rechts). Dessen genaue Bedeutung ist unklar, vielleicht war der Amtsträger verantwortlich für alle Rechtsfälle und -verfahren im Patriarchat von Konstantinopel. In der Zeit von Patriarch Michael III. von Konstantinopel 1170/78 ist für Theodoros außerdem der Titel Chartophylax (χαρτοφύλαξ) belegt. Er war erster Priester der Kirche von Blachernae.
1193 wurde er Patriarch von Antiochien mit Sitz in Konstantinopel. Nach 1195 starb er in Konstantinopel.
Theodoros Balsamon verfasste die Scholia (Σχόλια), einen Kommentar zum Nomokanon von Photios I., dem Standardwerk zum kirchlichen und weltlichen Recht im byzantinischen Reich seiner Zeit.
Er war auch Autor der Syntagma, einer Sammlung von kirchenrechtlichen Beschlüssen. Auszüge aus diesen Werken sind noch heute Teil des Pedalion (Πεδαλιον), einer Sammlung von Verfügungen zum jetzigen orthodoxen Kirchenrecht. Sie sind auch Bestandteil der theologischen Ausbildung in orthodoxem Kirchenrecht.
Von ihm sind zwei Briefe erhalten, in denen er sich zum Fasten und zu Novizen in orthodoxen Klöstern äußert, sowie eine Sammlung von Epigrammen.
Seine Texte enthalten Details zu Geschichte und Gegenwart des byzantinischen Reiches, die an anderer Stelle nicht mehr erhalten sind. Er benutzte als erster den Begriff Ἀθίγγανοι (Athinganen), von dem wahrscheinlich die Bezeichnung Zigeuner abstammt.
Theodoros reformierte auch die liturgische Praxis im Patriarchat von Antiochien und passte sie dem byzantinischen Ritus an.

Julius Kautz

Julius Kautz (* 5. November 1829 in Raab; † 27. März 1909 in Budapest) war ein ungarischer Nationalökonom.
Kautz studierte in Pest und Leipzig, wurde zuerst an den Rechtsakademien in Pressburg und Großwardein, dann am neuorganisierten Polytechnikum in Ofen angestellt und 1862 zum Professor der politischen Ökonomie und des Staatsrechts an der Pester Universität. 1883 wurde er zum Vizegouverneur der Österreichisch-Ungarischen Bank und schließlich zum lebenslangen Mitglied des Oberhauses ernannt.
Als Schriftsteller machte er sich bekannt durch ein größeres Handbuch der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft (4. Aufl., Pest 1879), durch ein systematisches Lehrbuch der Staatskunst (3. Ausg., Pest 1877) sowie durch die Schrift Über die Entwickelungsgeschichte der volkswirtschaftlichen Ideen in Ungarn (deutsch im Auszug von Schiller, Pest 1876), alle mit dem großen Preis der ungarischen Akademie ausgezeichnet.
In deutscher Sprache erschien von ihm das Werk Theorie und Geschichte der Nationalökonomik (Wien 1858–1860, zwei Teile). Kautz, ordentliches Mitglied der ungarischen Akademie und mehrerer gelehrter Vereine, nahm auch im politischen Leben seines Vaterlandes eine geachtete Stellung ein. Er war von 1865 bis 1881 Abgeordneter seiner Heimatstadt im ungarischen Parlament, 1867 war er Referent der Ausgleichsverhandlungen mit Österreich.
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Ernst Marcello

Ernst Marcello (* 1. Juli 1907 in New York; † 3. Dezember 1976) war ein deutscher Politiker.
Er war 1951 bis 1960 nominell Bürgermeister von Kehl (1952–1957 und 1958–1960 suspendiert).
Marcello wuchs in Freiburg auf. Er war Regierungsrat im südbadischen Innenministerium. Am 4. März 1951 wurde er zum Kehler Bürgermeister gewählt. Die Wahl war durch ein eigenes badisches Landesgesetz angesetzt worden, da in der noch nicht ganz von Frankreich an die Bundesrepublik zurückgegebenen Stadt zwei konkurrierende Bürgermeister regierten: der im Stadtteil Sundheim gewählte Karl Nückles und der von der badischen Regierung eingesetzte Fritz Stephan.
Marcello geriet schnell in Konflikt mit dem Kehler Gemeinderat. Nach beleidigenden Äußerungen forderte der Rat Marcellos Rücktritt. Der weigerte sich aber, woraufhin der Gemeinderat selbst geschlossen zurücktrat. Am 13. September 1952 enthob das Landratsamt Marcello des Amtes. Die Verfügung wurde erst im Januar 1957 nach einer Klage Marcellos aufgehoben. Bis dahin nahmen Fritz Koch (1952–1955) und Erich Burger (1955–1957) die Geschäfte des Bürgermeisters wahr.
Nach Streitigkeiten um den Zeitpunkt von Dienstreisen und Urlaub und damit verbundene Abwesenheit, wurde er am 11. April 1958 erneut suspendiert und bis zum Ende seiner neunjährigen Amtszeit durch Trudpert Müller vertreten. Dieser wurde dann 1960 auch sein offizieller Nachfolger.
Der promovierte Jurist Ernst Marcello führte während seiner Bürgermeisterzeit zahlreiche Prozesse. Dabei ging es meist um seine Stellung und sein Gehalt. Einige Prozesse konnte er gewinnen, andere verlor er.

Krumbach (Asbach)

50.6698944444447.4515277777778230Koordinaten: 50° 40′ 12″ N, 7° 27′ 6″ O
Lage von Krumbach in Rheinland-Pfalz
Krumbach ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Asbach im Landkreis Neuwied im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt.

Das Dorf liegt im Niederwesterwald östlich des Hauptortes Asbach am Oberlauf des gleichnamigen Bachs. Krumbach liegt an der Kreisstraße 65, die den Hauptort Asbach mit dem Ortsteil Sessenhausen verbindet. Die Krumbachsmühle liegt etwa einen Kilometer bachabwärts.
Im Jahre 1397 wird ein Johann von Krumbach Gefolgsmann von Junker Godart, Herr zu Ütgenbach. Das niederadelige Geschlecht „von Krumbach“ führte in ihrem Wappen drei Adlerköpfe, die auch die Herren von Panau (Panau ist heute ein Ortsteil von Neustadt (Wied)) in ihrem Wappen führten. Die drei Adlerköpfe wurden in das Wappen der Verbandsgemeinde Asbach übernommen. Die Herren von Krumbach verwalteten die „Aldenhover Zehnt“ genannte Grundherrschaft, deren Bezirk von Hussen bis Altenhofen und von Ditscheid bis Parscheid reichte. 1517 war ein späterer Johann von Krumbach und 1537 ein Friedrich von Krumbach in Diensten des kurkölnischen Amtes Altenwied. Unterhalb von Krumbach stand eine 1591 urkundlich erwähnte Wasserburg, die der Sitz derer von Krumbach war.
Landesherrlich gehörte Krumbach bis 1803 zum Kurfürstentum Köln. Der Ort war Teil der „Honnschaft Limbach“, die zum Kirchspiel Asbach gehörte und der Verwaltung des kurkölnischen Amtes Altenwied unterstand. Nach einer 1660 vom Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich angeordneten Bestandsaufnahme gab es in Krumbach nur einen Hof.
Nachdem das Rheinland 1815 zu Preußen kam, gehörte Krumbach zur Gemeinde Limbach im damals neu gebildeten Kreis Neuwied und wurde von der Bürgermeisterei Asbach verwaltet. Nach einer Volkszählung aus dem Jahr 1885 hatte Krumbach 60 Einwohner, die in 9 Häusern lebten.
Bis 1974 war Krumbach Teil der bis dahin eigenständigen Gemeinde Limbach. Aus ihr und den gleichzeitig aufgelösten Gemeinden Asbach und Schöneberg sowie einem Teil der Gemeinde Elsaff wurde am 16. März 1974 die Ortsgemeinde Asbach neu gebildet.
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