Flora-Stil

Als Flora-Stil bezeichnet man in der Archäologie einen Keramikstil aus der kretisch-minoischen Neupalastzeit, der auf die Zeit um 1650 v. Chr. bis 1450 v. Chr. datiert wird.
Merkmale des Flora-Stils sind Motive aus der Pflanzenwelt, die in dunkler Farbe auf hellem Grund aufgetragen werden. Dargestellt sind u.a. Lilien, Papyrusstauden bzw. Blüten, Safran, Iris und Blätterwerk.
Zahlreiche Objekte im Flora-Stil werden im Archäologischen Museum in Iraklio auf Kreta ausgestellt.
Hauptstile: Minysche Keramik | Mattbemalte Keramik | Kreto-Minoische Keramik | Mykenische Keramik | Submykenische Keramik | Protogeometrische Keramik | Geometrische Keramik | Orientalisierender Stil | Schwarzfigurige Vasenmalerei | Rotfigurige Vasenmalerei
Nebenstile und Spezialtechniken: Bilingue Vasen | Fikellura | Kabiren-Gruppe | Korallenroter Stil | Schwarzfirnis-Keramik | Six-Technik | Übergangsstil | Weißgrundige Vasenmalerei Kreto-minoische Unterstile: Agios-Onouphrios-Stil | Flora-Stil | Kamares-Stil | Koumassa-Stil | Meeresstil | Orientalisierender Stil | Palaststil | Pyrgos-Stil | Vassiliki-Stil | Weißer Stil Etruskische Stile: Bucchero | Faliskische Keramik | Impasto Graeco-Etruskische Unterstile: Caeretaner Hydrien | Chalkidische Vasenmalerei | Pontische Vasen | Pseudo-Chalkidische Vasenmalerei | Northampton-Gruppe Unteritalische Unterstile: Canosiner Keramik | Centuriper Vasen | Gnathiakeramik | Italisch-geometrische Keramik | Kemai | Red-Swan-Gruppe | Teano-Gattung | Xenon-Gattung Griechisch beeinflusste Stile: Daunische Keramik | Messapische Keramik | Peuketische Keramik Zypriotisch-phönizische Stile: Base-Ring-Ware | Bichrome Ware | Bichrome-Red-Ware | Bichrome-Wheel-Made-Ware | Black-on-Red-Ware | Red-Polished-Ware | Red-Slip-Ware | Samaria-Ware | White-Painted-Ware | White-Slip-Ware Hellenistische Stile: Hâdra-Vasen | Reliefkeramik | Westabhangkeramik
Regionale Stile: Argivische Vasenmalerei | Attische Vasenmalerei | Böotische Vasenmalerei | Etruskische Vasenmalerei | Euböische Vasenmalerei | Korinthische Vasenmalerei | Kretische Vasenmalerei | Kykladische Vasenmalerei | Lakonische Vasenmalerei | Ostgriechische Vasenmalerei | Thessalische Vasenmalerei | Unteritalische Vasenmalerei Ostgriechische Regionalstile: Chiotische Vasenmalerei | Ionische Vasenmalerei | Klazomenische Vasenmalerei | Milesische Vasenmalerei | Rhodische Vasenmalerei | Samische Vasenmalerei Unteritalische Regionalstile: Apulische Vasenmalerei | Kampanische Vasenmalerei | Lukanische Vasenmalerei | Paestanische Vasenmalerei | Sizilische Vasenmalerei

Wilfried Hofmann (Politiker)

Wilfried Hofmann (* 19. Februar 1947 in Osterburg) ist ein deutscher Politiker (FDP). Er war von 1990 bis 1994 Mitglied im Landtag Sachsen-Anhalt.

Wilfried Hofmann besuchte 1953 bis 1961 die Grundschule und legte nach dem Besuch der EOS 1965 das Abitur ab. 1968 schloss er die Ausbildung zum FA-Bankkaufmann ab und arbeitete 1965 bis 1969 als Angestellter. 1969 bis 1988 arbeitete er als Erzieher bzw. Lehrer. 1974 legte er das Staatsexamen Jugenderzieher ab und machte 1987 einen Abschluss als Dipl.-Lehrer und Dipl.-Philosoph. 1987/88 war er Dozent für Philosophie und Rhetorik an der Zentralen Parteischule der LDPD „Dr. Wilhelm Külz“ in Bantikow.
Wilfried Hofmann ist evangelischer Konfession, verheiratet und hat zwei Kinder.
Wilfried Hofmann war Mitglied der LDPD. In der Wende war er ab März 1990 Landesgeschäftsführer der FDP-Ost Sachsen-Anhalt, ab August 1990 stellvertretender Landesgeschäftsführer FDP Sachsen-Anhalt und Mitglied des Landesvorstandes. Er wurde bei der ersten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 1990 über die Landesliste in den Landtag gewählt. Er war bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.
Hofmann verließ die FDP und deren Fraktion und schloss sich dem Bund freier Bürger an. Im Parlament war er zunächst fraktionslos. Im Jahr 1994 schloss Wilfried Hofmann sich mit den ehemaligen Mitgliedern der aufgelösten DS-Fraktion (Deutsch Soziale Fraktion, Nachfolgerin der DSU-Fraktion), der Vorsitzenden der Steuerzahlerpartei Bärbel Ballhorn und Gerd Brunner zur Fraktion Unabhängiger Abgeordneter (FUA) zusammen.

Peter Paul Pfausler

Peter Paul Pfausler (* 1. Februar 1871 in Roppen; † 24. Jänner 1924 in Innsbruck) war ein österreichischer Psychiater und Landwirtschaftsfachmann.
Peter Paul Pfausler war ein Bauernsohn und studierte an der Universität Innsbruck Medizin. Er war an der Gründung der christlichen Studentenverbindung A. K. V. Tirolia Innsbruck beteiligt. 1897 wurde er Sekundararzt an der Landesirrenanstalt Valduna in Vorarlberg und mit 1900 Direktor der Anstalt.
Pfausler beschäftigte sich auch mit Anliegen der Landwirtschaft. Für seine Entwürfe für Schweineställe in Deutschland erhielt er Anerkennungen. In Österreich wurde er vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft als Konsulent für landwirtschaftliches Bauwesen bestellt.
1922 erhielt er die politische Funktion eines Landeskulturrates in Tirol. Mit Pfausler vereinigte sich der Kreditverband der Tiroler Bauernsparkasse mit dem Verband der Raiffeisenverbandes und weiteren landwirtschaftlichen Genossenschaften. Die Vereinigung der Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Tiroler Landwirte verband sich mit der Warenabteilung des Kreditverbandes zum Tiroler Genossenschaftsverband. Pfausler vertrat im Verwaltungsrat der Bundesbahnen die Landwirtschaft.

Kurt Thiele

Kurt Thiele (* 29. Juli 1896 in Braunschweig; † 13. Juni 1969 in Oldenburg) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Thiele besuchte die Volksschule und das humanistische Gymnasium Martino-Katharineum in Braunschweig. Ab August 1914 nahm er mit dem Infanterieregiment 92 am Ersten Weltkrieg teil. Von Oktober bis November 1914 gehörte er dem in Flandern stehenden Reserveinfanterieregiment 208 an. Von August 1915 bis November 1916 wurde er mit dem Reserveregiment 269 in Russland eingesetzt. Zuletzt kämpfte Thiele, der am 27. Januar 1916 zum Leutnant der Reserve ernannt worden war, von November 1916 bis Juli 1918 mit dem Sturmbattallion 12. Im Krieg wurde Thiele mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und dreimal verwundet, einmal so schwer, das eins seiner Beine vom Oberschenkel abwärts amputiert werden musste. 1921 nahm Thiele mit dreißig geworbenen Freiwilligen an den Kämpfen in Oberschlesien teil.
Von 1921 bis 1923 studierte Thiele Rechtswissenschaft an der Universität Göttingen. Das Studium brach er im Herbst 1923 ab. Anschließend war er von 1923 bis 1930 kaufmännischer Angestellter beim Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven und Bremen.
1923 trat Thiele in die NSDAP ein. In der Verbotszeit der NSDAP von 1923 bis 1925 beteiligte er sich am Aufbau der Ersatzorganisationen für die verbotene Partei, insbesondere in Göttingen. 1925 schloss Thiele sich der Partei wieder an und gründete eine Ortsgruppe der NSDAP in Bremerhaven-Wesermünde. Von 1929 bis zum Frühjahr 1932 war er Kreisleiter der NSDAP für den Kreis Bremen. Im Frühjahr 1932 gründete er die NSDAP-Abteilung Seefahrt. Er war Gründer und Verwaltungsratsvorsitzender der Bremer Zeitung die vom Januar 1931 bis zum Oktober 1933 erschien. Ferner übernahm er die Herausgeberschaft für die von ihm gegründete Monatsschrift Der deutsche Seemann, die bis zum Sommer 1933 erschien.
Im November 1930 wurde Thiele Abgeordneter in der Bremer Bürgerschaft, in der er bis zum Sommer des Jahres 1932 das Amt des Fraktionsvorsitzenden der NSDAP-Fraktion bekleidete. Vom Frühjahr 1933 bis zur Auflösung der Länderparlamente amtierte Thiele als Präsident der Bürgerschaft. Er war dann Mitglied im Reichstag vom September 1930 bis 1945 für den Wahlkreis 14 (Weser-Ems).
Im Herbst 1933 wurde Thiele zum Bremischen Staatsrat ernannt und 1934 zum Kreisgerichtsvorsitzenden. In den folgenden Jahren amtierte er als Gauinspekteur für den Gau Bremen, Leiter der dortigen Mobilmachungsabteilung und Gauamtsleiter für Rassenpolitik und Volkstumsfragen im Gau Weser-Ems. 1942 wurde er zum Landrat des Landkreises Oldenburg ernannt.
Nach dem Krieg wurde Thiele von den Alliierten verhaftet. In einem Spruchkammerverfahren wurde Thiele am 25. April 1949 verurteilt. Thieles Nachlass wird heute im Staatsarchiv Bremen verwahrt.

Helmut Grunsky

Helmut Grunsky (* 11. Juli 1904 in Aalen; † 5. Juni 1986 in Würzburg) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Funktionentheorie beschäftigte.

Nach dem Abitur am Realgymnasium Aalen studierte Grunsky ab 1922 Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart und ab 1925 an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, wo er 1927 als Diplomingenieur abschloss. Danach studierte er Mathematik an der Universität Berlin, wo er 1932 bei Ludwig Bieberbach promoviert wurde (Neue Abschätzungen zur konformen Abbildung ein- und mehrfach zusammenhängender Bereiche) und sich 1938 habilitierte (Koeffizientenbedingungen für schlicht abbildende meromorphe Funktionen. Mathematische Zeitschrift). Ab 1930 war er beim „Jahrbuch über die Fortschritte der Mathematik“, zuletzt 1935 bis 1939 als Schriftleiter. In dieser Funktion hat er immer wieder Artikel jüdischer Wissenschaftler publiziert. Als er schließlich deswegen u. a. von seinem Doktorvater Ludwig Bieberbach massiv angefeindet wurde, legte er 1939 die Leitung des Jahrbuchs nieder.
Am 1. April 1940 trat er aus unbekannten Gründen der NSDAP bei.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, während dessen er im Chiffrierdienst des Auswärtigen Amtes war, war er Gymnasiallehrer in Trossingen und ab 1949 Dozent in Tübingen (nachdem er schon 1942 Dozent in Gießen war). Über seine Entnazifizierung ist nichts bekannt. 1950/51 war er Gastprofessor am Washington State College in Pullman. 1954 wurde er außerordentlicher Professor in Mainz und 1958 ordentlicher Professor in Würzburg, wo er 1972 emeritierte. 1964/65 war er Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät. 1963/64 war er Gastprofessor an der Technischen Hochschule Ankara. 1973 und 1977/78 war er Research Consultant der Washington University in St. Louis und 1975 Gastprofessor der State University of New York in Albany.
Grunsky war durch seine Arbeiten über schlichte Funktionen bekannt. Die grunskyschen Ungleichungen charakterisieren die Koeffizienten schlichter Funktionen. Unter anderem gaben Charzynski und Schiffer 1960 damit einen „elementaren“ Beweis der Bieberbachvermutung für den vierten Koeffizienten und Pederson und Ozawa 1968 für den sechsten.
Er war Invited Speaker auf dem ICM in Cambridge, Massachusetts 1950 (Über Tschebyscheffsche Probleme).
Er war seit 1935 verheiratet und hatte drei Kinder.

Loreto-Kirche Gutenberg an der Raabklamm

Die römisch-katholische Loreto-Kirche Gutenberg an der Raabklamm ist eine Messkapelle der Pfarrkirche Gutenberg an der Raabklamm und liegt in erhöhter Lage an der Straße zum Gollersattel im Ort Gutenberg an der Raabklamm in der Gemeinde Gutenberg-Stenzengreith in der Steiermark. Das Kirchengebäude steht unter 99082!Denkmalschutz.

Die Loretokirche wurde im Jahre 1691 von Sigmund Stubenberg als Wehrkirche erbaut.
Die Kirche wird von einem rechteckigen Hof umgeben, welcher mit einem Mauerwerk mit Schlüssellochscharten gebildet wird. In den vier abgeschrägten Ecken der Hofummauerung kragen vier Initienkapellen nach außen aus, welche vom Innenhof her jeweils ein Portal haben, mit Schindeln gedeckt sind, und mit geschindelten Zwiebeltürmchen abschließen. Die Anlage liegt auf einer Geländerundung, so dass der offene Hauptzugang im nordwestlichen Mauerwerk und ein gedeckter Abgang zum östlichen Friedhof im südöstlichen Mauerwerk über Treppen erfolgt. Rechts der Hauptzugangstreppe ist ein Kriegerdenkmal. Im untersten östlichen Bereich des Friedhofes ist ein Grabstättenbereich der Adelsfamilie Stubenberg mit einer schindelgedeckten Nischenkapelle. Die Gruft im Untergeschoss der östlichen Initienkapelle wurde von den Stubenbergs im Jahre 1944 aufgelassen und dient heute als Abstellraum des Friedhofes.
Die Loretokirche ist ein Rechteckbau mit Stichkappengewölbe mit einem Dachreiter, welcher im Jahre 1892 aufgesetzt wurde. Kirche wie Initienkapellen sind an der Fassade mit Pilastern und durchgehenden Gesimsen gegliedert.
Der Altar mit Rocailleverzierung und gemalten Szenen des freudenreichen Rosenkranzes trägt einen silbernen Tabernakel und Leuchterengel und ist aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts. Dahinter ist eine Loretomadonna aus 1700. Es gibt drei Skulpturen um 1500. Die Glocke ist aus 1747.
47.21183333333315.558666666667Koordinaten: 47° 12′ 43″ N, 15° 33′ 31″ O

Pisco (Getränk)

Pisco ist ein Destillat aus Traubenmost. Es ist das alkoholische Nationalgetränk Perus und Chiles. Dem Pisco sehr ähnlich ist zudem der Singani aus Bolivien. Das ausschließliche Recht, ein Getränk namens Pisco herzustellen, wird sowohl von Peru als auch Chile beansprucht und war Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. In Peru und in Chile ist der Import ausländischer Weinbranderzeugnisse unter der Bezeichnung Pisco verboten.

Pisco existiert seit über 400 Jahren. Es handelt sich um reinen Weinbrand, bei dem zwischen 6 und 7 kg Trauben verwendet werden, um einen Liter Pisco zu erhalten. Im Unterschied zum italienischen Grappa, welcher aus Trester destilliert wird, ist der fermentierte Traubenmost die einzige Zutat zur Herstellung von Pisco. Der Most stammt von einigen der acht verschiedenen Traubenarten, die auch als „Pisco-Trauben“ bekannt sind. Für die Herstellung von Pisco werden hauptsächlich Muskatellertrauben (Moscatel) verwendet. Bekanntestes Mixgetränk auf Pisco-Basis ist Pisco Sour. Daneben trinkt man Pisco als „Piscola“, ein Longdrink aus Pisco und Cola.
Der Ursprung des Namens Pisco ist strittig. Nach einer Theorie kommt das Wort aus dem Quechua, hier bedeutet es so viel wie „fliegender Vogel“. Die Küstenregion um die heutige Stadt Pisco südlich von Lima, Peru, wurde wegen ihres Vogelreichtums von den Inkas „Pisko“ genannt. In dieser Region wurden verschiedene qualitativ hochwertige Gefäße zum Aufbewahren alkoholischer Getränke hergestellt. Diese wurden, in Anlehnung an die Region, als Piskos oder Pisquillos bezeichnet. Die Gefäße wurden dann von den Spaniern entlang der südamerikanischen Pazifikküste zur Lagerung des Traubenbrandes genutzt. Der Traubenbrand wurde nach den Gefäßen benannt.
Eine andere Theorie besagt, dass der Name von der Hafenstadt Pisco, ebenfalls in Peru, abgeleitet wurde. Von hier aus wurde der überwiegende Teil der Traubenbrandproduktion Südamerikas nach Europa verschifft. Auf den Transportbehältnissen war die Aufschrift „de Piscu“ angebracht, welche dann von den Spaniern auf das Getränk angewandt wurde.
Sogar Chilenen bestreiten nicht, dass Pisco-Weinbrand zuerst in Peru hergestellt wurde. Jedoch argumentieren die chilenischen Hersteller und Händler, dass Pisco zu einem generischen Begriff für diese Art von Weinbrand in Südamerika geworden und deshalb nicht an die geographische Ursprungsbezeichnung in Peru gebunden sei. Um diesen Anspruch zu unterstreichen, wurde der chilenische Ort La Greda am 1. Februar 1936 in Pisco Elqui umbenannt.
Peruanischer Pisco ist ein Destillat aus in Peru angebauten Weintrauben, welches seit dem frühen 17. Jahrhundert — knapp nachdem die ersten Weinstöcke von den Kanarischen Inseln nach Peru kamen – in der Region rund um die Hafenstadt Pisco in Ica, Peru, hergestellt wurde.
Dem peruanischen Staat ist die Qualitätssicherung des peruanischen Piscos ein hohes Anliegen, weshalb sie im Januar 1991 mit dem Supreme Decree No. 001-91-ICTI/IND erlassen hat, dass peruanischer Pisco einer technischen Norm genügen muss, einer Art „Reinheitsgebot“ für peruanischen Pisco. Diese technische Norm in der aktuellen Fassung von 2006 „NTP211.001:2006“ gilt für alle in Peru hergestellten Piscos und besagt, dass peruanischer Pisco das Destillat des frisch fermentierten Mosts der acht zugelassenen Pisco-Trauben ist und mit Methoden hergestellt werden muss, welche die traditionellen Qualitätsprinzipien bewahren. Der Alkoholgrad eines peruanischen Piscos muss nach dieser Norm zwischen 38 % vol. und 48 % vol. liegen.
Die zugelassenen Trauben für die Herstellung eines peruanischen Piscos werden in nicht aromatische und aromatische Trauben unterschieden. Die vier zugelassenen nicht aromatischen Traubensorten sind:
Die weiteren vier zugelassenen aromatischen Traubensorten sind:
Andere Traubensorten sind für die Herstellung von peruanischem Pisco nicht erlaubt.
Peruanischer Pisco wird in drei Klassen unterteilt:
Vor der Abfüllung muss peruanischer Pisco mindestens drei Monate ruhen. Hierzu sind nur Behälter erlaubt, die keinen Einfluss auf die physikalischen, chemischen oder organoleptischen Eigenschaften ausüben, wie zum Beispiel Stahl- oder Glastanks. Eine Reifung in Holzfässern, wie sie bei vielen anderen Spirituosen durchgeführt wird, ist bei peruanischem Pisco daher nicht erlaubt. Peruanischem Pisco dürfen keine Zusatzstoffe (wie die beispielsweise bei anderen Spirituosen üblichen Zugaben von Wasser, Zucker oder Zuckerkulör, Glycerin oder Eichenholzextrakten) beigefügt werden. Dies beinhaltet, dass der Alkoholgehalt von peruanischem Pisco nach der Destillation nicht mit Wasser herabgesetzt werden darf, sondern peruanischer Pisco direkt auf die zugelassenen Werte von 38 bis 48 % vol. destilliert werden muss.
Die bekanntesten Pisco-Anbaugebiete Perus liegen in der Region Ica sowie in der Region um Lima. Weitere Anbaugebiete sind Arequipa, Moquegua und Tacna.
Die fünf größten Export-Unternehmen von peruanischem Pisco mit den jeweils zugehörigen Pisco-Marken, sortiert nach Exportvolumen im Jahre 2012, sind:
Weitere relevante Pisco-Marken für den deutschen Markt sind Ocucaje, Demonio de los Andes und Pisco Cascajal.
Beim chilenischen Pisco wird vor allem die Sorte Muscat d’Alexandrie verwendet, außerdem Pedro Ximénez, Moscatel Rosada, Torrontés Riojano und Torrontés Sanjuanino (hier auch Moscatel de Austria genannt). Pisco wird in Chile nach dem Alkoholgehalt in Qualitätsstufen eingeteilt: 35 % vol. (Pisco Especial), 38–40 % vol. (Pisco Reservado) und 43 % vol. oder mehr (Gran Pisco, z. B. 50 % vol. bei der Marke Artesanos del Cochiguaz). Im chilenischen Elqui-Tal gibt es den Ort Pisco Elqui. Dieser hieß einst La Greda, dann La Unión und trägt seit dem 1. Februar 1936 den Quechua-Namen Pisco, um auf dessen lokale Produktion hinzuweisen; in Elqui befindet sich das Hauptanbaugebiet der chilenischen Pisco-Trauben.

Deeper Than Rap

Deeper Than Rap ist das dritte Soloalbum des US-amerikanischen Rappers Rick Ross. Es erschien am 21. April 2009 über das von Ross’ gegründete Label Maybach Music Group sowie über Slip-n-Slide Records und Def Jam Recordings. Deeper Than Rap erreichte Platz 1 der US-amerikanischen Album-Charts. Die Songs Magnificent und Maybach Music 2 wurden als Singles veröffentlicht.

Deeper Than Rap erhielt von der Redaktion der E-Zine Laut.de lediglich zwei von fünf möglichen Bewertungspunkten. Die Redakteurin Dani Fromm zeigte sich von Ross’ drittem Album stark enttäuscht. Insbesondere nach den guten Wertungen für die Alben Port of Miami und Trilla, könne Deeper Than Rap den Erwartungen nicht gerecht werden. Fromm kritisiert vor allem die Produktionen der Lieder, die halbgar und langweilig erscheinen. Ohne die passende Instrumentierung werde die „technische Armseligkeit schlichtester Endreime“ sowie die oberflächlichen Themen des Albums deutlich. Positive Ausnahmen bilden die Hookline zu Usual Suspects und die Stücke Face und In Cold Blood.
Das Album wurde in der ersten Woche 158.000 Mal verkauft, womit es Platz 1 der US-amerikanischen Album-Charts erreichen konnte. Damit ist Deeper Than Rap das dritte Album von Rick Ross in Folge, dass sich auf der Höchstposition der Charts platzieren konnte. In der zweiten Verkaufswoche konnten 51.000 Einheiten abgesetzt werden, sodass der Tonträger auf Platz vier der Album-Charts fiel.
Die Single Magnificent erreichte Position 62 der US-amerikanischen Single-Charts. Maybach Music 2 konnte Rang 92 belegen.
Studioalben: Port of Miami (2006) | Trilla (2008) | Deeper Than Rap (2009) | Teflon Don (2010) | God Forgives, I Don’t (2012) | Mastermind (2014) | Hood Billionaire (2014) | Black Market (2015)
Kompilationen: Rise to Power (2007)

Porzellanfabrik W. Goebel

Die W. Goebel Porzellanfabrik GmbH & Co. KG war ein Porzellanhersteller in Oeslau, einem Stadtteil Rödentals im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Die Porzellanfabrik Goebel wurde am 30. Januar 1871 in Oeslau-Wilhelmsfeld durch Franz Detleff und seinen Sohn William Goebel gegründet. 1911 übernahm Max Louis Goebel, Sohn Williams, die Geschäftsleitung. 1929 folgten diesem sein Sohn Franz und sein Schwiegersohn Eux Stocké, wobei am 8. Februar 1929 die Rechtsform des Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt wurde. Die nächste Generation wirkte ab 1969 mit Wilhelm Goebel und Ulrich Stocke im Unternehmen. In der sechsten Generation war die Familie Goebel durch Christian Goebel und Detlev Stocke als Kommanditisten an der 1995 gegründeten GmbH & Co. KG beteiligt, bis das Unternehmen im Jahr 2006 Insolvenz anmelden musste.
Noch im Jahr 1997 waren 1310 Mitarbeiter bei Goebel beschäftigt. Das Sortiment umfasste mehr als 1000 verschiedene Figuren. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York brach die Nachfrage nach den Porzellan-Figuren jedoch dramatisch ein. In der Folge konnte das Traditionsunternehmen im Juli 2006 seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Der Umsatz betrug 2005 ungefähr 100 Millionen Euro. Am 7. März 2007 gab das Unternehmen bekannt, dass die US-Investoren Strategic Value Partner und Merrill Lynch die Firma Goebel übernehmen und damit vorübergehend auch die über 400 verbliebenen Arbeitsplätze am Standort Rödental sichern. Das Unternehmen firmiert seitdem unter Goebel Porzellanmanufaktur GmbH.
Am 18. Juni 2008 wurde bekannt, dass Ende 2008 die Herstellung der Hummelfiguren wegen fehlender Wirtschaftlichkeit eingestellt würde und weitere 230 Mitarbeiter entlassen würden. Die Produktion der Plastiken wurde Ende Oktober 2008 eingestellt, rund 230 der noch verbliebenen 340 Mitarbeiter wechselten in eine Transfergesellschaft.
Anfang 2009 übernahm die Höchster Porzellanmanufaktur die Fabrikation der Hummelfiguren. Unter der neuen Gesellschaft Manufaktur Rödental wurden ab dem 9. Februar 2009 wieder Hummelfiguren im alten angemieteten Produktionsgebäude in Rödental/Coburg mit 30 Fachkräften hergestellt. 2011 waren es 80 Mitarbeiter. 2012 erzielte die Manufaktur einen Umsatz von 5,5 Millionen Euro. Zum 1. August 2013 kündigte Goebel den Vertriebsvertrag mit der Manufaktur Rödental. Grund dafür waren Lieferschwierigkeiten, unterschiedliche Vorstellungen über marktgerechte Vertriebsstrategien und nicht eingehaltene Termine bei der Kooperationsvergütung. Am 22. August 2013 meldete der Geschäftsführer der Manufaktur Rödental GmbH Insolvenz an.
Bei der Goebel Porzellanmanufaktur GmbH verblieb der Bereich „Schenken und Wohnen“ der alten Porzellanfabrik, der Geschenkartikel sowie kunstgewerbliche Erzeugnisse herstellt. Während die Produktion außerhalb Deutschlands erfolgt, sind in Rödental noch 69 Mitarbeiter (Stand 2010) mit Entwicklung und Design von Porzellanartikeln sowie ihrem weltweiten Verkauf beschäftigt. Eigentümer der Gesellschaft ist seit 2010 die PM Kapital GmbH & Co. KG aus Bad Staffelstein, die auch Anteilseigner der dort ansässigen Kaiser-Porzellan GmbH ist.
Weltbekannt ist Goebel als Hersteller der „Hummel-Figuren“. 1934 wurde Franz Goebel auf die Zeichnungen der Franziskanerschwester Maria Innocentia Hummel aufmerksam. Er schloss mit dem Kloster Sießen einen Lizenzvertrag. Nach den Bildvorlagen fertigten die Modelleure Reinhold Unger und Arthur Möller, in Zusammenarbeit mit Maria Innocentia Hummel, 1935 die ersten 46 Porzellanfigurmotive, zu denen der bekannte „Wanderbub“ zählte. Die Produktion der qualitativ hochwertigen Dekorations-Porzellanfiguren entwickelte sich zu einem jahrzehntelangen Verkaufserfolg. Vor allem in den Vereinigten Staaten fanden die Hummel-Figuren zahlreiche Sammler.
Goebel produzierte beispielsweise schon in den 1920er Jahren figürliche Salz- und Pfeffer-Streuer für den US-Markt (z.B. Mickey Mouse), das abgebildete Beispiel aus den 1970er Jahren zeigt das Kaninchen „Thumper“ aus dem Walt Disney-Film „Bambi“. Die Figuren wurden von den bei Goebel beschäftigten Modelleuren nach den Zeichnungsvorlagen in Gussmodelle umgesetzt.
Goebel arbeitet heute mit verschiedenen Designern zusammen. Seit Anfang 2005 werden in Lizenz viele Salzstreuer und Pfefferstreuer der Porzellanmanufaktur Adam & Ziege (Thomas Adam und Stephan Ziege) hergestellt und vertrieben. Weitere Designpartner von Goebel sind Charlotte di Vita, Louis Féraud, „MÁRA!“, Julia E. Limpke und Rosina Wachtmeister.
Keramik und Porzellan von Goebel lässt sich anhand der Bodenmarke (Porzellanmarke, Trademark) annähernd datieren, da die Firma ihre Bodenmarke immer wieder geändert hat .
50.28722222222211.021666666667Koordinaten: 50° 17′ 14″ N, 11° 1′ 18″ O

Paweł Samecki

Paweł Samecki (* 12. März 1958 in Łódź) ist ein polnischer Ökonom und Politiker.
Nach dem Studium Internationaler Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Łódź 1981 verfolgte Samecki eine wissenschaftliche Karriere ebendort mit Forschungsaufenthalten an der London School of Economics (1990).
Von 1991 bis 2002 nahm er unterschiedliche Aufgaben in den Ministerien der polnischen Regierung wahr. Zuletzt war er im Management Board der Nationalbank Polens tätig. Er löste Danuta Hübner ab Juli 2009 als Kommissar für Regionalpolitik in der EU-Kommission ab, die Mitglied des EU-Parlamentes wurde. Sein Nachfolger als Kommissar wurde im Februar 2010 der Österreicher Johannes Hahn.
Samecki ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.
Joaquín Almunia | José Manuel Barroso | Jacques Barrot | Joseph Borġ | Stavros Dimas | Benita Ferrero-Waldner | Ján Figeľ (bis Oktober 2009) | Mariann Fischer Boel | Franco Frattini (bis Mai 2008) | Dalia Grybauskaitė (bis Juli 2009) | Danuta Hübner (bis Juli 2009) | Siim Kallas | László Kovács | Neelie Kroes | Márkos Kyprianoú (bis März 2008) | Peter Mandelson (bis Oktober 2008) | Louis Michel (bis Juli 2009) | Andris Piebalgs | Janez Potočnik | Charlie McCreevy | Viviane Reding | Olli Rehn | Vladimír Špidla | Günter Verheugen | Margot Wallström
Ergänzungen: Catherine Ashton (ab Oktober 2008) | Karel De Gucht (ab Juli 2009) | Meglena Kunewa (ab Januar 2007) | Leonard Orban (ab Januar 2007) | Paweł Samecki (ab Juli 2009) | Maroš Šefčovič (ab Oktober 2009) | Algirdas Šemeta (ab Juli 2009) | Antonio Tajani (ab Mai 2008) | Androulla Vassiliou (ab März 2008)
Hans von der Groeben | George Thomson | Antonio Giolitti | Grigoris Varfis | Bruce Millan | Monika Wulf-Mathies | Michel Barnier | Jacques Barrot | Danuta Hübner | Paweł Samecki | Johannes Hahn | Corina Crețu