Xiphiorhynchus

zerdrücktes Schädelfossil von Xiphiorhynchus
Xiphiorhynchus ist eine ausgestorbene aber langlebige Fischgattung aus der Familie der Schwertfische (Xiphiidae). Alles was über Xiphiorhynchus bekannt ist, basiert auf fragmentierten und schlecht erhaltenen Fossilien. Von den neun bisher beschriebenen Arten sind sechs nur durch ihren Holotyp bekannt, fünf nur durch ein einzelnes Fragment eines Rostrum und eine nur durch einige Wirbel. Zwei Holotypen sind inzwischen wieder verloren gegangen (X. homalorhamphus und X. hungaricus). Nur von X. priscus ist ein Schädel bekannt.

Xiphiorhynchus hatte ein schwertartiges Oberkieferrostrum, das im Querschnitt rund bis oval und an seiner Unterseite mit bürstenförmigen Zähnen besetzt war. Innerhalb des Rostrums fanden sich zwei Paar von Längskanälen, von denen das obere näher zur Mittellinie des Rostrums lag als das untere Paar. Der Unterkiefer ist kräftig und gleich lang oder kürzer als das Oberkieferrostrum.
Wahrscheinlich war Xiphiorhynchus ein Raubfisch, der die küstennahen Regionen tropischer Meere bewohnte. Einige Exemplare von X. priscus und der Holotyp von X. kimblalocki wurden allerdings in Hochseeablagerungen aufgefunden.
Bisher wurden neun Arten beschrieben. Außerdem ist noch eine zehnte, bisher unbeschriebene Art bekannt (X. cf. eocaenicus (Woodward, 1901), USA).
Xiphiorhynchus ist mit dem rezenten Schwertfisch nah verwandt und wird innerhalb der Familie Xiphiidae der monogenerischen Unterfamilie Xiphiorhynchinae zugeordnet.

Irene Rothweiler

Irene Rothweiler (* 10. Juni 1958 in Aachen), auch bekannt als Irene Hugot-Rothweiler, ist eine deutsche Malerin und Glasbildnerin. Sie lebt in Bonn.

Durch ihren Vater Leo Hugot, Architekt, Stadtkonservator und Dombaumeister in Aachen, kam Irene Rothweiler früh mit Kirche und Kunst in Berührung. Zuerst jedoch studierte sie Tanz- und Musikpädagogik.
Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Köln und Aachen, machte sie eine praktische Lehre bei der Glasmalerei Oidtmann in Linnich. Der persönliche Kontakt zu Wilhelm Buschulte, Klaus Iserlohe und Georg Meistermann formten Rothweiler in frühen Jahren. Die Teilnahme an Wettbewerben für Glasmalerei im In- und Ausland, bei denen sie erste Preise gewann, verschafften ihr erste Auftragsarbeiten. Irene Hugot-Rothweiler hat in Kirchen und Kapellen mehrerer Diözesen in Deutschland Kirchenfenster, Wandmalereien und Mosaike gestaltet. Daneben entwirft sie auch Messgewänder. Ihre Werke finden sich auch in Belgien, Frankreich, Spanien, Italien und Israel.
Irene Rothweiler sieht ihre Kunst als „einen von intensiven Gesprächen mit Priestern und Gemeindemitgliedern begleiteten schöpferischen Prozeß. Dabei spielt ihre persönliche Einstellung zum Glauben eine entscheidende Rolle“. Besondere Kenntnisse der christlichen Ikonografie und das handwerksgetreue Arbeiten in der tradierten Technik mit Echtantikglas, Schwarzlot und differenzierten Bleistärken sind ihren Werken ablesbar.

Tlaxcala (Bundesstaat)

Der Bundesstaat Tlaxcala liegt in Zentralmexiko und grenzt an die Bundesstaaten Hidalgo, México und vor allem Puebla, von dem er fast ganz umgeben ist. Er ist mit 962.000 Einwohnern (Stand: 2000) auf 4.016 km² der kleinste mexikanische Bundesstaat. Die Hauptstadt ist Tlaxcala.
Vor Ankunft der Spanier war Tlaxcala ein unabhängiger Staat, der mit den Azteken in ständigem Kriegszustand lag. Bei den „Blumenkriegen“ der Azteken gegen ihre Nachbarn ging es darum, möglichst viele Kriegsgefangene zu machen, um sie den Göttern opfern zu können. Die geographisch am nächsten liegenden Tlaxcalteken waren davon natürlich am meisten betroffen, so ist es nicht verwunderlich, dass sie die Spanier nach einigen Gefechten schließlich mit offenen Armen aufnahmen. Die Tlaxcalteken waren bei der Eroberung Tenochtitláns entscheidend beteiligt und trugen die Hauptlast des Krieges. Einzig der Häuptlingssohn Xicohténcatl widersetzte sich den Befehlen seines Vaters und der anderen Häuptlinge. Als er eine Rebellion anzetteln wollte, ließ Hernán Cortés ihn gefangen nehmen und aufhängen.
Aguascalientes | Baja California | Baja California Sur | Campeche | Chiapas | Chihuahua | Coahuila | Colima | Distrito Federal | Durango | Guanajuato | Guerrero | Hidalgo | Jalisco | México | Michoacán | Morelos | Nayarit | Nuevo León | Oaxaca | Puebla | Querétaro | Quintana Roo | San Luis Potosí | Sinaloa | Sonora | Tabasco | Tamaulipas | Tlaxcala | Veracruz | Yucatán | Zacatecas
19.428888888889-98.160833333333Koordinaten: 19° N, 98° W

Rabbi (Trentino)

Rabbi (dt. Rabben; im lokalen Dialekt: Rabj) ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 1393 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) im Trentino in der Region Trentino-Südtirol im Nordosten Italiens. Die Gemeinde liegt etwa 42,5 Kilometer nordnordwestlich von Trient am Nationalpark Stilfser Joch, gehört zur Comunità della Valle di Sole und grenzt unmittelbar an Südtirol. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ortsteil San Bernardo. Durch das Rabbital fließt der Rabbies.
Ala | Albiano | Aldeno | Altavalle | Altopiano della Vigolana | Amblar-Don | Andalo | Arco | Avio | Baselga di Pinè | Bedollo | Besenello | Bieno | Bleggio Superiore | Bocenago | Bondone | Borgo Chiese | Borgo Lares | Borgo Valsugana | Brentonico | Bresimo | Brez | Caderzone Terme | Cagnò | Calceranica al Lago | Caldes | Caldonazzo | Calliano | Campitello di Fassa | Campodenno | Canal San Bovo | Canazei | Capriana | Carano | Carisolo | Carzano | Castel Condino | Castel Ivano | Castelfondo | Castello Tesino | Castello-Molina di Fiemme | Castelnuovo | Cavalese | Cavareno | Cavedago | Cavedine | Cavizzana | Cembra Lisignago | Cimone | Cinte Tesino | Cis | Civezzano | Cles | Cloz | Comano Terme | Commezzadura | Contà | Croviana | Daiano | Dambel | Denno | Dimaro Folgarida | Drena | Dro | Faedo | Fai della Paganella | Fiavè | Florutz | Folgaria | Fondo | Fornace | Garniga Terme | Gereut | Giovo | Gustino | Grigno | Imer | Isera | Ivano-Fracena | Lavarone | Lavis | Ledro | Levico Terme | Livo | Lona-Lases | Lusern | Madruzzo | Malosco | Malè | Massimeno | Mazzin | Mezzana | Mezzano | Mezzocorona | Mezzolombardo | Moena | Molveno | Mori | Nago-Torbole | Nave San Rocco | Nogaredo | Nomi | Novaledo | Ospedaletto | Ossana | Palù del Fersina | Panchià | Peio | Pellizzano | Pelugo | Pergine Valsugana | Pieve Tesino | Pieve di Bono-Prezzo | Pinzolo | Pomarolo | Porte di Rendena | Pozza di Fassa | Praso | Predaia | Predazzo | Primiero San Martino di Castrozza | Rabbi | Revò | Riva del Garda | Romallo | Romeno | Roncegno | Ronchi Valsugana | Ronzo-Chienis | Ronzone | Rovereto | Roverè della Luna | Ruffrè | Rumo | Sagron Mis | Samone | San Lorenzo Dorsino | San Michele all’Adige | Sant’Orsola Terme | Sanzeno | Sarnonico | Scurelle | Segonzano | Sella Giudicarie | Sfruz | Soraga | Sover | Spiazzo | Spormaggiore | Sporminore | Stenico | Storo | Strembo | Telve | Telve di Sopra | Tenna | Tenno | Terragnolo | Terzolas | Tesero | Tione di Trento | Ton | Torcegno | Trambileno | Tre Ville | Trient | Valdaone | Valfloriana | Vallarsa | Vallelaghi | Varena | Vermiglio | Vignola-Falesina | Vigo di Fassa | Villa Lagarina | Ville d’Anaunia | Volano | Zambana | Ziano di Fiemme

John Bourchier, 2. Baron Berners

John Bourchier, 2. Baron Berners (* um 1467; † 19. März 1533 in Calais) war ein englischer Adliger und Politiker zur Zeit der sogenannten Rosenkriege und der frühen Tudorzeit.
Die Familie Bourchier stammte aus einer hochadligen normannischen Familie, die einen Grafen von Eu zum Ahnen hatte und die in weiblicher Linie vom englischen Königshaus der Plantagenets seine Abkunft herleitete. Er selbst war der Sohn und Erbe des Sir Humphrey Bourchier und der Elisabeth Tylney und damit der Enkel des John Bourchier, 1. Baron Berners, den er nach dessen Tod beerbte, da sein Vater, Sir Humphrey, bereits vor dem Ableben des 1. Barons in der Schlacht von Barnet am 14. April 1471 auf der Seite des Hauses York gefallen war.
Im Alter von sieben Jahren erbte er beim Tode seines Großvaters dessen Titel als 2. Baron Berners und eine Anwartschaft auf dessen Sitz im House of Lords. Da er noch nicht volljährig war, konnte er diesen Sitz noch nicht einnehmen. Er bereitete sich daher auf seine spätere Tätigkeit als Soldat, Höfling und Politiker vor und erhielt am 17. Januar 1477 den Ritterschlag. Unter den Königen Heinrich VII. und Heinrich VIII. wurde er ab dem 14. Oktober 1495 bis zum 8. August 1529 regelmäßig zu den Sitzungen des Oberhauses einberufen.
In dieser Zeit war er auch mit militärischen Aufgaben betraut. 1513 war er bei der Einnahme von Thérouanne beteiligt. Bald danach wurde er Marshal in der Armee des Thomas Howard, Earl of Surrey (später 2. Herzog von Norfolk) im Krieg gegen Schottland. Im Jahre 1514 ging er als Kammerherr der Prinzessin Mary (Ehefrau des französischen Königs Ludwig XII.) nach Frankreich. Zurück in England, wurde er von 1516 bis 1527 Chancellor of the Exchequer. In dieser Zeit erledigte er zusätzlich diplomatische Missionen, 1518 als Botschafter in Spanien und 1520 als Vertreter der Stadt Calais, wo er am 19. März 1533 starb.
Er war mit Katherine Howard, der Tochter des John Howard, 1. Duke of Norfolk, verheiratet. Da er nur zwei Töchter hatte, ruhte die Baronie Berners fast 200 Jahre bis 1720, weil die einzig überlebende Tochter Jane, de iure 3. Baroness Berners, ihre Ansprüche nicht geltend machte.

DDR-Meisterschaften im Schwimmen 1975

Die DDR-Meisterschaften im Schwimmen wurden 1975 zum 26. Mal ausgetragen und fanden vom 6. bis 10. Juni im Schwimmstadion „Volkspark“ von Piesteritz, einem Ortsteil der Lutherstadt Wittenberg statt, bei denen auf 29 Strecken (15 Herren / 14 Damen) die Meister ermittelt wurden. Mit sieben Titeln war der SC DHfK Leipzig die erfolgreichste Mannschaft und stellte mit Roger Pyttel, der genauso wie Rainer Strohbach vom TSC Berlin vier Titel gewann, den erfolgreichsten Sportler dieser Meisterschaft.
Sportliche Höhepunkte der Meisterschaft waren die vier Weltrekorde von Kornelia Ender über 100 Meter Schmetterling, Birgit Treiber über 200 Meter Rücken sowie Ulrike Tauber über 200 Meter und 400 Meter Lagen. Für einen neuen DDR-Rekord sorgte Rainer Strohbach über 400 Meter Freistil. Des Weiteren stellte die Herrenstaffel vom TSC Berlin über 4 x 100 Meter Freistil sowie die Damenstaffeln vom SC Dynamo Berlin über 4 x 100 Meter Freistil und vom SC DHfK Leipzig über 4 x 100 Meter Lagen neue DDR-Rekorde für Klubstaffeln auf.

Ostzonenmeisterschaften 1948 | 1949
DDR-Meisterschaften 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990

Moses Khumalo

Moses Khumalo (* 30. Januar 1979 in Meadowlands, Soweto; † 4. September 2006 in Honeydew, Johannesburg) war ein südafrikanischer Jazz-Saxophonist.
Moses Khumalo besuchte die Thobeka Primary School, ab 1993 das Pace Community College und studierte von 1994 bis 1998 am Manu Technical College Piano und Saxophon. Seine Studien schloss er mit einem Diplom in Musiktheorie, Musikgeschichte sowie Saxophon- und Klavierspiel ab. Seine professionelle Karriere als Musiker begann er 1995 auf dem Grahamstown Festival als Mitglied der Soweto Youth Jazz Band, die von Mokale Koapeng geleitet wurde und anschließend in London und Westafrika konzertierte. Nach seiner Rückkehr spielte er drei Jahre in der Band des Pianisten Moses Molelekwa. Daneben trat er u. a. mit Hugh Masekela, Sibongile Khumalo, Themba Mkhize und Paul Hanmer auf. Anfang der 2000er Jahre spielte er mit seinem Bandprojekt Moses Khumalo and Friends in den Clubs von Johannesburg. Auf dem Label Sheer Sound erschien 2002 sein Debütalbum Mntungwa, das mit einem South African Music Award als Bestes Newcomer-Album ausgezeichnet wurde. 2005 erschien sein zweites Album Ibuyile. Khumalo wurde Anfang September 2006 erhängt in seinem Haus in Johannesburg aufgefunden, kurz bevor er mit den Young Lions einen weiteren Studiotermin hatte.

Liste der Fürstpröpste von Berchtesgaden

Insgesamt standen 44 Stifts- bzw. Fürstpröpste dem Klosterstift Berchtesgaden vor, die als Augustiner-Chorherren trotz ihrer erst nach und nach zunehmenden Machtbefugnisse und Autonomie zusammen mit drei Salzburger Erzbischöfen und drei Kurkölnischen Administratoren in historischen Standardwerken stets in eine Reihenfolge als Fürstpröpste gebracht werden. Die Zählung beginnt ab Anfang des 12. Jahrhunderts mit Eberwin als erstem Stiftspropst und endet mit Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös als letztem Fürstpropst, der 1803 im Zuge der Säkularisation abdanken musste.
Die ersten 16 waren „einfache“ Stiftspröpste, von denen ab 1194 aber immerhin schon 11 als Landes- und Gerichtsherren nicht nur die niedere, sondern auch bereits die hohe Gerichtsbarkeit ausüben durften. Ab 1294 folgten ihnen 10 Amtsträger, die mit der Ausübung des Blutgerichtsbarkeit rechtlich bereits den Reichsfürsten gleichgestellt waren. Die nächsten 14 waren ab 1380 als Reichsprälaten auch im Reichsfürstenrat vertreten, von denen 3 jedoch im Zusammenhang der Inkorporation von 1393 bis 1404 Salzburger Erzbischöfe waren. Anschließend waren ab 1455 die nachfolgenden 6 von der „Metropolitangewalt“ Salzburgs gänzlich befreit und somit in geistlichen Dingen (Spiritualien) nur noch dem Papst direkt unterstellt. Die letzten 10 hatten von 1559 bis 1803 schließlich den Status von Fürstpröpsten, von denen jedoch wiederum 3 von 1594 bis 1723 als ranghöhere Erzbischöfe von Köln bzw. als Kurkölnische Administratoren aus dem Hause Wittelsbach dieses Amt innehatten.

Die ausklappbaren Tabellenleisten erlauben einen Überblick auf die stetig zunehmenden Machtbefugnisse der Stifts- und Fürstpröpste von Klosterstift, späterer Reichsprälatur und Fürstpropstei Berchtesgaden zwischen 1101 und 1803 sowie auf die zwei Phasen dazwischen mit Administratoren während der 11-jährigen Inkorporation durch das Fürsterzbistum Salzburg und während des freiwilligen Abtritts der Regentschaft für 129 Jahre an Kurkölnische Erzbischöfe.
Eberwin • Hugo I. • Heinrich I. • Dietrich • Friedrich I. • Wernher I.
Wernher I. • Gerhard • Hugo II. • Konrad I. Garrar • Friedrich II. Ellinger • Heinrich II. • Friedrich III. von Ortenburg • Wernher II. • Konrad II. • Heinrich III. • Konrad III. von Mödling • Johann Sax von Saxenau
Johann Sax von Saxenau • Hartung von Lampoting • Eberhard Sachs • Konrad IV. Tanner • Heinrich IV. • Reinhold Zeller • Otto Tanner • Peter I. Pfäffinger • Jakob I. von Vansdorf • Greimold Wulp • Ulrich I. Wulp

Ulrich I. Wulp (Kleines Schisma: Sieghard Waller) • Konrad Torer von Törlein
Pilgrim II. von Puchheim • Gregor Schenk von Osterwitz • Eberhard III. von Neuhaus
Peter II. Pinzenauer • Johann II. Praun • Bernhard II. Leoprechtinger
Bernhard II. Leoprechtinger • Erasmus Pretschlaiffer • Ulrich II. Pernauer • Balthasar Hirschauer • Gregor Rainer • Wolfgang I. Lenberger • Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach

Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach • Jakob II. Pütrich
Ferdinand von Bayern • Maximilian Heinrich von Bayern • Joseph Clemens von Bayern
Julius Heinrich von Rehlingen-Radau • Cajetan Anton Notthafft von Weißenstein • Michael Balthasar von Christalnigg • Franz Anton Josef von Hausen-Gleichenstorff • Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös
Personen ohne weitere Bemerkungen waren allesamt von den Augustiner-Chorherren als Stiftspröpste bzw. Fürstpröpste der Fürstpropstei Berchtesgaden berufen worden.
* (Von diesen Pröpsten gibt es Grabplatten in der Berchtesgadener Stiftskirche) ** (Von Griesstätter gibt es ein Grabdenkmal in der Franziskanerkirche in Berchtesgaden.)

James Muspratt

James Muspratt (* 12. August 1793 in Dublin; † 4. Mai 1886 in Seaforth Hall bei Liverpool) war ein britischer Chemiker und Industrieller.
Muspratt begann 1822 in Liverpool die Fabrikation von Blutlaugensalz und anderen Präparaten, namentlich auch von Schwefelsäure und Soda. Hierbei hatte er so großen Erfolg, dass er sehr bald noch zwei Fabriken zu St. Helens und Newton anlegen konnte.
Mit Charles Tennant in Glasgow führte er den Schwefelkies an Stelle des Schwefels in die Schwefelsäurefabrikation ein. 1846 gründete er auf Anregung von Justus von Liebig eine Mineraldüngerfabrik, die zwar bald wieder einging, aber den Anstoß zu der gegenwärtigen bedeutenden Kunstdüngerfabrikation gegeben hat.
Muspratt gilt als Mitbegründer der chemischen Großindustrie und namentlich als Urheber der Sodafabrikation. Seine Fabriken in Liverpool, Widnes und Flint waren Musteranstalten und dienten als Vorbild für zahlreiche andere Fabriken des In- und Auslandes.
Sein Sohn James Sheridan Muspratt war ebenfalls ein bedeutender Chemiker. Sein Enkel Sir Max Muspratt (1872–1934) war Chemiker und Politiker.
Seine Tochter Emma wurde 1853 durch die erstmalige Anwendung von „Liebigs Fleischextrakt“ geheilt.

John Ross (Kongressabgeordneter)

John Ross (* 24. Februar 1770 in Solebury, Bucks County, Pennsylvania; † 31. Januar 1834 in Easton, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker. Zwischen 1809 und 1811 und nochmals von 1815 bis 1818 vertrat er den Bundesstaat Pennsylvania im US-Repräsentantenhaus.
Nach einem Jurastudium in West Chester und seiner 1792 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann John Ross in Easton in diesem Beruf zu arbeiten. Politisch wurde er Mitglied der Ende der 1790er Jahre von Thomas Jefferson gegründeten Demokratisch-Republikanischen Partei. Im Jahr 1800 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Pennsylvania. Zwischen 1800 und 1803 fungierte er als Gerichtsdiener am Vormundschaftsgericht. Außerdem war er zwischen 1800 und 1809 als County Register bei der Bezirksverwaltung angestellt.
Bei den Kongresswahlen des Jahres 1808 wurde Ross im zweiten Wahlbezirk von Pennsylvania in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 4. März 1809 die Nachfolge von John Pugh antrat. Bis zum 3. März 1811 konnte er zunächst eine Legislaturperiode im Kongress absolvieren. 1814 wurde er im sechsten Distrikt seines Staates erneut in den Kongress gewählt, wo er am 4. März 1815 Robert Brown ablöste. Nach einer Wiederwahl konnte er bis zu seinem Rücktritt am 24. Februar 1818 im Repräsentantenhaus verbleiben.
Ross’ Rücktritt erfolgte nach seiner Ernennung zum Vorsitzenden Richter im siebten Gerichtsbezirk seines Heimatstaates. Im Jahr 1830 wechselte er an den Supreme Court of Pennsylvania. Dort verblieb er bis zu seinem Tod am 31. Januar 1834 in Easton. Sein Sohn Thomas (1806–1865) wurde ebenfalls Kongressabgeordneter.